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Die drei vorhandenen Fahrzeuge sind laut Untersuchung in 88,6 Prozent aller Fälle binnen zwölf Minuten am Einsatzort – Probezeitraum für abgestimmtes Konzept läuft noch dieses Jahr

(ty) Im Landkreis Pfaffenhofen stehen drei Rettungswagen bereit, um den Menschen zu Hilfe zu kommen, wenn etwas passiert. Einen vierten Rettungswagen wird es nach Angaben des Landratsamts vorerst nicht geben. Denn Experten und Gutachten empfehlen keinen weiteren Wagen und die Krankenkasse bezahlt dann auch keinen. Nach den Bestimmungen des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes ist es laut Landratsamt entscheidend, dass ab dem Ausrücken der Fahrzeuge diese in über 80 Prozent der Fällen innerhalb von zwölf Minuten am Einsatzort sind. Im Kreis Pfaffenhofen werde in 88,6 Prozent der Einsätze die Zwölf-Minuten-Hilfsfrist eingehalten. Damit ist die Rettungsdienstliche Versorgung im Landkreis in Ordnung. 

Beim Rettungswesen gibt es für die gesamte Region Ingolstadt ein abgestimmtes Konzept, das die Belange des Landkreises Pfaffenhofen bestmöglich berücksichtigt. Darauf weist das Landratsamt jetzt in einer Pressemitteilung hin. Dieses Konzept wurde im Zweckverband im September vergangenen Jahres beschlossen und beinhaltet einen Probezeitraum, der auch das laufende Jahr umfasst. Danach solle überprüft werden, wo noch Handlungsbedarf besteht.

Aufgrund von Fachgutachten sei in den vergangenen Jahren die rettungsdienstliche Versorgungssituation in der Region und somit auch im Landkreis Pfaffenhofen laufend verbessert worden, heißt es aus dem Landratsamt. Wie aus dem so genannten Trust-Gutachten des Instituts für Notfallmedizin der Ludwig-Maximilian-Universität München (INM) hervorgehe, sei die Unterhaltung von drei Rettungswagen im Landkreis Pfaffenhofen nach derzeitiger Einschätzung ausreichend.

Ein weiterer Rettungswagen werde von den Experten nicht empfohlen – und daher von den Krankenkassen auch nicht bezahlt, erklärt die Kreisbehörde. Nach den Bestimmungen des Bayerischen Rettungsdienstgesetzes sei entscheidend, dass ab dem Ausrücken der  Fahrzeuge diese in über 80 Prozent der Fällen innerhalb von zwölf Minuten (Hilfsfrist) am Einsatzort sind. Im Landkreis Pfaffenhofen werde in 88,6 Prozent der Einsätze die Zwölf-Minuten-Hilfsfrist eingehalten. Dies habe der Gutachter bei seinen Berechnungen zugrunde gelegt.

Ferner habe man durch Nachverhandlungen erreicht, dass die so genannten Vorhaltezeiten der Krankentransportwagen allein im Landkreis Pfaffenhofen um 21 Wochenstunden (von 107 auf 128) erhöht werden, so Landrat Martin Wolf (CSU). Durch diese Erhöhung der Krankentransportvorhaltung werden die Notfallrettungsmittel nicht mehr im bisherigen Maß im Krankentransport eingesetzt. „Wir werden im Rahmen dieses optimierten Einsatzkonzepts Erfahrungen bis Ende dieses Jahres sammeln und dann notwendige Anpassungen vornehmen“, so Wolf. 

Wie der Landrat weiter betonte, sei vor allem die Einsatzfähigkeit im Norden des Landkreises bereits vor einigen Jahren durch die Errichtung der Rettungswache Reichertshofen deutlich gestärkt worden. Diese leiste zusammen mit der Rettungswache Geisenfeld einen wichtigen Beitrag für die Qualität der Rettungseinsätze im gesamten nördlichen Landkreis. Durch die Einrichtung eines Rettungswagens im Ingolstädter Süden sollen sowohl Geisenfeld wie Reichertshofen entlastet und besser für Unterstützung von Pfaffenhofen zur Verfügung stehen. Hier besteht eher die Sorge, dass die Pfaffenhofener Standorte durch Unterauslastung gefährdet werden könnten.

Insgesamt gibt es nach Angaben des Landratsamts in der gesamten Region 13,5 Rettungswagen (teilweise betragen die Einsatzzeiten nur zwölf Stunden) – davon drei im Landkreis Pfaffenhofen, drei im Kreis Neuburg-Schrobenhausen, 3,5 im Landkreis Eichstätt und vier in Ingolstadt. Der Landkreis Pfaffenhofen sei also innerhalb der Region, gerade auch durch die Unterstützung aus Ingolstadt, angemessen ausgestattet. Zudem gelte es zu beachten, dass es Aufgabe der Integrierten Leitstelle sei, durch die Disposition, auch von Fahrzeugen außerhalb beziehungsweise am Rande der Region, für eine optimale Versorgung der Landkreisbevölkerung zu sorgen. Das Konzept für den Landkreis Pfaffenhofen sei in Zusammenarbeit mit dem Kreisverband des BRK, der die drei Landkreis-Rettungswagen betreibt, abgestimmt worden, betont die Kreisbehörde.


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