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Die Arbeitslosen-Quote für den Kreis Pfaffenhofen beträgt aktuell 2,9 Prozent, für die gesamte Region liegt sie bei 3,1 Prozent.

(ty) "Der sehr deutliche Anstieg der Arbeitslosigkeit in unserem Agenturbezirk ist neben den saisonalen Einflüssen insbesondere der Corona-Pandemie und den damit notwendigen Einschränkungen zuzuordnen", erklärte heute Johannes Kolb, der Leiter der Agentur für Arbeit in Ingolstadt, zur Entwicklung der Arbeitsmarkt-Situation im Januar in der Region – also in Ingolstadt sowie in den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen und Eichstätt. "Zuletzt war im Februar 2010 die Zahl der von Arbeitslosigkeit betroffenen Personen höher", so Kolb. "Neben den witterungs-abhängigen Außenberufen sind vor allem die Verkehrs- und Logistik-Branche sowie Verkaufs-Berufe besonders von Freisetzungen betroffen."

Im zu Ende gehenden Januar waren laut heutiger Mitteilung im Zuständigkeits-Bereich der Agentur für Arbeit Ingolstadt insgesamt 9095 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber Januar des vergangenen Jahres bedeutet das eine Zunahme um 2123 Arbeitslose, gegenüber dem Vormonat Dezember einen Anstieg um 1253 Arbeitslose. Das hat einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,4 Punkte auf 3,1 Prozent zur Folge (Vorjahres-Zeitpunkt: 2,4 Prozent). "Im Vorjahres-Vergleich ist vor allem eine deutliche Zunahme der Langzeit-Arbeitslosigkeit zu verzeichnen", erläutert Kolb dazu.

Beim Zugang und beim Bestand an offenen Stellen sind die Zahlen weiterhin rückläufig. "Dies ist einerseits witterungsbedingt, andererseits aber auch Folge der pandemie-bedingten Einschränkungen", kommentiert Kolb. "Die Betriebe agieren in Bezug auf Neueinstellungen verständlicherweise vorsichtig und zurückhaltend." 403 Vakanzen in der Region seien den Vermittlungs-Fachkräften der Agentur für Arbeit in Ingolstadt im Januar neu gemeldet worden – das seien 190 weniger als ein Jahr zuvor. Der Stellenbestand beläuft sich momentan auf 2887 – das sind 1280 freie Arbeitsplätze weniger als im Vorjahr. Keine Entwarnung gebe es bei der Kurzarbeit. Seit Beginn der Pandemie im März vergangenen Jahres zeigten insgesamt 6056 Betriebe in der Region einen Arbeitsausfall an.

Im Stadtgebiet von Ingolstadt hat sich die Zahl der arbeitslosen Menschen im Januar spürbar erhöht. Sie stieg um 377 Personen auf 3417, was im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme um 796 (30,4 Prozent) bedeutet. Dies ergibt eine aktuelle Arbeitslosenquote von 4,2 Prozent (Vormonat: 3,7 Prozent, Januar 2020: 3,2 Prozent). Aktuell gibt es 991 auf der Schanz unbesetzte Stellen – das sind  62 weniger als im Vormonat und 454 weniger als im Vorjahr.

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Pfaffenhofen stieg im ersten Monat des neuen Jahres saisonal und pandemie-bedingt stark an. Die Zahl der arbeitslos Gemeldeten hat sich zum Jahresstart um 397 Personen auf 2196 erhöht. Gegenüber Januar vergangenen Jahres bedeutet dies einen Anstieg um 621 (39,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 2,9 Prozent (Vormonat: 2,4 Prozent, Vorjahr: 2,1 Prozent). Das Arbeitsplatz-Angebot umfasst 795 offenen Stellen – neun weniger als im Vormonat, 286 weniger als vor einem Jahr.

Im Kreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Arbeitslosigkeit im Januar witterungs- und pandemie-bedingt deutlich gestiegen. Zum Ende dieses Monats wurden hier 1748 Personen als arbeitslos gezählt, das sind 276 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der arbeitslosen Landkreis-Bürger um 300 (20,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich gegenüber Dezember um 0,4 Punkte auf 3,0 Prozent (Vorjahr: 2,5 Prozent). Der Bestand an vakanten Stellen beträgt 506, was gegenüber dem Vormonat einen Rückgang um 40, gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 273 bedeutet.

Im Landkreis Eichstätt nahm die Zahl der Beschäftigungs-Suchenden – jahreszeitlich und pandemie-bedingt – zu. Zum Stichtag waren insgesamt 1734 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 203 mehr als im Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies einen Zuwachs um 406 Arbeitslose (30,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote beträgt Ende Januar 2,2 Prozent (Vormonat: 2,0 Prozent, Vorjahr: 1,7 Prozent). 595 Arbeitsstellen und damit dreizehn weniger als im Dezember sowie allerdings 267 weniger als vor Jahresfrist, sind den Vermittlungs-Fachkräften als vakant gemeldet.


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