Logo
Anzeige
Anzeige

Im Jahr 2006 war die Maschine auf den Namen der Kreisstadt getauft worden. Nun ist sie auf dem Weg zum neuen Eigentümer in den USA.

(ty) Das Flugzeug mit dem Namen "Pfaffenhofen a. d. Ilm" zieht nicht länger seine Kreise über Europa. Die Lufthansa habe die Maschine vom Typ "Bombardier CRJ900" nach knapp 15 Jahren aus der Flotte ausgemustert, wie heute aus dem Rathaus von Pfaffenhofen mitgeteilt wurde. Künftig werde der kleine Jet in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) unterwegs sein. Angeblich will die Lufthansa aber auch weiterhin mit einer "Pfaffenhofen" fliegen. "Wie eine Lufthansa-Sprecherin bestätigte, soll künftig ein anderes Flugzeug den Namen auf dem Rumpf tragen", meldete die Stadtverwaltung.

Wie außerdem unter Berufung auf Angaben der Lufthansa aus dem Rathaus gemeldet wurde, habe die Maschine mit dem Namen der oberbayerischen Kreisstadt den Liniendienst bereits vor einigen Wochen eingestellt und befinde sich derzeit auf dem Weg zum neuen Eigentümer in den USA, wo sie inzwischen in Tucson gelandet sei. "Unsere Techniker hatten die Maschine sorgfältig auf die Überführung vorbereitet und die Crew richtete nach der letzten Landung ein paar persönliche Gedanken an sie", wird die Lufthansa-Sprecherin zitiert.

Am 22. August 2006 war die Maschine mit dem Kennzeichen "D-ACKA" auf den Namen der Stadt Pfaffenhofen an der Ilm getauft worden (siehe Archivfotos unten). Die entsprechende Zeremonie fand damals auf dem Flughafen in München statt. Taufpatin war Marita Prechter, die Ehefrau des damaligen Bürgermeisters Hans Prechter (CSU). Die "Pfaffenhofen an der Ilm" war von ihrer Heimatbasis München aus den Angaben zufolge in einer Reisehöhe von bis zu 12 500 Metern vor allem unterwegs nach Kopenhagen, Amsterdam, Graz, Krakau, Marseille, Basel und Zagreb.

 

Die Tradition, Flugzeuge der Lufthansa mit den Namen deutscher Bundesländer und Städte zu versehen, gehe auf den September 1960 zurück. Damals gab es in Frankfurt die erste Flugzeugtaufe, als die Kranich-Linie ihren allerersten Langstrecken-Jet, die damals moderne Boeing 707, in Dienst stellte. Der vierstrahlige Jet erhielt den Namen "Berlin". Taufpate war der damalige Regierende Bürgermeister Willy Brandt (SPD). Die Taufpatenschaften sollen für Lufthansa die Verbundenheit zum Heimatstandort Deutschland jenseits der großen Drehkreuze ausdrücken und Standorte auch in die Regionen zu tragen, woher ein Großteil der Lufthansa-Passagiere und -Mitarbeiter kommt.

  • flugzeugtaufe2
  • flugzeugtaufe6
  • flugzeugtaufe7
  • flugzeugtaufe8
  • z

Anzeige
RSS feed