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Englische Woche für den FC Ingolstadt in der zweiten Liga: Morgen bei St. Pauli, am Dienstag kommt Bochum und am nächsten Freitag gehts nach Düsseldorf

(ty/zel) Für Innenverteidiger Ralph Gunesch ist das Spiel seines FC Ingolstadt am morgigen Samstag (13 Uhr)  bei FC St. Pauli nicht bloß ein Zweitliga-Kick. "Die Partie gegen meinen Ex-Verein ist das Erste, auf das ich schaue, wenn der Spielplan herauskommt", sagt der 30-Jährige, "ich müsste lügen, um zu sagen, es sei ein normales Bundesligaspiel." Für die Schanzer Fans ist es ein Spiel, in dem sie hoffen, dass der FC wieder punktet, nachdem es zuletzt nach einer Serie von fünf Partien ohne Niederlage eine 0:1-Heimpleite gegen den FSV Frankfurt setzte.

Im Hinspiel verlor der FC vor heimischem Publikum mit 1:2 gegen St. Pauli; danach musste Trainer Marco Kurz gehen und nach einer kurzen Interimsphase von Co-Trainer Michael Henke als Chef wurde Ralph Hasenhüttl als neuer Coach vorgestellt. Seither zeigt die Leistungs- und Ertragskurve des FC Ingolstadt klar nach oben. 

Das Spiel gegen den Tabellenvierten aus Hamburg ist der Auftakt zu einer Englischen Woche. Denn für den FC geht es nach dem morgigen Match bei St. Pauli schon am Dienstagabend weiter, wenn ab 17.30 Uhr der VfL Bochum im Audi-Sportpark zu Gast ist. Und das nächste Spiel ist dann schon wieder am Freitag, 28. März, bei Fortuna Düsseldorf (18.30 Uhr). Im Kampf um den Klassenerhalt könnte das für die Schanzer also eine vorentscheidende Woche werden. Denn sowohl Bochum (30 Punkte) als auch Düsseldorf (32 Punkte) sind direkte Kontrahenten im Bemühen, nicht mehr in Abstiegsnot zu geraten. 



Nach den Unentschieden gegen Dresden und Union Berlin sowie der Niederlage gegen den FSV Frankfurt steht der FC Ingolstadt aktuell auf Rang 13 in der Tabelle, hat fünf Punkte mehr auf dem Konto als Arminia Bielefeld, das auf dem Relegationsrang liegt. Aber damit es nicht doch noch einmal so richtig eng wird und den Schanzern der erneute Absturz in den Tabellenkeller erspart bleibt, müssen die Mannen von Trainer Ralph Hasenhüttl weiterhin punkten. „Die Sinne sind geschärft und wir müssen auf uns schauen, die Punkte holen und ich bin guter Dinge, dass das gegen Pauli gelingt“, sagt er voller Selbstvertrauen.

Für Ingolstadt spricht die starke Auswärtsbilanz. Seit neun Spielen sind die Schanzer auf fremdem Rasen unbesiegt, das ist die längste Auswärtsserie der Liga. „Wir sind auswärts ein sehr unangenehmer Gegner und arbeiten immer gut gegen den Ball“, weiß Hasenhüttl. Unter seiner Regie gelangen unter anderem bereits Auswärts-Erfolge bei der SpVgg Greuther Fürth und beim 1. FC Köln.

Die Hanseaten präsentieren sich – ähnlich dem FC – bislang auch sehr auswärtsstark und lassen zuhause viele Punkte liegen. Nur 17 Zähler holten die Hamburger in zwölf Heimspielen. Dennoch ist St. Pauli einer der Aufstiegsanwärter und somit der klare Favorit in dem Spiel morgen. Mit 41 Punkten und nur einem Zähler Rückstand auf den dritten Platz spricht die Tabelle für sich.

In den letzten beiden Partien zeigten Fin Bartels, Sebastian Schachten & Co. zwei unterschiedliche Gesichter. Auf eine 1:0-Niederlage gegen den FSV Frankfurt, folgte ein souveräner 2:0-Erfolg der Hanseaten bei Fortuna Düsseldorf. „St. Pauli ist eine Wundertüte“, sagt FC-Coach Hasenhüttl.

Die Schanzer mussten zuletzt ein 0:1-Heimniederlage hinnehmen. Auch der Trainer meint, dass man nach dem Spiel gegen den FSV Frankfurt wieder in die Spur finden müsse. „Wir sind hellwach und den Jungs brennt es unter den Nägeln“, sagt Hasenhüttl. „Wir, die Trainer, aber auch die Spieler – jeder möchte gegen Pauli gewinnen. Und wir haben auch die Typen dafür.“

Personell gibt es zwei bedeutsame Ausfälle: Kapitän Marvin Matip und Tamás Hajnal fallen verletzungsbedingt aus, sonst kann FC-Trainer Hasenhüttl auf den kompletten Kader zurückgreifen. Obwohl der Fokus auf das morgige Spiel gegen die Hamburger gerichtet ist, denkt der Trainer schon an die kommenden englischen Wochen. „Es werden intensive Tage“, weiß Hasenhüttl und deutete schon ein paar personelle Veränderungen für die Startelf an. „Jeder Spieler hat seine Stärken und Schwächen, die wir gezielt für die jeweiligen Gegner einsetzen werden.“


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