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Konzept für die Steuerung der Bewirtschaftung wurde im Auftrag des AELF von einem Sachverständigen erstellt und liegt nun vor.

(ty) Seit dieser Woche hat Pfaffenhofen einen neuen Forstbetriebs-Plan. In der Stadtverwaltung überreichten am Dienstag Peter Birkholz und Kathrin Kresser vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Ingolstadt-Pfaffenhofen das auf die nächsten 20 Jahre ausgerichtete Konzept an Bürgermeister Thomas Herker (SPD) und Stadtkämmerin Claudia Jonas, wie heute aus dem Rathaus gemeldet wurde. Das Werk betrifft den Stadtwald, den Rechtlerwald von Haimpertshofen sowie den Wald der Heilig-Geist- und Gritsch'schen Fundations-Stiftung.

Der Stadtrat hatte die Erstellung des neuen Plans im Juli 2020 auf den Weg gebracht, nachdem zuvor die Ziele der Bewirtschaftung zusammen mit dem AELF, der Stadtverwaltung und Forstbetriebs-Leiter Rudi Engelhard festgelegt worden waren. "Der Forstbetriebs-Plan dient der Planung und Steuerung der gesamten Bewirtschaftung der städtischen Wälder", wurde heute aus dem Rathaus erklärt. Neben einer Bestandsaufnahme des aktuellen Waldzustandes und einer Erfolgskontrolle der bisherigen Bewirtschaftung der Wälder beinhalte er die Planung für die nächsten 20 Jahre. Ziel sei es, die Wälder "zu verjüngen und so umzubauen, dass sie klimaresistent und langfristig für die nächsten Generationen erhalten bleiben".

Peter Birkholz, zuständig für den Bereich Forsten beim AELF Ingolstadt-Pfaffenhofen, erläutert: "Unser Ziel ist es, mit der Art unserer Bewirtschaftung alle wichtigen Funktionen des Waldes zu sichern: Holzproduktion, Erholungsfunktion und den Wald als Lebensraum." Der Schwerpunkt in Pfaffenhofen liege dabei in der Verjüngung des Waldes, proklamiert Birkholz und führt dazu konkret aus: "Er muss so angelegt werden, dass er für die nächsten 100 Jahre überlebensfähig ist und auch zukünftige Generationen damit arbeiten können." Hierzu ist seinen Worten zufolge "ein zügiger Waldumbau zu stabilen, klimaresistenten Mischbeständen notwendig".

Im Stadtwald sowie im Stiftungswald soll nach aktuellen Angaben der Pfaffenhofener Stadtverwaltung zur Umsetzung der Planung "zeitnah" mit dem Waldumbau begonnen werden. "Die Baumfäll- und Pflanz-Aktionen werden sich über die nächsten Jahre hinziehen", heißt es weiter. "Alte, teils kranke Fichten werden gefällt und neue, klimaresistente Laub- und Nadelbäume gepflanzt." Um die Neupflanzungen vor Wildschäden zu schützen, sollen einige Flächen eingezäunt werden, wird weiter erklärt. Bei der Bewirtschaftung so genannter Körperschaftswälder seien neben den für alle Waldbesitzer geltenden Vorschriften auch noch besondere Regelungen zu beachten.

Nach den Regelungen der Forstbetriebs-Planung im bayerischen Waldgesetz und der Körperschaftswald-Verordnung sei die Bewirtschaftung von Körperschafts-Wäldern über fünf Hektar auf Forstwirtschaftspläne beziehungsweise Forstbetriebs-Gutachten zu stützen. Für Pfaffenhofen betreffe das den Stadtwald, den Rechtlerwald Haimpertshofen und den Wald der Heilig-Geist- und Gritsch'schen Fundations-Stiftung. Die nun vorliegende Planung für diese drei Wälder sei im Einvernehmen mit der Stadt sowie der von ihr verwalteten, genannten Stiftung im Auftrag des AELF erstellt worden. Mit der Erstellung des Gutachtens sei der Sachverständige Franz Maier aus Rohr beauftragt worden.

Peter Birkholz vom AELF Ingolstadt-Pfaffenhofen (Dritter von Rechts) übergibt die Forstbetriebs-Planung an Bürgermeister Thomas Herker. Mit auf dem Bild: Max Knorr als zuständiger Referent des Stadtrats (von links), Forstbetriebs-Leiter und Altlandrat Rudi Engelhard, Kathrin Kresser vom AELF und Stadtkämmerin Claudia Jonas. (Foto: Lederer)


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