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Die 2,7 Millionen Euro teure städtische Kindertagesstätte ist mit einer Feier eröffnet worden – sie fällt durch ökologische Bauweise und die konsequente Umsetzung eines Inklusionskonzepts auf

(ty) Die städtische Kindertagesstätte Ecolino in Weihern ist jetzt auch offiziell eröffnet. Am Wochenende wurde das dort gefeiert. Die ersten Kinder sind ja bereits vor einem halben Jahr in den Vorzeige-Neubau im Ecoquartier eingezogen und fühlen sich bereits recht wohl. Mittlerweile sind auch die Außenanlagen fertiggestellt, so dass jetzt mit einem bunten Sommerfest die Inbetriebnahme ganz offiziell gefeiert werden konnte. Da waren natürlich Kinder, Eltern und Erzieherinnen, Planer und Architekten, Bürgermeister, Stadträte und Verwaltung mit dabei.

Die Krippen- und Kindergartenkinder und ihre Erzieherinnen spielten und sangen für ihre Gäste, unter denen Bürgermeister Thomas Herker  (SPD) vor allem die Familie Hirschberger willkommen hieß, ohne die es das Ecoquartier und die Kita Ecolino nicht geben würde. 

Die Stadt Pfaffenhofen, so betonte Herker, habe die Kinderbetreuung in den vergangenen Jahren stark ausgebaut. So seien seit 2008 über zehn Millionen Euro für die Schaffung von Krippen- und Kindergartenplätzen investiert worden; und jedes Jahr lasse sich die Stadt den laufenden Betrieb der Kitas runde drei Millionen Euro kosten.

Der Neubau der Kita Ecolino hat rund 2,7 Millionen Euro gekostet, erinnerte der Rathauschef; wovon die Stadt 1,5 Millionen bezahlte und 1,2 Millionen aus Fördermitteln kamen. Die streng ökologische Bauweise und zugleich ansprechende Gestaltung der Kita war bereits durch die Verleihung des Fritz-Bender-Preises 2013 gewürdigt worden und zudem Anlass für die Aufnahme in die „Architektouren“ 2014.

Die Kindertagesstätte Ecolino hat in zweifacher Hinsicht Modellfunktion in Pfaffenhofen und Umgebung: Zum einen durch die ökologische Bauweise und zum zweiten durch die konsequente Umsetzung eines Inklusionskonzepts. „Jeder darf hier so sein, wie er ist“, erklärte Kindergarten-Leiterin Helga Klöckner und ergänzte, dass Barrierefreiheit in der Kita Ecolino nicht nur im Gebäude verwirklicht worden sei: „Barrierefreiheit gilt bei uns nicht nur im Äußeren, sondern auch im Kopf.“

„Wir wollen Unterschiedlichkeit akzeptieren“, fügte Kathrin Maier, die Leiterin des Sachgebiets Familie und Soziales der Stadtverwaltung, hinzu. So würden Toleranz und Chancengleichheit in der Inklusions-Kita großgeschrieben, denn „jeder ist anders und möchte Teil des Ganzen sein“. Ihr besonderer Dank galt der Architektin Rita Obereisenbuchner und ihrem Mitarbeiter Florian Schöllhorn für „den Mut, neue Wege zu gehen“.

Die Architektin ihrerseits bedankte sich beim Stadtrat für „diesen ganz besonderen Auftrag“ und bei den am Bau beteiligten Firmen für „beste Handwerkerkunst“. Als Geschenk hatte sie einen 500-Euro-Gutschein für weitere handwerkliche Leistungen – zum Beispiel für den Bau eines Hasenstalles – mitgebracht. Ein originelles Präsent hatte auch Landschaftsarchitekt Heinz Kindhammer dabei, der einen Satz Ecolino-Fußball-Trikots für die Kinder und ein Schiedsrichtertrikot in Erwachsenengröße überreichte.

Zum Abschluss der Feier ließen die Gäste Luftballons mit guten Wünschen in den Himmel steigen, nachdem Kindergartenleiterin Helga Klöckner und ihr Team symbolisch einen Holunderstrauch gepflanzt hatten.

Zuvor segneten die evangelische Pfarrerin Christiane Murner und der Leiter der Neuapostolischen Kirche, Dr. Volker Stagge, sowie die Vertreter der türkisch-islamischen Gemeinde, Recep Bal und Imam Mustafa Aktepe, die Kita und alle „Bewohner“. Der katholische Stadtpfarrer Frank Faulhaber konnte nach Angaben der Stadtverwaltung aus gesundheitlichen Gründen an der Segnung nicht teilnehmen.


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