Aufgeflogen sind eine 24-Jährige und ein 51-Jähriger aus Karlsfeld, weil ein Beutestück dank eines Peilsenders geortet werden konnte.
(ty) Zwei mutmaßliche Serientäter sind in Karlsfeld (Kreis Dachau) ermittelt worden. Bei der Polizeiinspektion in Dachau war vor einigen Tagen eine Anzeige wegen eines geklauten Kinderwagens erstattet worden. Dem Bestohlenen aus Karlsfeld war es nach Angaben der Gesetzeshüter dank eines angebrachten Peilsenders möglich, das Diebesgut zu orten und Streifenbeamte zu der festgestellten Adresse in Karlsfeld zu lotsen. Dort sei der Kinderwagen-Standort durch ein akustisches Signal des Peilsenders eindeutig einem Keller-Abteil in einem Mehrfamilienhaus zugeordnet worden.
Ermittlungen ergaben laut Polizei dann, dass dieses Keller-Abteil an eine 24 Jahre alte Karlsfelderin untervermietet worden war. Die zuständige Staatsanwaltschaft München II habe einen Durchsuchungs-Beschluss für das Keller-Abteil erwirkt. Als dieser daraufhin vollzogen wurde, "fanden die Polizeibeamten eine Vielzahl von Kindersitzen, Kinderwagen und Zubehör". Aufgrund weiterer Hinweise habe sich der Verdacht erhärtet, "dass die Untermieterin und deren 51-jähriger Lebensgefährte diese Gegenstände entwendet hatten". Außerdem sollen die beiden auch Diebesgut weiterverkauft haben.
Bei einer Durchsuchung der gemeinsamen Wohnung der beiden sowie der zugehörigen Keller-Räume seien erneut viele Kinderwagen sowie Zubehör – wie Schlafsäcke, Babytragen und Babytaschen – entdeckt worden. Die Sachen seien beschlagnahmt worden. Zudem seien die Mobiltelefone der Beschuldigten sichergestellt worden. Von den Ermittlern konnten noch nicht alle Beutestücke zugeordnet werden. Etwaige Bestohlene, denen Kindersitze, Kinderwagen oder Ähnliches gestohlen worden ist, werden darum gebeten, sich unter der Rufnummer (0 81 31) 56 10 bei der Polizei-Dienststelle in Dachau zu melden.