Im Wittelsbacher-Saal des Klosters ging es bei der internen Veranstaltung für Schüler und Eltern um "Demokratie – Wert und Herausforderungen".
(ty) Ilse Aigner (CSU), die Präsidentin des bayerischen Landtags, hat die FOS und BOS im Kloster von Scheyern besucht sowie mit Schülern und interessierten Eltern im vollbesetzten Wittelsbacher-Saal über das Thema "Demokratie – Wert und Herausforderungen" gesprochen. Anschließend stellte sich die Politikerin den Fragen des Publikums. Zustande gekommen war diese schulische Veranstaltung auf Anregung des hiesigen Landtags-Abgeordneten Karl Straub (CSU) in seiner Funktion als Integrations-Beauftragter der bayerischen Staatsregierung.
Nach der Eröffnung durch Pater Lukas Wirth, Cellerar des Klosters, und Bärbel Ritthammer, stellvertretende Schul-Leiterin, ging Ilse Aigner anhand zahlreicher Beispiele intensiv auf die Gefahren ein, denen sich ein demokratisches Miteinander ausgesetzt sieht. Sie warnte dabei vor extremistischen Kräften, Populismus, Vertrauensverlust durch Unzufriedenheit, digitalen Desinformationen und gesellschaftlicher Polarisierung. Es sei eine zentrale Aufgabe, solchen Kräften entschlossen entgegenzutreten und demokratische Werte aktiv zu verteidigen, so die Landtags-Präsidentin.

Ministerial-Beauftragte Angela Hendschke-Lug (von links), Landtags-Präsidentin Ilse Aigner und stellvertretende Schul-Leiterin Bärbel Ritthammer.
Ihr eindringlicher Appell lautete: "Erliegen wir bitte nicht dieser Verführung, hinterfragen wir alles, wie wir das so sehen und ob es wirklich der Wahrheit entspricht – bleiben wir bitte auch offen für andere Meinungen und für die ganze Welt in ihrer ganzen Komplexität." In sozialen Medien und in mit künstlicher Intelligenz (KI) generierten Inhalten – wie etwa so genannten Deepfakes – sieht die CSU-Politikerin eine wachsende Gefahr für die demokratische Meinungsbildung, weil die Unterscheidung von Wahrheit und Fiktion immer schwieriger werde. "Es ist eben auch eine brandgefährliche Mixtur, die dort zustande kommt", befand sie.
Aigner forderte Respekt, Fairness und aktive politische Teilnahme – und setzte dabei auch große Hoffnung in die im Wittelsbacher-Saal versammelte Schülerschaft. Die jungen Leuten ergriffen dann auch gleich die Gelegenheit beim Schopfe und stellten im Anschluss an die Rede der Landtags-Präsidentin zahlreiche Fragen, die vor allem die persönlichen Ansichten der Politikerin zu den verschiedensten Bereichen der Politik betrafen.
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