Andreas Aichele (CSU) gibt sich vor Stichwahl gegen den amtierenden Landrat Albert Gürtner (FW) zuversichtlich und setzt auf Richtungs-Wechsel.
(ty) Ein guter Anfang ist gemacht, jetzt gilt es, nochmals alle Kräfte zu mobilisieren, um im Finale, wenn es wirklich zählt, ganz vorne zu sein. Mit diesem Motto geht Andreas Aichele (CSU) in die letzten Tage vor der Stichwahl um den Landrats-Posten im Kreis Pfaffenhofen. Im ersten Durchgang hatte sich der Polizei-Hauptkommissar aus Geisenfeld, wie berichtet, ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Albert Gürtner (FW) – immerhin der aktuelle Amtsinhaber – geliefert und war mit einem Abstand von 1,6 Prozent-Punkten nur knapp hinter diesem gelandet. Gürtner kam als Erstplatzierter des siebenköpfigen Bewerberfelds auf 34 Prozent der Stimmen, Aichele erhielt 32,4 Prozent. Dieser Zwischen-Erfolg und der Zuspruch, den er von vielen Leuten aus der Bevölkerung erfahre, mache ihn ausgesprochen zuversichtlich, sagt der Herausforderer im Gespräch mit unserer Zeitung.
Er spüre viel Rückenwind für sein Vorhaben, mit einer grundkonservativen Politik, wie er sie in seinem Wahlkampf verspricht, einen Richtungs-Wechsel im Landkreis Pfaffenhofen herbeiführen zu können, sagt Aichele. "Nur etwa ein Drittel zeigt sich zufrieden mit der Arbeit des jetzigen Landrats", analysiert der 50-Jährige das Wahl-Ergebnis vom vergangenen Sonntag und wertet allein das als Beleg dafür, dass sein Optimismus, seine Mission erfüllen zu können, nicht aus der Luft gegriffen ist. Außerdem sieht der CSU-Politiker mit Blick auf die Zusammensetzung des künftigen Kreistags-Gremiums, dass ganz klar konservativ gewählt worden sei. Mit ihm als Landrat könne man sich sicher sein, dass dieser Wähler-Wille auch umgesetzt werde, verspricht Aichele.
Mit der von Gürtner geschmiedeten "bunten Kreistags-Koalition" der vergangenen sechs Jahre – Freie Wähler, SPD, Grüne, ÖDP und "Bürgerliste" – sei dies jedenfalls nicht erfolgt, so der Christsoziale. Insofern sei die nun anstehende Stichwahl zwischen ihm und dem Amtsinhaber eine "richtungsweisende Entscheidung", unterstreicht Aichele. Was die Positionen zu konkreten kommunalpolitischen Themen angehe, seien diese im Wahlkampf schon hinreichend ausgetauscht worden, sagt er. Im Grundsatz steht der CSU-Kandidat nach eigenem Bekunden für "eine pragmatische und ideologiefreie Politik, die sich ausschließlich an den Bedürfnissen der Menschen orientiert".
Im Kern gehe es ihm darum, "die Standards zu erhalten, was unseren Wohlstand angeht", so Aichele. Zweitens werde er sich mit ganzer Kraft darauf konzentrieren, "die Sicherheit der Menschen gegenüber Störungen von innen und außen zu verteidigen".
Die Stichwahl findet am kommenden Sonntag statt. Mit hoher Präsenz und unvermindertem Einsatz will der 50-Jährige seinen Worten zufolge weiter für einen Wechsel kämpfen. Bei seinen Veranstaltungen, aber auch bei den Hausbesuchen, die er seit Wochen im gesamten Landkreis-Gebiet mache, habe er schon viel Anerkennung und Unterstützung für seinen Kurs erfahren, berichtet der CSU-Mann. Aussagen wie "Du bist jetzt so nah dran" machten ihm Mut.
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