Unglücks-Ursache unklar, Kripo ermittelt. Zirka 100.000 Euro Schaden. Löschwasser-Versorgung zunächst äußerst schwierig, B13 gesperrt.
(ty) Ein Feuer auf einem landwirtschaftlichen Anwesen im Gemeinde-Gebiet von Hohenkammer (Kreis Freising) hat am gestrigen Nachmittag gegen 16 Uhr zahlreiche Einsatzkräfte auf den Plan gerufen. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord berichtet, brach im Ortsteil Kleinkammerberg im ersten Stock eines Wohnhauses ein Brand aus. Eine Bewohnerin sei wegen des Verdachts auf Rauchgas-Intoxikation in ein Krankenhaus gebracht worden. Der entstandene Sachschaden wurde nach ersten Einschätzungen in einer Größenordnung von 100 000 Euro angesiedelt. Die Kripo habe die Ermittlungen zur Klärung der bislang nicht bekannten Unglücks-Ursache bereits übernommen; eine Brandort-Begehung sei für Anfang nächster Woche geplant.
Laut Polizeipräsidium Oberbayern-Nord war die Bundesstraße B13 auf Höhe der Ortschaft Pelka wegen des Einsatzes zeitweise gesperrt. Wie die Kreisbrandinspektion aus Freising erklärt, war der Großbrand auf dem Aussiedlerhof gegen 18 Uhr unter Kontrolle. Die anschließenden Nachlösch-Arbeiten gestalteten sich den Angaben zufolge aufgrund zahlreicher Glutnester im Dachstuhl- und Wohnbereich aufwändig. Zur Unterstützung sei die Drohnen-Gruppe des hiesigen Landkreises angefordert worden. Mit Hilfe einer Wärmebild-Kamera seien die verbliebenen Glutnester lokalisiert worden, um sie schließlich ablöschen zu können. Die Nachlösch-Maßnahmen seien gegen 19 Uhr abgeschlossen gewesen. Insgesamt waren nach Feuerwehr-Angaben rund 160 Floriansjünger mit 31 Fahrzeugen im Einsatz.

Beteiligt gewesen seien Feuerwehren aus dem Landkreis Freising (Schlipps, Hohenkammer, Hohenbercha, Allershausen, Lauterbach, Fahrenzhausen und Kranzberg), aus dem Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm (Reichertshausen, Pischelsdorf und Steinkirchen) sowie aus dem Landkreis Dachau (Petershausen). Ebenfalls angerückt seien mehrere Rettungswagen, ein Rettungsdienst-Einsatz-Leiter, ein Notarzt und Polizisten. Beim Eintreffen der Feuerwehr habe ein Teil des Dachstuhls bereits im Vollbrand gestanden. Die Löschwasser-Versorgung habe sich zunächst äußerst schwierig gestaltet; außerdem sei die abgelegene Einsatzstelle lediglich über eine schmale Zufahrtsstraße erreichbar gewesen.
"Somit konnte nur eine begrenzte Anzahl an Fahrzeugen, darunter die Drehleiter, direkt in den Innenhof einfahren", schildert die Kreisbrandinspektion. Aufgrund der fortgeschrittenen Brand-Ausbreitung und wegen der zunächst unzureichenden Löschwasser-Versorgung vor Ort sei die Alarmstufe auf "B4 – Brand Aussiedlerhof" erhöht worden. Infolgedessen seien weitere Feuerwehren aus den Landkreisen Freising, Pfaffenhofen und Dachau nachalarmiert und zum Bereitstellungsraum auf die B13 beordert worden. Zur Strukturierung des Einsatzes seien mehrere Abschnitte gebildet worden, darunter Brandbekämpfung, Atemschutz-Sammelstelle sowie Löschwasser-Versorgung.

Um ausreichend Wasser für die Löscharbeiten zur Verfügung zu stellen, seien mehrere Hunderte Meter lange Schlauch-Leitungen aufgebaut worden. "Zusätzlich unterstützten örtliche Landwirte die Feuerwehr tatkräftig, indem sie mit Gülle-Fässern Löschwasser zur Einsatzstelle transportierten", berichten die Floriansjünger. "Ergänzend dazu wurde ein Pendelverkehr mit wasserführenden Fahrzeugen eingerichtet." Nachdem eine stabile Löschwasser-Versorgung sichergestellt gewesen sei, habe das Feuer über die Drehleiter mittels Wenderohr sowie durch mehrere Strahlrohre effektiv bekämpft werden können.





