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Neue Bodenrichtwert-Liste zeigt das tatsächliche Kaufverhalten in den vergangenen beiden Jahren. Daten auch für land- und forstwirtschaftliche Flächen.

(ty) Der Gutachter-Ausschuss für Grundstückswerte im Kreis Pfaffenhofen hat in seiner jüngsten Sitzung die neue Bodenrichtwert-Liste zum Stichtag 1. Januar 2026 beschlossen. Das wurde aus dem Landratsamt bekannt gegeben. Die Bodenrichtwerte werden den Angaben zufolge gemäß Baugesetzbuch (BauGB) im zweijährigen Turnus jeweils zu Jahresbeginn gerader Jahre aktualisiert. Der zuständige Ausschuss setze sich aus fach-, sach- und ortskundigen Mitgliedern verschiedener Institutionen zusammen.

Zu dem Gremium gehören einer aktuellen Mitteilung der Kreis-Behörde zufolge Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamtes, des Finanzamts, der Vermessungs-Verwaltung, der Sparkasse, des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF), des bayerischen Bauernverbands (BBV) sowie öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige. Grundlage der Wertermittlung sei die in der Geschäftsstelle des Gutachter-Ausschusses geführte Kaufpreis-Sammlung.

Die Sammlung bilde das tatsächliche Marktgeschehen der vergangenen zwei Jahre ab und stelle keine Prognose dar. Bodenrichtwerte seien durchschnittliche Lagewerte je Quadratmeter unbebauter Grundstücks-Flächen mit im Wesentlichen gleichen Nutzungs- und Wertverhältnissen. "Sie beziehen sich auf erschließungsbeitragsfreies, baureifes Land sowie auf land- und forstwirtschaftliche Grundstücke", erklärt das Landratsamt.

Für einzelne Ortsbereiche werden nach Behörden-Angaben zudem differenzierte Richtwerte ausgewiesen. In den Städten Pfaffenhofen, Geisenfeld und Vohburg sowie in den Märkten Hohenwart, Manching, Reichertshofen und Wolnzach seien die bestehenden Zonen-Karten weiter verfeinert worden. "Grundsätzlich hat sich der Immobilienmarkt für Wohnbau-Flächen beruhigt", fasst Gunther-F.-L. Hasse, der Vorsitzende des Gutachter-Ausschusses zusammen. "In den einzelnen Gemeinden und Ortsteilen fällt die Entwicklung der Bodenrichtwerte jedoch unterschiedlich aus."

Bei Bodenrichtwerten für baureifes Wohnbauland ist laut Landratsamt mehrheitlich ein Rückgang zu verzeichnen, wohingegen die Werte für gemischte Bauflächen tendenziell unverändert blieben – "teilweise sind auch hier Preissenkungen zu registrieren". Hasse weiter: "Die Bodenrichtwerte für baureife gewerbliche Flächen sind auch in diesem Jahr mehrheitlich gestiegen. Bei den landwirtschaftlichen Flächen sind unterschiedliche Anstiege sowie leichte Rückgänge zu verzeichnen."

Die neue Bodenrichtwert-Liste in gedruckter und gebundener Form mit einem anschaulichen und farbigen Kartenwerk kann laut Landratsamt für 150 Euro bei der Geschäftsstelle des Gutachter-Ausschusses erworben werden. Erreichbar ist diese telefonisch unter der Rufnummer (0 84 41) 27 17 7 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Darüber hinaus bestehe die Möglichkeit, einzelne Bodenrichtwerte kostenfrei im "Bayern-Atlas" (https://atlas.bayern.de) einzusehen. Hierbei könne man einfach links oben "Themen" auswählen, unter "Planen und Bauen" dann "Bodenrichtwerte" aktivieren sowie in die gewünschte Gemeinde zoomen. Bei Anklicken der jeweiligen Zone könnten weitere Zusatz-Informationen eingesehen werden. "Wenn eine schriftliche amtliche Bodenrichtwert-Auskunft benötigt wird, ist diese weiterhin kostenpflichtig", so das Landratsamt.

Die Mitglieder des Gutachter-Ausschusses um den Vorsitzenden Gunther-F.-L. Hasse (links). Foto: Rottler


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