Kurznachrichten, Termine und Notizen für den Landkreis Pfaffenhofen und Umgebung
Markus Ertl geht in "Fußball-Rente"
(ty) Rund drei Jahrzehnte ist Markus Ertl eine feste Größe in der Fußball-Szene des südlichen Landkreises Pfaffenhofen gewesen. Zunächst war der gebürtige Münchner als Spieler beim ST Scheyern, TSV Reichertshausen und letztlich beim BC Uttenhofen (BCU) aktiv, mit dem er im Jahr 1999 in die Kreisklasse aufstieg. Seine Trainer-Laufbahn startete Ertl parallel im Junioren-Bereich beim MTV Pfaffenhofen, weiter zählte er zu den Gründern und Vorstands-Mitgliedern der früheren JFG Pfaffenhofen-Land.
Im Jahr 2015 kehrte der Fußball-Fanatiker als Herren-Trainer zum Ball-Club Uttenhofen zurück, und in der Spielzeit 2016/17 holte er mit den Rot-Schwarzen den Meister-Titel in der A-Klasse und den Aufstieg in die Kreisklasse – nach vorher 41 titellosen Jahren beim BCU. Der großartige Erfolg kostete den langjährigen Bartträger sodann seinen Schnauzer, auf den er bis heute verzichtet.
Der Stratege und Taktikfuchs trat daraufhin weitere Trainer-Stationen beim MTV Pfaffenhofen, FC Geroldshausen und TSV Reichertshausen an, bevor er in der Saison 2022/23 erneut den BC Uttenhofen übernahm und über die Relegation ein zweites Mal in die Kreisklasse führte. Nach vier Jahren und dem Klassenerhalt in der Kreisklasse verlässt Markus Ertl nun die Trainerbank des BCU und geht in "Fußball-Rente" – nicht ohne eine gehörige Bierdusche und "Fußballgott"-Sprech-Chören seiner Mannschaft.
Bundeswehr-Übungen im Landkreis
(ty) Zur Erinnerung: Die Bundeswehr führt derzeit immer wieder Truppen-Übungen im Kreis Pfaffenhofen durch. Ein weiteres Manöver findet laut Landratsamt seit dem heutigen Montag, 8. Juni, und bis Donnerstag, 11. Juni, statt. "Betroffen ist hier nahezu der gesamte Landkreis Pfaffenhofen", heißt es aus der Kreis-Behörde. "Es sind bis zu 60 Soldaten und 16 Fahrzeuge daran beteiligt." Die Bevölkerung werde darum gebeten, sich von den übenden Truppen fernzuhalten, "um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten".
Außerdem gebe es Bundeswehr-Übungen im Zeitraum von 15. Juni bis 25. Juni. Betroffen davon seien die Gemeinden Münchsmünster, Vohburg, Geisenfeld, Ernsgaden, Baar-Ebenhausen, Reichertshofen, Manching, Rohrbach und Wolnzach. "Durch die Verwendung von Manövermunition kann es zu Knall-Geräuschen und Lichtblitzen kommen", erklärt das Landratsamt und stellt klar: "Geübt wird auch in den Nachstunden."
Gratis-Vortrag in Manching
(ty) Für Mittwoch, 24. Juni, laden das Kelten-Römer-Museum von Manching und der hiesige keltisch-römische Freundeskreis zur nächsten kostenfreien Veranstaltung in der beliebten Reihe "Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte" ein. Zu Gast ist diesmal Professor Achim Lichtenberger von der Universität in Münster. Er referiert ab 18 Uhr im Museum zum Thema "Artaxata in Armenien – Eine hellenistische Residenzstadt am Fuße des Ararat". Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Dauer-Ausstellung des Museums ist an diesem Tag bis zum Beginn des Vortrags geöffnet.
Vor der imposanten Kulisse des Berges Ararat erstrecken sich die Ruinen von Artaxata, der Hauptstadt des antiken Armenien, die König Artaxias I. um 180 vor Christus gründete. Dabei soll er von dem berühmten Karthager Hannibal beraten worden sein, der Artaxias angeblich auf die günstige Lage und die reichen Ressourcen hinwies. Artaxata florierte in den folgenden Jahrhunderten, auch wenn es immer wieder zu Konflikten und Zerstörungen kam. Der endgültige Niedergang setzte erst ein, als die Stadt 369 nach Christus von den persischen Sassaniden verwüstet wurde. Seit 2018 erforscht ein Kooperations-Projekt der armenischen Akademie der Wissenschaften und der Universität von Münster die hellenistische Metropole und richtet den Fokus dabei vorrangig auf die Unterstadt.

Ansicht der Oberstadt von Artaxata vor der Bergkulisse des Ararat.
Aus Luftbildern, geophysikalischen Untersuchungen und archäologischen Ausgrabungen ergeben sich neue Erkenntnisse, die Achim Lichtenberger in seinem Vortrag näher vorstellen wird. Gerade Hügel 13 im Nordosten von Artaxata erbrachte interessante Befunde zur Stadtentwicklung: Noch in der Gründungsphase im zweiten Jahrhundert vor Christus entstand dort ein Heiligtum mit reich dekoriertem Zentralraum. Nach seiner Zerstörung im ersten Jahrhundert vor Christus hat man den Tempel nicht wieder aufgebaut, sondern planmäßig durch Wohngebäude ersetzt. Diese Häuser haben dann wohl römische Truppen um 58 nach Christus zerstört, das Gebiet wurde fortan als Nekropole genutzt.
Weitere Entdeckungen in Artaxata umfassen Spuren einer urartäischen Vorgängersiedlung aus der Zeit um 800 vor Christus, darunter eine Halle mit Toranlage, eine Stadtmauer und dichte Wohnbebauung. Aus der kurzen Zeit römischer Provinzialherrschaft von 114 bis 117 nach Christus stammen die Fundamente eines Bogen-Aquädukts, der allerdings nie vollendet wurde. Schließlich wird seit dem Jahr 2023 ein Monumentalbau mit achteckigem Grundriss und kreuzförmig angeordneten Nebenräumen untersucht. Er gehört in das frühe vierte Jahrhundert nach Christus und dürfte als bislang älteste christliche Kirche Armeniens zu deuten sein. (Foto: Armenisch-Deutsches Artaxata-Projekt)
Erfahrungs-Austausch zu Demenz
(ty) Die Alzheimer-Gesellschaft im Landkreis Pfaffenhofen (Selbsthilfe Demenz) lädt für kommenden Donnerstag, 11. Juni, wieder zu einem Erfahrungs-Austausch in der Gruppe ein. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr und dauert bis 20 Uhr; sie findet an der Türltorstraße 16-20 (erster Stock) in Pfaffenhofen statt. Eingeladen seien alle Zu- und Angehörigen von Menschen mit Demenz, vorwiegend Töchter und Söhne, heißt es in der Ankündigung: "Im Sinne der Selbsthilfe erfahren diese Unterstützung und Entlastung." Eine Anmeldung sei nicht erforderlich, wird betont. Und außerdem wird unterstrichen: "Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenfrei."
Wanderung zu Orchideen
(ty) Das Auen-Zentrum Neuburg-Ingolstadt und die Untere Naturschutz-Behörde des Kreises Neuburg-Schrobenhausen bieten am Sonntag, 21. Juni, von 14 Uhr bis 16 Uhr eine Wanderung durch die Donau-Auen und zu Standorten heimischer Orchideen an. Treffpunkt ist am Bahnhof in Weichering. Erforderlich für diese zirka fünf Kilometer lange Tour sind laut Landratsamt feste Schuhe und dem Wetter angepasste Kleidung. Die Veranstaltung sei für Familien geeignet. Die Gebühr für Erwachsene betrage je zehn Euro, Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren seien kostenlos dabei.
"Auf der Wanderung mit Naturschutzwächter Horst Schwark in die Donauwälder entdecken wir: Auen sind nicht nur gewässerreiche Lebensräume, sondern besitzen eine Vielfalt, sie sind trocken und feucht, schattig und sonnig, dicht und offen", heißt es in der Ankündigung. "Deutlich können wir das auf den blüten- und orchideenreichen Brennen erleben." Anmeldungen nimmt das Landratsamt bis 19. Juni telefonisch unter der Rufnummer (0 84 31) 57 - 39 0 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.
Neue Polizeiinspektion in Dachau
(ty) Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat heute beim Festakt zur Einweihung des Neubaus der Polizeiinspektion von Dachau betont: "Hier finden die Kolleginnen und Kollegen künftig hervorragende Bedingungen vor, um ihre verantwortungsvolle und oft herausfordernde Arbeit bestmöglich leisten zu können." Mit einer Gesamt-Bausumme von rund 18,2 Millionen Euro sei hier ein modernes Polizei-Gebäude entstanden, das Sicherheit, Funktionalität und zeitgemäße Arbeits-Bedingungen auf höchstem Niveau vereine. Das sei "ein starkes Zeichen der Wertschätzung für die tägliche Arbeit unserer Polizei".
Die neue Polizeiinspektion erstreckt sich nach offiziellen Angaben dreigeschossig mit einer Nutzungsfläche von fast 2000 Quadratmetern über eine Länge von etwa 65 Meter. Eine Schallschutzwand schütze das angrenzende Wohngebiet vor Lärm. "Besonders freut mich, dass das neue Gebäude auch in Sachen Energie-Effizienz vorbildlich ist", erklärt Herrmann. So erzeuge eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach Strom und die Stahlbeton-Decken würden mittels Wärmepumpe beheizt beziehungsweise gekühlt. "Das ist ein wichtiger baulicher Beitrag für den Klimaschutz", so der Minister.
Das alte Dienstgebäude an der Dr.-Höfler-Straße war laut Innenministerium stark sanierungsbedürftig und der Gebäude- und Raumzuschnitt entsprach nicht mehr den Anforderungen an ein modernes und zweckmäßiges Polizei-Dienstgebäude. "Zudem hätte es aufgrund des gestiegenen Personalstands erweitert werden müssen." Als Abhilfe sei nun ein Neubau auf dem Gelände der bayerischen Bereitschaftspolizei errichtet worden. "Durch den Neubau kann das bisherige Grundstück der Stadi-Bau-GmbH für den Bau von Staatsbediensteten-Wohnungen überlassen werden. Damit nutzen wir die Chance das bisherige Grundstück sinnvoll weiterzuverwenden und leisten einen konkreten Beitrag zur Entlastung des angespannten Wohnungsmarkts im Großraum München", erklärte Herrmann.





