Kommandant Christoph Kaindl bei der Hebauf-Feier: "Jeder Cent, der hier verbaut ist, ist eine Investition in den Schutz der Bürgerinnen und Bürger."
(ty) Mit dem traditionellen "Hebauf" haben die Floriansjünger im Pfaffenhofener Ortsteil Uttenhofen einen Meilenstein bei der Generalsanierung ihrer Feuerwache gefeiert. Gekommen waren dazu neben Bürgermeister Thomas Herker (SPD) und Mitgliedern des Stadtrats auch Vertreter der Stadtverwaltung und der beteiligen Firmen. Das Ratsgremium hatte diese Baumaßnahme im vergangenen Dezember beschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich laut Mitteilung aus dem Rathaus auf rund 1,6 Millionen Euro. Die Stadt profitiere von der neuen Feuerwehr-Zuwendungs-Richtlinie: Statt der ursprünglich erwarteten Förderung von 60 000 Euro seien Zuschüsse in Höhe von etwa 235 000 Euro zugesagt.
Gemeinde-Oberhaupt Herker begrüßte die Gäste, anschließend richtete der Erste Kommandant der Feuerwehr von Uttenhofen, Christoph Kaindl, das Wort an die Anwesenden. "Jeder Cent, der hier verbaut ist, ist eine Investition in den Schutz der Bürgerinnen und Bürger", unterstrich er. Kaindl dankte dem Bürgermeister, dem Stadtrat, den Architekten und Planern für ihre Offenheit gegenüber den Anregungen aus der Praxis sowie den Handwerkern für die Umsetzung des Projekts. Für Begeisterung sorgte der traditionelle Süßigkeiten-Regen vom Dach des Neubaus, über den sich die Buben und Mädchen von der Kita "Am Apfebaam" aus Affalterbach freuten. "Die Baumaßnahme bei der Feuerwehr Uttenhofen geht weit über eine reine Erweiterung hinaus", erklärt die Stadtverwaltung.
Das Bestands-Gebäude aus den 1980er-Jahren werde umfassend kernsaniert und energetisch ertüchtigt. Dabei werden den Angaben zufolge unter anderem die gesamte Heizungs-, Lüftungs- und Sanitär-Technik sowie die elektrische und informations-technische Infrastruktur vollständig erneuert. "Neue Fenster mit Dreifach-Verglasung und eine Wärmedämmung verbessern die Energie-Effizienz des Gebäudes nachhaltig", heißt es weiter. Ergänzt werde die Sanierung durch den Anbau einer neuen Fahrzeughalle der Kategorie 1, die den Anforderungen moderner Feuerwehr-Fahrzeuge entspreche. Mit dem Umbau werde das Feuerwehrhaus zudem funktional an die heutigen Anforderungen angepasst. Die ehemaligen Räume des BC Uttenhofen im Untergeschoss werden laut Stadtverwaltung künftig von der Feuerwehr genutzt und zu Büro-, Sanitär- und Dusch-Räumen umgebaut.

Bürgermeister Thomas Herker (links) und Kommandant Christoph Kaindl begrüßten die Gäste.
Eine neue innenliegende Treppe verbinde künftig alle drei Geschosse. Die bisherige Fahrzeughalle werde zur Umkleide umgestaltet und biete ausreichend Platz für die Spinde der rund 60 aktiven Mitglieder. Dadurch könne die gesetzlich geforderte Trennung von Einsatz- und Alltags-Kleidung ("Schwarz-Weiß-Trennung") umgesetzt werden. Außerdem werde der Schulungs- und Aufenthalts-Raum erweitert, um den Anforderungen des Katastrophenschutzes besser gerecht zu werden. Im Katastrophenfall diene das Feuerwehrhaus als zentrale Anlaufstelle ("Katastrophenschutz-Leuchtturm") für die Bevölkerung, an der Informationen und grundlegende Hilfs- und Versorgungs-Angebote bereitgestellt werden können.
Eine besondere Herausforderung während der gesamten Bauzeit bestehe darin, die Einsatz-Bereitschaft der Feuerwehr uneingeschränkt aufrechtzuerhalten. Die zwischenzeitlich gestiegenen Baukosten sind laut Mitteilung aus dem Rathaus auf zusätzliche bauliche Maßnahmen zurückzuführen, deren Notwendigkeit sich erst nach der Entkernung des Gebäudes gezeigt hatte. "So wurden unter anderem fehlende Dämmungen unter beheizten Estrich-Flächen festgestellt, größere als ursprünglich absehbare Eingriffe in die bestehende Bausubstanz erforderlich und ein erhöhter Aufwand beim Innenputz notwendig." Diese Arbeiten seien für eine fachgerechte und dauerhaft nachhaltige Sanierung unvermeidbar.
Die Bauarbeiten in Uttenhofen begannen im April, die Fertigstellung ist laut heutiger Meldung bis Ende des Jahres geplant. Die Freiwillige Feuerwehr Uttenhofen, Affalterbach, Gundamsried und Walkersbach ist eine von vier Feuerwehren im Stadtgebiet von Pfaffenhofen. Ihr Einsatz-Gebiet umfasst das nordöstliche Stadtgebiet mit den namensgebenden Ortsteilen sowie Abschnitte der Bundesstraße B13 und der Bahnstrecke München-Ingolstadt.





