Laut MdB Moser (CSU) bekräftigte die DB, dass der Zwei-Stunden-Takt nicht weiter ausgedünnt wird. Zudem soll es eine offizielle Aufarbeitung geben.
(ty) "Nach jüngsten Vorfällen" hat die Bahn laut aktueller Mitteilung des Bundestags-Abgeordneten Christian Moser (CSU) aus Pfaffenhofen klargestellt: Es gebe keine weitere Aufweichung des Zwei-Stunden-Takts am Bahn-Halt im Reichertshausener Ortsteil Paindorf. Der Erste Bürgermeister der Gemeinde, Benjamin Bertram-Pfister (SPD), der sich schon seit längerer Zeit im Rahmen der Fahrplan-Umstellung für den Erhalt des Stunden-Takts in Paindorf einsetze und diesen Bahn-Halt attraktiv für die Bürgerinnen und Bürger erhalten wolle, habe sich in großer Sorge an Moser gewendet.
"Für mich hat oberste Priorität, dass unsere Pendler, die auf die Bahnstrecke München-Nürnberg mit Halt in Paindorf angewiesen sind, sich auf einen attraktiven ÖPNV verlassen können", erklärt der Rathaus-Chef in einer Presse-Mitteilung, die gemeinsam von der Gemeinde Reichertshausen und dem Bundestags-Abgeordneten Moser herausgegeben wurde.
"Durch Bürger-Hinweise habe ich besorgt den Übergang vom Stunden- zum Zwei-Stunden-Takt festgestellt und bin hellhörig geworden", so Bertram-Pfister. "Es galt nun dringend, ein Sterben auf Raten des Bahn-Halts zu verhindern. Daher habe ich mich an Christian Moser gewandt und angemahnt, die Pläne der Bahn prüfen zu lassen."
Nach einem persönlichen Gespräch mit der Referentin des Konzern-Bevollmächtigten der Deutschen Bahn (DB) für den Freistaat Bayern konnte Moser nach eigenem Bekunden wichtige Klarheit für die Zukunft des Bahn-Halts schaffen. "Die Deutsche Bahn hat unmissverständlich bekräftigt, dass der bestehende Zwei-Stunden-Takt nicht weiter ausgedünnt wird", heißt es weiter. "Gleichzeitig werden die jüngsten Vorfälle, bei denen Züge trotz planmäßigen Halts in Paindorf einfach durchgefahren sind, nun offiziell aufgearbeitet."
Moser stellt klar: "So kann es nicht weitergehen. Wenn ein Zug im Fahrplan steht, dann muss er auch halten." Weiter erklärt er: "Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich auf den öffentlichen Nahverkehr verlassen können. Ich habe die Beschwerden aus der Region mit Nachdruck bei der Deutschen Bahn angesprochen und freue mich, dass die Vorfälle jetzt umfassend untersucht werden."
Die zuständige Referentin des Konzern-Bevollmächtigten versprach den Angaben zufolge, sämtliche gemeldeten Fälle ausgefallener Halte aufzuklären. Zugleich habe das Büro klargestellt, dass eine weitere Reduzierung des Angebots oder gar eine schrittweise Aufgabe des Bahnhalts Paindorf nicht zur Debatte stehe. Der bestehende Zwei-Stunden-Takt bleibe bestehen. Neben den ausgefallenen Zughalten habe Moser weitere ihm zugetragene Missstände angesprochen.
So sei der Fahrkarten-Automat am Bahnhof seit längerer Zeit außer Betrieb. "Zudem berichten Fahrgäste immer wieder, dass selbst im bestehenden Zwei-Stunden-Takt einzelne Züge den Bahnhof nicht anfahren, obwohl dort ein planmäßiger Halt vorgesehen ist", heißt es weiter. "Für Betroffene bedeutet dies oftmals, dass sie erst bis Pfaffenhofen weiterfahren und anschließend wieder zurückfahren müssen – verbunden mit erheblichen Zeitverlusten und großem Ärger."
"Die Menschen erwarten zu Recht einen funktionierenden Bahnhof. Dazu gehören zuverlässige Zughalte genauso wie ein funktionierender Fahrkarten-Automat. Diese Probleme dürfen nicht zum Dauer-Zustand werden", so der CSU-Abgeordnete.
Er verspricht: "Ich werde die weitere Entwicklung eng begleiten und bei der Deutschen Bahn konsequent nachfassen, bis spürbare Verbesserungen erreicht sind." Zugleich versichert Moser, "den Austausch mit der Deutschen Bahn fortzusetzen und die Bürgerinnen und Bürger über die Ergebnisse der angekündigten Aufklärung sowie weitere Entwicklungen regelmäßig zu informieren".





