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Matthias Neuburger und sein Team lassen sich bei ihrem Internationalen Tanzfestival nicht in ein Korsett zwängen 

(ty) Zum vierten Mal findet dieses Jahr das internationale Tanzfestival in Ingolstadt statt. Eine Veranstaltungsreihe die ihren Ursprung im Jahr 2009 hat, als die zwei professionellen Tänzer und Choreographen David Williams und Yahsmine Maçaira ihren Weg nach Ingolstadt fanden. Zuerst veranstalteten sie ungefähr zehn Mal im Jahr Tanzabende „Dance Shortcuts“ im Stadttheater. Doch als der Intendant des Theaters wechselte, konnten sie nicht mehr weitergeführt werden. Doch hatten die beiden gezeigt, dass es in Ingolstadt durchaus Interesse am zeitgenössischem Tanz gab. Weswegen sich 2011 das „Kultur Werk“ mit Matthias Neuburger einschaltete und das „Internationale Tanzfestival“ ins Leben rief.

„Das besondere an diesem Festival ist, dass wir uns mit dem Programm in kein Korsett zwingen lassen. Es gibt einfach keine Blaupause“, sagt Neuburger und meint damit, dass es keine feste Programmstruktur nach dem Motto „Wir haben jedes Jahr einen Tangoabend" gibt. Man warte einfach ab, was einem im Laufe des Jahres „über den Weg läuft“. Am Anfang habe man dies noch aus der Not heraus getan, inzwischen ist es aber Absicht und das Alleinstellungsmerkmal der Veranstaltungsreihe. „Unser Festival ist damit mit keinem anderen deutschen Tanzfestival zu vergleichen.“ Die Veranstaltungen liefen vom ersten Jahr an so gut, weswegen hat man die Methoden so beibehalten habe.

Bei der Programmauswahl komme es nicht nur darauf an, was in Ingolstadt gerade gut ankommt. Die Darbietungen sollen die Zuschauer nicht nur unterhalten, sondern auch mal fordern und wenn nötig vielleicht sogar verstören. Eine inhaltliche Klammer zu spannen ist schwer. „Dieses Jahr kann man wahrscheinlich sagen, dass wir sehr ,pure´ Veranstaltungen haben. Heißt: wir mischen die Stile sehr wenig, haben einen Abend nur für den zeitgenössischen Tanz, einen nur für Flamenco."

Dieses Jahr gibt es auf dem Tanzfestival in Ingolstadt sogar noch ein Alleinstellungsmerkmal: Der letzte Abend mit dem Titel „Besondere Menschen“, bei dem Behinderte und sogar Schwerstbehinderte im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen. „Dieser Abend mit besonderen Menschenist ebenfalls einzigartig“, sagt Neuburger. 

Das Festival findet vom 2. bis 10. Oktober statt.


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