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Bauer AG steigert nach neun Monaten Gesamtkonzernleistung und operatives Ergebnis – Doch das Nachsteuerergebnis dürfte am unteren Ende der prognostizierten Spanne liegen 

(ty) In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte die Bauer Aktiengesellschaft ihre Gesamtkonzernleistung um 5,4 Prozent von 1 103,9 Millionen Euro auf 1 163,2 Millionen Euro steigern. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich im gleichen Zeitraum deutlich von 12,6 Millionen Euro auf 38,3 Millionen Euro. Das Periodenergebnis war mit minus fünf Millionen Euro (Vorjahr:  minus 21,4 Millionen Euro) aufgrund von Sondereffekten und Störungen im negativen Bereich. Dazu zählen unter anderem Probleme bei einem Dammprojekt in den USA, das zu Verlusten führte und einen deutlich höheren Ertragsteueraufwand verursachte.

Da das Nachsteuerergebnis auch im Vorjahr durch Sondereinflüsse geprägt war, ist der Vergleich nicht aussagekräftig. Der Auftragsbestand lag mit 780,8 Millionen Euro (Vorjahr: 836,7 Millionen Euro) auf einem guten Niveau und wird in den kommenden Monaten für eine vernünftige Auslastung sorgen. Mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources setzt die Bauer Gruppe auf ein breit diversifiziertes Geschäftsmodell und ein internationales Netzwerk.

Im Segment Bau ging die Gesamtkonzernleistung leicht um 1,7 Prozent auf 533,3 Millionen Euro zurück. Grund dafür sind etliche Großprojekte, die im zweiten und dritten Quartal des Vorjahres abgearbeitet worden waren. Dies spiegelt sich auch im Auftragsbestand wider, der um 6,4 Prozent auf 465,9 Millionen Euro (Vorjahr: 497,7 Millionen Euro) zurückging. Das operative Ergebnis verbesserte sich um 2,3 Mio. Euro auf 20,3 Millionen Euro. Das Periodenergebnis betrug 2,4 Millionen Euro (Vorjahr: 4,0 Millionen Euro).

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen stieg um 11,4 Prozent auf 507,5 Millionen Euro. In den ersten neun Monaten konnten eine Reihe komplexer Maschinen ausgeliefert werden, was zu einer Verbesserung der Marge führte: Das operative Ergebnis erhöhte sich von 13,3 Millionen Euro auf 25,9 Millionen Euro und das Periodenergebnis von  minus 3,4 Millionen Euro auf 4,3 Millionen Euro. Der Auftragsbestand ist mit 142,7 Millionen Euro gegenüber 162,1 Millionen Euro im Vorjahr leicht zurückgegangen. Das Geschäft mit Spezialtiefbaugeräten bleibt weiterhin geprägt von einem starken Wettbewerb und kurzfristigen Bestellungen, bei denen eine umgehende Lieferung erwartet wird.

Das Segment Resources verzeichnete einen Anstieg der Gesamtkonzernleistung um 9,6 Prozent auf 160,6 Millionen Euro. Dieses Wachstum ist im Wesentlichen getrieben vom Geschäft mit Brunnenausbaumaterialien und Umwelttechnik. Der Bereich Exploration & Mining blieb hinter den Erwartungen zurück. Speziell die Auftragslage in Afrika leidet unter den sehr schwachen Miningmärkten. Das operative Ergebnis betrug  minus 5,7 Millionen Euro (Vorjahr:  minus 19,7 Millionen Euro) und das Periodenergebnis  minus 11,0 Millionen Euro (Vorjahr:  minus 23,9 Millionen Euro). Mit 172,2 Millionen Euro (Vorjahr: 176,9 Millionen Euro) weist das Segment einen guten Auftragsbestand aus.

Die Bauwirtschaft lässt grundsätzlich einen positiven Ausblick zu, denn weltweit besteht erheblicher Nachholbedarf an Infrastruktur und Gebäuden. "Trotz der zahlreichen Störungen in vielen Märkten, wie Russland, der Ukraine oder dem Irak, finden wir in anderen Ländern und Regionen ganz gut einen Ausgleich", so Thomas Bauer, der Vorstandsvorsitzende der Bauer Aktiengesellschaft, „positiv entwickeln sich auch die neuen Produkte und Leistungen." Der Konzern konnte eine seiner derzeit größten Tiefbohranlagen verkaufen und es zeichnen sich gute Chancen für weitere Verkäufe ab. Gefragt ist auch das Know-how im Umweltbereich.

Für das Geschäftsjahr 2014 konkretisiert die Bauer die Prognose. Der Konzern geht unverändert davon aus, im laufenden Geschäftsjahr eine Gesamtkonzernleistung von etwa 1,55 Milliarden Euro und ein operatives Ergebnis von etwa 75 Millionen Euro erzielen zu können. Das Nachsteuerergebnis dürfte am unteren Ende der prognostizierten Spanne von 15 bis 20 Millionen Euro liegen. Aufgrund der beschriebenen Probleme wird die Prognose nur durch einen nichtoperativen Sondergewinn erzielt werden können.

 


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