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Schrobenhausener Konzern korrigiert die Jahresprognose und begründet das mit Einmaleffekten: Schwierigkeiten in Jordanien, Verzögerung bei großen Bauprojekten, schwächeres Maschinen-Geschäft

(ty) Der in Schrobenhausen ansässige Bau- und Maschinenbau-Konzern Bauer AG erwartet für das laufende Geschäftsjahr einen Nettoverlust in Höhe von etwa 20 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen gestern mit. Begründet wird die Korrektur der für dieses Jahr gegebenen Prognose auf ein negatives Ergebnis mit so genannten Einmaleffekten.

Der Konzern reagiert auf diesen Verlustausweis nach eigenen Angaben mit einem Kostensenkungs-Programm, „das auch die Aufgabe einiger kleinerer, wirtschaftlich schwieriger Geschäfte beinhaltet“. In Verbindung mit dem weiterhin um rund acht Prozent über dem Vorjahr liegenden hohen Auftragsbestand geht die Bauer-Gruppe davon aus, im nächsten Jahr wieder an die Entwicklung des Geschäftsjahrs 2012 anknüpfen zu können.

Da es sich bei den negativen Einflüssen auf das Ergebnis um einmalige Sondereffekte handle, werde daraus kein Einfluss auf die Ertragskraft der Zukunft abgeleitet, wie das Unternehmen erklärt. Als Einmaleffekt bezeichnet man einen Vorgang oder Vorfall, der eine positive oder negative Auswirkung auf das Ergebnis hat – wobei die Auswirkung aber keinen dauerhaften, sondern eben lediglich einmaligen Charakter hat.

In der Bauer-AG-Hauptverwaltung in Schreobenhausen wurde die erwartete Jahresprognose auf einen Verlust von 20 Millionen Euro nach unten korrigiert.

Nach Abschluss eines umfangreichen Brunnenbauprojekts in Jordanien musste „aufgrund der komplexen Projektbedingungen, die bei den beteiligten Bauunternehmen zu erheblichen Kostenerhöhungen geführt haben und auch wegen der schwierigen finanziellen Lage des Landes Jordanien noch nicht gütlich geregelt werden konnten, eine Reduzierung des ursprünglich erwarteten Ergebnisses aus dem Projekt um etwa 20 Millionen Euro vorgenommen werden“, teilt die Bauer AG mit.

Weitere Belastungen resultieren den Angaben zufolge aus Verzögerungen bei großen Bauprojekten. Zudem leide das Maschinen-Geschäft weiterhin unter den im Vergleich zum Vorjahr margenschwächeren Geschäften. „Die weiterhin in vielen Bereichen der Welt bestehenden Wirtschaftsprobleme ermöglichen hier noch keinen gleichmäßigen Auftragseingang.“ Der Periodenverlust des Konzerns zum 30. September lag bei über 20 Millionen Euro, wie mitgeteilt wird.

Die Bauer-Gruppe erwartet nun nach eigener Darstellung für das laufende Geschäftsjahr durch die genannten Einmaleffekte einen Nettoverlust von etwa 20 Millionen Euro. Die Prognose für die Gesamtkonzernleistung von etwa 1,5 Milliarden Euro bleibe unverändert. Die endgültigen Zahlen zu den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahrs werden am 14. November veröffentlicht.

Die Bauer-Gruppe mit Sitz in Schrobenhausen ist ein international tätiger Bau- und Maschinenbau-Konzern. Unter der börsennotierten Holding Bauer AG agieren rund 110 Tochterfirmen in den Bereichen Bau, Maschinen und Resources.

Bauer ist führend in der Herstellung komplexer Baugruben, Gründungen und vertikaler Abdichtungen sowie in der Entwicklung und Fertigung geeigneter Maschinen für diesen Markt. Darüber hinaus ist der Konzern im Bereich Exploration, Förderung und Sicherung wertvoller Ressourcen tätig. Die Unternehmen der Bauer-Gruppe verzeichneten im vergangenen Jahr mit etwa 10 300 Mitarbeitern in rund 70 Ländern eine Gesamtkonzernleistung von 1,45 Milliarden Euro.


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