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Die Pfaffenhofener Stadtwerke haben einen Stromausfall bei Hochwasser simuliert und dabei auch jede Menge Sandsäcke gefüllt

(ty) Den Ernstfall haben jetzt die Pfaffenhofener Stadtwerke auf ihrem Betriebsgelände geprobt. Dabei wurde ein Stromausfall bei Hochwasser simuliert. Innerhalb kürzester Zeit musste das Kommunalunternehmen die Versorgung auf ein Notstrom-Aggregat umstellen. Das ist ein recht unscheinbarer grauer Kasten, kaum größer als ein Sideboard: Etwa zwei Meter breit, einen Meter tief und 1,50 Meter hoch, liefert das Aggregat Strom für die gesamten Stadtwerke, inklusive Bürogebäude, Werkstätten und Maschinenhallen.

Bei Maximallast schluckt das Notstrom-Aggregat laut Stadtwerke-Sprecher Heinz Hollenberger zwölf Liter Diesel pro Stunde, um 60 Kilowattstunden Strom zu erzeugen. „Bei dieser Übung auf dem Betriebsgelände genügten sechs Liter Diesel in der Stunde, um das gesamte Kommunalunternehmen weiter mit Strom zu versorgen – von den Computern bis zur Bohrmaschine“, berichtet Hollenberger.

Für das angenommene Hochwasser füllten indes mehr als 20 Mitarbeiter Sandsäcke, mit denen man Uferbefestigungen und Schutzwälle für Wohngebiete errichten kann. Wie im Ernstfall nötig, waren dafür Kollegen aus allen Bereichen des Kommunalunternehmens im Einsatz – vom Stadtservice über die Gärtner bis hin zum Werkstattmeister. Auch der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenhofen,
 Roland Seemüller, war vor Ort, um die Übung zu beobachten.

Aufgefüllt wurden die Säcke mit Hilfe eines großen Trichters, an dem unten drei Einfüllstutzen angebracht sind, sodass an jeder Seite drei Personen leere Säcke befüllen können. Diese Sandsack-Füllmaschine sei nur für den Katastrophenfall angeschafft worden und werde ständig bereitgehalten, betont Hollenberger. Bis zu 1000 Säcke in der Stunde können damit gefüllt werden. Der große Trichter wird per Lkw mit Baggerschaufel immer wieder mit Sand gefüllt.

Die Stadtwerke und das Vorgängerunternehmen, der Bauhof, waren bei allen Hochwassereinsätzen der Vergangenheit in Pfaffenhofen dabei. Auf dem Betriebsgelände sind permanent 1500 gefüllte Sandsäcke gelagert. Jetzt, nach der Übung, sind einige Paletten dazugekommen. 1000 weitere Sandsäcke hat die Feuerwehr bei sich gelagert. 


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