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Die FDP und die „Unabhängigen Wolnzacher“ um den früheren Landrat und Bürgermeister Josef Schäch treten bei der Kommunalwahl mit einer gemeinsamen Liste an

Von Tobias Zell

Politische Überraschung in Wolnzach: Die FDP und die Gruppierung der „Unabhängigen Wolnzacher“ um den früheren Bürgermeister und Landrat Josef Schäch treten bei der kommenden Kommunalwahl mit einer gemeinsamen Liste an. Das teilte der FDP-Ortsvorsitzende Thomas Stockmaier soeben in einer Presseerklärung mit. Demnach wurde die Zusammenarbeit bereits gestern beschlossen.

Im hiesigen Hotel Hallertau sei bei einer gemeinsamen Sitzung der FDP Wolnzach und der neuen politischen Gruppierung von Schäch „einstimmig die Aufstellung einer gemeinsamen Liste zur kommenden Gemeinderatswahl im Markt Wolnzach beschlossen“ worden, heißt es in der heute Abend veröffentlichten Erklärung. Sowohl Stockmaier als auch Schäch freuen sich, so heißt es weiter, auf eine konstruktive politische Zusammenarbeit, „bei der – für beide von grundlegender Bedeutung – die Interessen der Bürger des Marktes Wolnzach im Mittelpunkt stehen sollen“.

„Mir wurden die letzten vier Jahre meines politischen Lebens genommen“, erklärt Schäch und betont: „Ich möchte noch einmal gestaltend in meiner Heimatgemeinde mitwirken.“ Stockmaier, der auch der Bürgermeisterkandidat der Wolnzacher Liberalen und Chef der FDP-Kreistagsfraktion ist, stellte heraus: „Wir wollen etwas verändern in Wolnzach und ich denke, dass die Kooperation mit den Unabhängigen Wolnzachern die richtige Basis für eine solche Veränderung schafft. Hier entsteht ein Bündnis für Wolnzach.“

Wie Stockmaier auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, wurde der weitere Fahrplan für die künftige Zusammenarbeit zwischen FDP und UW bereits festgelegt. Bis Ende November sollen demnach die inhaltlichen Eckpunkte abgesteckt und die personellen Fragen geklärt sein. „Ich habe da keine großen Bedenken“, sagt Stockmaier, der thematisch „große Gemeinsamkeiten“ sieht. Mitte Dezember sei dann die Listenaufstellung geplant.

Stockmaier, der ja bereits zum Bürgermeisterkandidaten der FDP gekürt wurde, will seine Kandidatur aufrecht erhalten. Er räumt allerdings ein, dass die rechtliche Situation erst einmal genau geprüft werden solle, da er ja bereit nominiert worden war, bevor nun die gemeinsame Listenbildung beschlossen wurde. Ein Rückzug stehe für ihn aktuell nicht zur Debatte, sagt Stockmaier, der zugleich klarstellt: „Für mich gibt es da aber auch keine Denkverbote.“ Er macht jedoch keinen Hehl daraus, dass er es schön fände, wenn die UW ihn ebenfalls bei seiner Kandidatur unterstützen würden. Schäch selbst kann bekanntlich wegen der Altersgrenze nicht mehr als Rathauschef kandidieren.


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