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Abgase eines Traktors unter die Erde geleitet. Ermittlungen gegen ortsansässigen Landwirt.

(ty) Massive finanzielle und auch strafrechtliche Konsequenzen könnte die unterirdische Aktion nach sich ziehen, die einem Landwirt aus der Gemeinde Rohrbach zur Last gelegt wird. Der Mann soll am gestrigen Vormittag die Abgase aus einem Traktor mit Hilfe eines Schlauchs in die Erde geleitet haben – anscheinend, um so gegen Maulwürfe vorzugehen. Laut Polizei drohen nun ein Bußgeld von bis zu 50 000 Euro sowie ein Strafverfahren.

Gegen 10.45 Uhr war gestern bei der Pfaffenhofener Polizeiinspektion eine Meldung über die angebliche "Vergasung" von Maulwürfen auf einem Feld bei Rohrbach eingegangen. Die Beamten rückten daraufhin dort an und stellten laut heutiger Mitteilung vor Ort tatsächlich einen Traktor fest, an dessen Auspuff ein Schlauch befestigt war, welcher zirka 50 Zentimeter tief in einen Maulwurfshügel führte. "Die Einleitstelle der Abgase war zusätzlich mit einer Holzplatte abgedeckt", so ein Polizei-Sprecher.

Maulwürfe stehen laut Polizei gemäß Bundesnaturschutzgesetz unter Naturschutz beziehungsweise Artenschutz und genießen besonderen Schutzstatus. Das Fangen, Verletzten, Töten von Maulwürfen sowie die Beschädigung oder Zerstörung der Fortpflanzungs- oder Ruhestätten stehe unter Strafe. Es drohe ein Bußgeld in Höhe von bis zu 50 000 Euro. Im Falle des vorsätzlichen Tötens von Tieren drohe sogar ein Strafverfahren. "Die Ermittlungen laufen gegen einen ortsansässigen Landwirt", heißt es von der Polizei.


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