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Eröffnung der diesjährigen Aktion im Bistum Augsburg. Diözesan-Administrator Meier lobte die Kinder als Botschafter des Friedens.

(pba) Ein riesiges Weihrauch-Fass ging dem Zug voraus, rund 450 kleine und große Könige folgten nach. In der Pfarreien-Gemeinschaft "St. Michael" in Schwabmünchen ist heute die Sternsinger-Aktion für das Bistum Augsburg – zu dem auch Teile des Landkreises Pfaffenhofen gehören – eröffnet worden. Neben zahlreichen Vertretern von Kirche, Stadt und Politik, feierten Kinder und Jugendliche aus über 20 Pfarreien der Diözese mit. Ein feierlicher Gottesdienst, ein Sternsingerzug durch Schwabmünchen und ein umfangreiches Info-Programm zum diesjährigen Leitwort der Aktion bildeten die Höhepunkte des Tages.

Zu Botschaftern des Friedens ernannte Diözesan-Administrator Prälat Bertram Meier die Sternsinger während des Gottesdienstes in der Schwabmünchner Stadtpfarrkirche. "Als Sternsinger gehört Ihr in das diplomatische Korps Jesu Christi, des Königs des Friedens. Ich freue mich, wenn Ihr diese Sendung so begeistert wahrnehmt", wandte er sich an die zahlreichen Sternsinger in der komplett gefüllten Pfarrkirche. Bezug nahm der Diözesan-Administrator dann auch auf das diesjährige Beispielland der Aktion, den Libanon, wo ein Drittel der Gesamtbevölkerung Flüchtlinge sind.

"Es ist toll, wenn so viele Menschen ihre Türen öffnen und so viele Flüchtlinge in ihr Land lassen. Schauen wir in den Libanon, wo es gelingt, dass Christen und Muslime friedlich zusammenleben", ermunterte er die Kinder, Jugendlichen und zahlreichen Gottesdienst-Besucher. Es sei wichtig, Türen zu öffnen, aber gleichzeitig zu zeigen, wo man als Christ stehe. "Als Sternsinger zeigt Ihr, wo Ihr hingehört. Wenn Ihr Euer Christsein lebt, seid Ihr automatisch Botschafter des Friedens", betonte Meier und lud die Sternsinger dazu ein, auch aktiv in der Schule, der Freizeit und im Alltag für den Frieden einzutreten: "Nicht mit den Fäusten, sondern dem hochgehaltenen Stern."

Als Botschafter des Friedens trat zu Beginn des Gottesdienstes bereits Pfarrer Christoph Leutgäb von der örtlichen Pfarreien-Gemeinschaft auf: Symbolisch legte er als Erzengel Michael mehrere "Schwerter des Unfriedens" vor dem Altar ab. Er sorgte damit für ein weiteres "Friedenszeichen" in der Michaelskirche: Denn über 100 weiße Friedenstauben aus Papier waren über den gesamten Kirchenraum gespannt und schwebten von vorne nach hinten über den Köpfen der Besucher. Als Erinnerung an ihren Auftrag bekam jede Sternsinger-Gruppe am Ende des Gottesdienstes eine solche Friedenstaube ausgehändigt.

Weitere Hintergründe zum diesjährigen Beispielland der Aktion und zum Motto "Frieden" erfuhren die Sternsinger vorab durch ein umfangreiches und spielerisches Informations-Programm in der Turnhalle. Vertreter vom Verband "pax christi" stellten ihre Arbeit vor und zeigten den Buben und Mädchen auf, wie konkrete Friedensarbeit im Alltag aussehen kann. Danach waren die Sternsinger-Gruppen dazu eingeladen, einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu schreiben, in welchem sie konkrete Bitten und Wünsche an sie formulierten.

Bei der Dreikönigs-Aktion im vergangenen Jahr waren Sternsinger aus 917 Pfarrgemeinden und Gruppen der Diözese Augsburg unterwegs. Mit mehr als 3,54 Millionen Euro konnten sie zahlreiche Menschen in Not unterstützen. Bundesweit waren von den Sternsingern über 50 Millionen Euro gesammelt worden. Verantwortlich für die Sternsinger-Aktion im Bistum Augsburg sind auch heuer wieder die "Abteilung Weltkirche" des Bistums, der Bund der deutschen katholischen Jugend (BDKJ) und das Ministranten-Referat des bischöflichen Jugendamts.


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