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Aktuelle Informationen von Landratsamt und Gesundheitsamt. Kindergarten von Zolling bleibt vorsorglich eine Woche geschlossen. 

(ty) Ein Mann aus dem Kreis Freising ist positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet worden. Das wurde aus dem hiesigen Landratsamt und vom bayerischen Gesundheits-Ministerium erklärt. Noch in der Nacht zum Sonntag sei der Mann ins Klinikum gebracht und dort isoliert worden. "Das war vor allem eine Vorsichts-Maßnahme zum Schutz der Familie", sagte heute Christine Setzepfandt, die Leiterin des Freisinger Gesundheitsamts. "Der infizierten Person geht es relativ gut. Sie zeigt nur leichte Symptome", erklärte Markus Neumaier, der ärztliche Leiter des Freisinger Klinikums.

Das Freisinger Krankenhaus und das Gesundheitsamt von Freising waren nach eigenem Bekunden gut auf den Ernstfall vorbereitet. Die räumliche Abschottung von Patienten sei "inzwischen Routine für uns", erklärte Neumaier. Schließlich würden derzeit auch schwere Influenza-Erkrankte behandelt, die isoliert werden müssten. "Wir sind vom Gesundheitsamt sehr gut vorbereitet worden", sagte er. Es gab seinen Worten zufolge auch bereits Testläufe für den Fall, dass jemand im Landkreis Freising an dem neuartigen Corona-Virus (COVID-19) erkranke.

Die Familien-Mitglieder des infizierten Mannes sind nach Behörden-Angaben auf das Virus getestet worden, das Ergebnis stehe bisher noch aus, teilte das Landratsamt mit (Stand 19 Uhr). Da eine Person aus der Familie im Kindergarten "Kleine Strolche" in Zolling arbeite, bleibe dieser vorsorglich in der kommenden Woche geschlossen. "Dabei geht es um den Schutz einer besonders schützenswerten Gruppe – von Kindern", so Setzepfandt. "Wir haben sofort Kontakt zur Gemeinde Zolling und zum Kindergarten aufgenommen, damit auch die Eltern rechtzeitig informiert sind", sagte Landrat Josef Hauner. "Ich hoffe, dass sich im Lauf der Woche herausstellt, dass eine Woche Schließung reicht."

Am späten gestrigen Abend war laut Landratsamt die Meldung eines positiven Befundes beim Gesundheitsamt in Freising eingegangen. Der Infizierte hatte den Angaben zufolge entsprechende Krankheits-Symptome gezeigt und sich daraufhin telefonisch an einen niedergelassenen Arzt gewandt. "Dieser bestellte den Mann am Ende seiner Praxiszeit ein und führte den Test unter entsprechenden Vorsichts-Maßnahmen durch", heißt es weiter. "Das Gesundheitsamt informierte sofort die Task-Force Infektiologie und organisierte noch in der Nacht zum Sonntag den Transport des Mannes ins Krankenhaus." Setzepfandt sagte heute: "Vielen Dank an dieser Stelle ans Klinikum, dass das so komplikationslos und schnell gegangen ist."

Der Mann hatte sich nach Behörden-Angaben in der vorvergangenen Woche in Köln aufgehalten und dabei engen Kontakt zu einer Person aus dem Landkreis Heinsberg, wo es bereits viele Corona-Fälle gab. "Das ist die wahrscheinliche Quelle der Infektion." Seit dem gestrigen Abend laufen – so heißt es weiter – die Ermittlungen des Freisinger Gesundheitsamts auf Hochtouren. "Wir ergreifen sofort alle Maßnahmen, die erforderlich sind", versicherte Landrat Hauner. Seither würden die Kontakt-Personen des Erkrankten ermittelt, kategorisiert, priorisiert sowie gegebenenfalls getestet, so Setzepfandt.

Großes Lob zollte der Freisinger Landrat Hauner den Mitarbeitern des Gesundheitsamts und des Klinikums, die seinen Worten zufolge derzeit Leistungen erbringen, die "über das normale Maß hinausgehen". Beim Gesundheitsamt gebe es bereits seit Ende Januar einen 24-Stunden-Bereitschaftsdienst. Unter Berücksichtigung der weiteren Entwicklungen "werden wir von Tag zu Tag neu entscheiden, welche Maßnahmen getroffen werden müssen", erklärte heute Landrat Hauner.

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