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39-Jähriger wurde heute im Kreis Dachau festgenommen, er sitzt jetzt in U-Haft. Ihm wird Subventions-Betrug zur Last gelegt.

Update: Nachträglich teilte das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord am 28. April mit: "Dieser Antrag wurde nicht über das für den Wohnort des Tatverdächtigen zuständige Landratsamt Dachau bearbeitet. Die Antragstellung erfolgte über das bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie. Bewilligt wurden die Gelder von der Regierung von Oberbayern."

 

(ty) Im Zusammenhang mit Soforthilfe-Zahlungen vor dem Hintergrund der Corona-Krise ist ein 39-Jähriger aus dem Landkreis Dachau ins Visier der Justiz geraten. Ihm wird vorgeworfen, 40 000 Euro an Unterstützung beantragt zu haben – und zwar für sein angebliches Fitness-Studio, das es laut Polizei allerdings überhaupt nicht gibt. Nachdem man dem mutmaßlichen Betrüger auf die Schliche gekommen war, konnten von der ihm bereits ausbezahlten Summe noch knapp drei Viertel gesichert werden. Heute wurde der bereits polizeibekannte Mann festgenommen; er sitzt jetzt in U-Haft.

 

Unter vorsätzlicher Angabe von falschen Tatsachen hatte der 39-Jährige laut heutiger Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord beim Dachauer Landratsamt 40 000 Euro im Rahmen der Soforthilfe für sein Unternehmen beantragt. Angeblich sei das von ihm betriebene Fitness-Studio aufgrund der Corona-Epidemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Wie sich in der Folge herausgestellt habe, existiere dieses Fitness-Studio gar nicht. Es sei "frei erfunden" gewesen, so ein Polizei-Sprecher gegenüber unserer Zeitung. 

Zu diesem Zeitpunkt sei das beantragte Geld allerdings bereits dem Konto des Beschuldigten gutgeschrieben gewesen. Nach Bekanntwerden des im Raum stehenden Schwindels wurde laut heutiger Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord das Konto des Beschuldigten auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft München II umgehend eingefroren. "Hierdurch konnten zirka 29 000 Euro der Soforthilfe gesichert werden", berichtet ein Polizei-Sprecher. Am Morgen des heutigen Tages sei der Beschuldigte von Beamten der Kriminalpolizei-Inspektion aus Fürstenfeldbruck in seiner Wohnung festgenommen worden.

Zuvor war laut Polizei bereits ein Haftbefehl gegen den 39-Jährigen erlassen worden. Im Gemeinde-Bereich von Odelzhausen klickten jetzt die Handschellen. Nach seiner Vorführung beim zuständigen Haftrichter sei der 39-Jährige in eine Justizvollzugsanstalt gebracht worden. Dem Beschuldigten, der wegen anderer Betrugs-Delikte bereits einschlägig in Erscheinung getreten sei, drohe im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe. Im vorliegenden Fall werde ihm Subventions-Betrug zur Last gelegt.

Hier finden Sie alle bisher veröffentlichten Beiträge über die Corona-Virus-Krise in der Region im Überblick


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