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Beim Pfaffenhofener BRK fielen gut 60 Kurse aus. Ab Samstag wird wieder unterrichtet, die Nachfrage ist enorm.

(ty) Vor knapp drei Monaten war wegen der Beschränkungen in der Corona-Krise auch die Erste-Hilfe-Ausbildung beim Pfaffenhofener BRK-Kreisverband eingestellt worden. Egal, ob der Kurs zur Erlangung des Führerscheins notwendig war oder aus betrieblichen Gründen wegen einer Anforderung der Berufsgenossenschaft – der Lehrbetrieb war zum Erliegen gekommen. Insgesamt seien in der Zeit gut 60 Kurse ausgefallen. "1000 Personen konnten nicht unterrichtet werden", sagt Herbert Werner, der Geschäftsführer des BRK-Kreisverbands. Ab diesem Wochenende laufen die Ausbildungen wieder an, teilte er heute mit. "Allerdings unter ganz anderen Voraussetzungen als bisher."

Man habe vom eigenen Verband sowie von den Berufsgenossenschaften "mehrseitige Vorgaben erhalten, die es zu erfüllen gilt", berichtet Tobias Götz, der Ausbildungs-Leiter beim Pfaffenhofener Roten Kreuz. Neben der regelmäßigen Desinfektion sei unter anderem beim Betreten und Verlassen des Lehrsaals eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Während des Kurses dürfe diese immerhin abgenommen werden. Aus dem Lehrsaal seien indes sämtliche Tische entfernt worden, da diese durch die Tischfläche eine zusätzliche Infektionsquelle darstellen würden.

 

Sogar die Anzahl der Ausbildungs-Teilnehmer, erklärt Götz weiter, sei angesichts der zur Verfügung stehenden Fläche festgeschrieben. Wie es heißt, seien vier Quadratmeter pro Teilnehmer sowie zusätzlich zehn Quadratmeter pro Ausbilder vorgeschrieben. 

Auch vom Ablauf her wird sich nach den Worten von Götz bei den Erste-Hilfe-Ausbildungen aber so einiges ändern. Es gehe zurück zu den Lehrmethoden vor einigen Jahren, fasst er zusammen. Praktische Übungen werden den Angaben zufolge erst einmal auf ein Minimum beschränkt.

Wie es heißt, werden lediglich noch die stabile Seitenlage, ein Druckverband und die Wiederbelebung geübt – wobei hier auf die Mund-zu-Mund-Beatmung verzichtet und an der "Übungspuppe" nur noch die Herz-Druck-Massage durchgeführt werde.

Bei den praktischen Übungen hätten die Teilnehmer einen Mund-Nasen-Schutz sowie zudem Handschuhe zu tragen. "Wir kommen mit diesen Änderungen wieder auf den Frontal-Unterricht von vor einigen Jahren zurück", verdeutlicht Ausbildungs-Leiter Götz. 

Aber auch für Götz selbst beziehungsweise für den jeweiligen Kursleiter werde sich einiges ändern, berichtet der BRK-Kreisverband in einer aktuellen Pressemitteilung. Der Ausbilder hat demnach während der gesamten Zeit eine Maske zu tragen.

Bei rund sechs Stunden Kursdauer werde das Sprechen mit der Zeit sehr anstrengend, weiß Götz. Er selbst wolle es deshalb mit einem Gesichtsschild versuchen – und zumindest in Pfaffenhofen, wo die technischen Voraussetzungen dafür gegeben seien, eine Lautsprecher-Anlage aufbauen.

Verzichtet werden muss laut BRK-Kreisverband auch auf die sonst in Pfaffenhofen übliche Bewirtung. Mit Kaffee und kleinem Gebäck seien die Kurs-Teilnehmer bislang versorgt worden – ein Service, der aufgrund der Hygiene-Bestimmungen bis auf weiteres entfallen müsse. 

Wie stark die Nachfrage nach den nun wieder anlaufenden Erste-Hilfe-Ausbildungen ist, zeigt laut BRK schon ein Blick auf die Anmelde-Zahlen. Die ersten beiden Kurse, am kommenden Samstag in Geisenfeld sowie am Montag und Mittwoch in Pfaffenhofen, seien binnen weniger Tage ausgebucht gewesen.

Hier finden Sie alle bisher veröffentlichten Beiträge über die Corona-Virus-Krise in der Region im Überblick


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