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Der neue qualifizierte Mietspiegel bietet eine Übersicht zu Preisen für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage.

(ty) Die Stadt Pfaffenhofen hat einen neuen qualifizierten Mietspiegel. Der Stadtrat hat den "Mietspiegel 2020" in seiner jüngsten Sitzung am vergangenen Donnerstagabend mehrheitlich als qualifiziert anerkannt. "Damit tritt der zwölfseitige Leitfaden zur Ermittlung von Vergleichsmieten in Kraft", heißt es aus dem Rathaus. Gegen die Anerkennung votierte die CSU-Fraktion mit Ausnahme von Altbürgermeister Hans Prechter. Letzterer sitzt im Vorstands-Gremiums des Pfaffenhofener Haus-, Wohnungs- und Grundbesitzer-Vereins.

"Der Mietspiegel stellt eine Übersicht der gezahlten Mieten in Pfaffenhofen für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung, Beschaffenheit und Lage dar", fasst ein Sprecher der Stadtverwaltung zusammen. Der Mietspiegel bilde eine repräsentative und rechtssichere Grundlage für die Mietpreis-Gestaltung und diene verlässlich zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Existiere in einer Kommune ein gültiger Mietspiegel, so müsse ein Vermieter bei einer Miet-Erhöhung darauf Bezug nehmen. Mieterinnen und Mieter könnten eine Mieterhöhung ablehnen, wenn sie über der im Mietspiegel bestimmten, ortsüblichen Vergleichsmiete liege.

Bei der Ausarbeitung dieses neuen qualifizierten Mietspiegels hatte die Pfaffenhofener Stadtverwaltung, wie schon im Jahre 2016, mit dem örtlichen Mieterverein sowie den Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümern zusammengearbeitet, die ihn ebenfalls bereits als qualifiziert anerkannt haben. Im März und April dieses Jahres hatte die Stadtverwaltung nach eigenen Angaben im Zuge einer schriftlichen Befragung insgesamt 1120 Datensätze bei zufällig ausgewählten mietspiegel-relevanten Haushalten als Basis erhoben.

"Übergeordnetes Ziel für den Stadtrat ist die dauerhafte Sicherung von bezahlbarem Wohnraum in der Wachstumsregion Pfaffenhofen", heißt es aus dem Rathaus. "Im Gesetzentwurf der bayerischen Mieterschutz-Verordnung ist vorgesehen, die Stadt Pfaffenhofen wieder als ein Gebiet auszuweisen, in dem die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu gesetzlich geregelten, angemessenen Bedingungen besonders gefährdet ist." Erstmals gab es in Pfaffenhofen im Jahr 2016 einen Mietspiegel, der dann 2018 für zwei weitere Jahre fortgeschrieben worden war.

Das Gesetz sehe vor, dass der Mietspiegel einmal aktualisiert werden könne und nach vier Jahren dann neu erstellt werden müsse. Die CSU-Fraktion um ihren Sprecher Christian Moser verweigerte – bis auf Altbürgermeister Prechter – dem neuen Mietspiegel die Anerkennung, weil sie in kritisch sieht. Jeder, der vielleicht aktuell zu günstig vermiete, könne vor dem Hintergrund dieses Mietspiegels die Miete guten Gewissens erhöhen, gab Moser zu bedenken.

Der aktuelle "Mietspiegel 2020" ist laut heutiger Mitteilung in Kürze gedruckt bei der Stadtverwaltung erhältlich oder im Internet abrufbar unter www.pfaffenhofen.de/mietspiegel


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