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Eheleute (60 und 75) wollten ihre Personalien nicht angeben und gingen auf die Beamten los. Nun laufen auch strafrechtliche Ermittlungen.

(ty) In der Ingolstädter City ist am heutigen Vormittag eine Polizei-Kontrolle eskaliert. Verantwortlich dafür zeichneten der Schilderung der Polizei zufolge zwei Eheleute im Alter von 60 und 75 Jahren, die ohne eine – wegen der Corona-Regelungen derzeit hier geforderte – Mund-Nasen-Bedeckung in der Fußgängerzone unterwegs waren. Wie es heißt, wurden die Beamten auch körperlich attackiert. Laut Polizei wird jetzt strafrechtlich unter anderem wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte und wegen Beleidigung ermittelt. Obendrein droht den beiden ein Corona-Bußgeld.

 

Von Streifenbeamten der örtlichen Polizeiinspektion, die zu Fuß unterwegs waren, seien heute gegen 10.40 Uhr in der Theresienstraße die Eheleute, die nicht die vorgeschriebene Mund-Nasen-Bedeckung getragen haben, auf die bestehende Masken-Pflicht angesprochen worden. "Die beiden Personen, eine 60-Jährige aus Ingolstadt und ihr 75–jähriger Ehemann, verhielten sich jedoch sofort sehr unkooperativ und entfernten sich einfach, ohne vorher ihre Personalien angegeben zu haben", berichtet die Polizei und erklärt: "Die Angabe der Personalien war nötig geworden, da das Ehepaar vorgab, keine Maske zu tragen beziehungsweise tragen zu müssen, dies aber nicht weiter glaubhaft machen konnte oder wollte."

Nachdem weitere Beamte hinzugezogen worden seien, habe das Ehepaar schließlich am Weggehen gehindert werden können. Als daraufhin die Personalien der zwei Leute festgestellt werden sollten, habe der Mann damit angefangen, um sich zu schlagen. Die Beamten mussten nach eigenen Angaben schließlich Zwang anwenden, um den Angriff abzuwehren. Währenddessen habe die 60-Jährige einem Beamten ins Gesicht geschlagen sowie einer Beamtin gegen ein Bein getreten. Während der gesamten Maßnahme seien die Gesetzeshüter außerdem "fortwährend beleidigt" worden. Auf der Polizei-Dienststelle konnten schließlich die Personalien erhoben werden. Nun laufen die Ermittlungen.

Die aktuelle bayerische Infektions-Schutz-Maßnahmen-Verordnung in der jüngsten Fassung finden Sie unter diesem Link. Wer gegen die Bestimmungen verstößt, handelt ordnungswidrig und muss mit Bußgeldern rechnen. Der Mindestsatz liegt bei 150 Euro. Die Höhe von etwaigen Bußgeldern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab und von der Schwere des Verstoßes. Hierzu haben die bayerischen Staatsministerien des Innern, für Sport und Integration und für Gesundheit und Pflege gemeinsam einen Bußgeld-Katalog "Corona-Pandemie" bekannt gemacht. Dieser-Katalog ist unter diesem Link abrufbar. Bei einem Verstoß gegen die nächtliche Ausgangssperre beträgt der Bußgeld-Regelsatz 500 Euro.

Hier finden Sie die wichtigsten bisher veröffentlichten Beiträge über die Corona-Virus-Krise in der Region im Überblick


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