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Im Rahmen der Gartenschau waren eigentlich sogar vier Bauwerke geplant – die beiden verbliebenen kosten um die 650 000 Euro

(ty/zel) Ursprünglich war im Rahmen der Gartenschau in Pfaffenhofen der Bau von vier Brücken geplant, inzwischen sind davon noch zwei übrig. Die beiden anderen haben sich erübrigt: Eine macht vorerst keinen Sinn, die andere ist unnötig. Mit den beiden verbliebenen beschäftigt sich heute Nachmittag der Stadtrat, der ab 17 Uhr zu einer öffentlichen Sitzung im Festsaal des Rathauses zusammentritt.

Laut derzeitigem Stand soll eine neue Brücke an der Ilm entstehen, und zwar südlich der Arlmühle. Und die zweite Brücke soll über den Flutkanal führen. Die aktuellen Planungen werden heute dem Ratsgremium vorgestellt. Die Rede ist von Kosten für die beiden Bauwerke in der Größenordnung von 650 000 Euro.

Ursprünglich sollte es die Brücken Ilminsel/Schulstraße (a), bei der Fischtreppe an der Arlmühle (b), südlich der Arlmühle über die Ilm (c) und eine Brücke über den Flutkanal (d) geben.

Die Brücke Ilminsel/Schulstraße (a) entfällt nun, da sich zum einen der Grunderwerb in der Ausgestaltung nach Angaben der Stadtverwaltung „etwas schwierig“ erweist und weil zum anderen die angedachte Fußgängerweg-Verbindung zur Innenstadt über Untere Stadtmauer, Auenstraße, Urbanusbräu-Areal wohl nicht bis zur Gartenschau umsetzbar ist. Die Brücke in Zusammenhang mit der Fischtreppe bei der Arlmühle ist schlicht nicht mehr erforderlich, da im Zuge der Sanierung der Arlmühle die Fischtreppe gleich kombiniert werden soll.

Diese Skizze zeigt die über den Flutgaben geplante, geschwungene Brücke.

Bleiben also zwei. Bei den Kosten liegt nach Angaben aus dem Rathaus die Ilmbrücke (c) nahe der Arlmühle im Rahmen dessen, was für die vor knapp fünf Jahren für die Brücke zum Volksfestplatz bezahlt werden musste. Viel teurer als zunächst angenommen wird hingegen die Flutkanalbrücke (d) – hier übersteigen die Kosten deutlich die im Jahr 2011 nur überschlägig geschätzte Summe.

Bei der Brücke über den Flutgraben „führt die geschwungene Form zu einer statisch anspruchsvollen Konstruktion und einer durch die Biegung verursachten aufwändigen Widerlagergestaltung“, heißt es in den im Vorfeld der heutigen Sitzung bereits vorliegenden Information. Erschwerend komme hinzu, dass sich bei der derzeit laufenden Sanierungsplanung des Flurkanals herausgestellt hat, dass die Böschungsneigungen nicht dem Genehmigungsstand aus dem Jahre 1978 entsprechen. Dies führe zu einer Vergrößerung der Brücken-Spannweite um zirka vier Meter. Außerdem wird betont, „dass die Baugrundsituation noch nicht abschließend bekannt ist“. Ein Bodengutachten sei in Arbeit.

Da aber ja zwei der vier im Rahmen der Gartenschau geplanten Brücken wegfallen, geht die Stadtverwaltung nach aktuellem Stand davon aus, dass der insgesamt gesteckte Kostenrahmen von beinahe sechs Millionen Euro eingehalten werden kann. Die beiden Brücken schlagen dabei mit etwa 650 000 Euro zu Buche.


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