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Die Volkshochschule im Kreis Pfaffenhofen gehört zu den 25 größten im Freistaat – im vergangenen Jahr über 1500 Kurse und Veranstaltungen. Finanzierung zu fast 80 Prozent über Kursgebühren

(ty) Die Volkshochschule (VHS) im Landkreis Pfaffenhofen gehört nach wie vor größenmäßig zu den „Top 10“ der oberbayerischen Erwachsenenbildungs-Einrichtungen. „Die Leistungen unserer Volkshochschule sind unverändert auf einem hohen Niveau“, fasste Landrat Martin Wolf (CSU) die Bilanz des vergangenen Jahres zusammen. Bei ihrer jüngsten Sitzung zeigten sich die Mitglieder des VHS-Kuratoriums mit den vorgelegten Zahlen sehr zufrieden. Die VHS organisierte im vergangenen Jahr 1515 Kurse, Vorträge, Besichtigungen, Exkursionen und Konzerte – insgesamt wurde so 26 000 Stunden angeboten. „Damit ist die Volkshochschule die siebtgrößte von 75 in Oberbayern und gehört zu den 25 größten in ganz Bayern“, so Wolf. Besonders erfreulich ist auch: Die VHS finanziert sich zu fast 80 Prozent über eingenommene Kursgebühren selbst

VHS-Leiter Karl Huber erläuterte dem Gremium, das aus den Bürgermeistern der Landkreisgemeinden und zehn weiteren erfahrenen Personen aus dem Kulturleben besteht, die Zahlen des vergangenen Jahres. „Bei den 17 538 registrierten Kursteilnahmen hat statistisch gesehen jeder siebte Landkreis-Bürger wenigstens einmal im Jahr eine VHS-Veranstaltung besucht“, so Huber. Als die drei großen Säulen des Angebotes nannte er die Fachbereiche Gesundheitsbildung (39 Prozent), die Fremdsprachen und Deutsch (36 Prozent) und den Kulturbereich mit 17 Prozent der gesamten Lehrleistung. Die Fachbereiche Gesellschaft mit drei Prozent und Beruf mit fünf Prozent nehmen dagegen nur einen geringen Anteil ein.

Kurse zur Gesundheitsförderung liegen weiterhin im Trend. „Der Bereich ist der teilnehmer- und einnahmenstärkste“, erläuterte Huber. Immer größeren Raum nehmen Deutschkurse für Migranten ein, die vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert werden. Etwa 130 bis 160 ausländische Erwachsene haben das ganze Jahr über drei bis vier Mal pro Woche an der VHS die Schulbank gedrückt und am Schluss auch eine offizielle Sprachprüfung absolviert.

Darüber hinaus organisierte die Volkshochschule zudem seit Ende 2012 im Auftrag des Landkreises auch noch Deutschkurse für die zugewiesenen Asylbewerber; insgesamt waren es neun Grundkurse mit 95 Teilnehmern an sechs verschiedenen Standorten, die im vergangenen Jahr abgehalten wurde. „Waren früher Sprachkursgruppen mit zwölf bis 15 Personen häufig die Regel, so sind jetzt Kurse mit nur noch sechs bis acht Teilnehmern üblich“, so VHS-Chef Huber.

Regional verteilt sich das Angebot der VHS mit 68 Prozent der Unterrichtsstunden auf die Kreisstadt Pfaffenhofen und mit 32 Prozent auf die 17 Zweigstellen im Landkreis. Die größte Zweigstelle befand sich wie im Jahr zuvor in Geisenfeld (1614 Unterrichtsstunden), gefolgt von der Zweigstelle im Markt Wolnzach (1378).

Die Volkshochschule arbeitet sehr wirtschaftlich und kostenbewusst, wie das Landratsamt in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung erklärt. 78,4 Prozent ihrer Gesamtkosten deckt die Bildungseinrichtung des Landkreises über selbst erwirtschaftete Kursgebühren. Zum Vergleich: Bayernweit betrachtet liegt der Kostendeckungsgrad der Volkshochschulen bei nur 53 Prozent. Zur Finanzierung der VHS im Kreis Pfaffenhofen steuern die Gemeinden zum Auffangen der nicht nur die Kursgebühren gedeckten Kosten 2,4 Prozent bei, vom Landkreis kommen 6,4 Prozent  und 12,5 Prozent fließen von Bund und Land in Form von gesetzlich festgelegten Zuschüssen in die VHS-Kasse.


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