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Im vergangenen Jahr wurden 631 Braustätten im Freistaat betrieben und ein Bierabsatz von 23,3 Millionen Hektoliter erzielt. Export-Quote: 24,8 Prozent.

(ty) 506 Jahre ist es her, dass das bayerische Reinheitsgebot zum Bierbrauen erlassen wurde. Und: Bayern ist noch heute ein Land des schmackhaften Gerstensaftes. So haben 41,7 Prozent aller im vergangenen Jahr in Deutschland ansässigen Braustätten ihren Sitz im Freistaat. Wie das bayerische Landesamt für Statistik auf Grundlage der vom statistischen Bundesamt durchgeführten Biersteuer-Statistik weiter mitteilt, erzielten diese im Jahr 2021 mit 23,3 Millionen Hektolitern zudem den höchsten Bierabsatz unter den Bundesländern. Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Bierabsatz der bayerischen Brauereien um 2,1 Prozent zu. Ins Ausland wurde im Vorjahres-Vergleich um 15,5 Prozent mehr Gerstensaft verkauft; die Export-Quote belief sich im vergangenen Jahr auf 24,8 Prozent.

Das Reinheitsgebot, das der bayerische Herzog Wilhelm IV. am 23. April 1516 in Ingolstadt verkündete und nach dem noch heute in Deutschland Bier gebraut wird, ist auch dieses Jahr wichtiges Qualitäts-Merkmal für die Biere, die in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten bei den wieder stattfindenden Volks- und Bierfesten angeboten werden. Der Freistaat Bayern ist und bleibt ein Land der Bier-Tradition: Wie bereits erwähnt, hatten 41,7 Prozent aller deutschen Braustätten im Jahr 2021 ihren Sitz in Bayern. Wie das bayerische Landesamt für Statistik anhand von Ergebnissen der vom statistischen Bundesamt durchgeführten Biersteuer-Statistik ferner mitteilt, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 631 Braustätten im Freistaat betrieben (Vorjahr: 643).

Der Bierabsatz der bayerischen Brauereien stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 Prozent auf 23,3 Millionen Hektoliter an (Vorjahr: 22,8 Millionen Hektoliter). Im bundesweiten Vergleich erzielten die bayerischen Brauereien im vergangenen Jahr mengenmäßig zum achten Mal in Folge den höchsten Bierabsatz, noch vor ihren nordrhein-westfälischen Kollegen mit 20,3 Millionen Hektolitern. Die bayerischen Brauereien hielten ihren bundesweiten Anteil am Bierabsatz mit 27,3 Prozent auf Vorjahres-Niveau (2020: 26,2 Prozent). Mit 75,0 Prozent wurde der überwiegende Teil des bayerischen Bieres (17,5 Millionen Hektoliter) innerhalb des Bundesgebiets verkauft. Gegenüber dem Jahr 2020 bedeutet das eine Abnahme um 1,6 Prozent.

Der Bierabsatz ins Ausland verlief – bei einer Export-Quote von 24,8 Prozent – leicht steigend (Export-Quote im Vorjahr: 21,9 Prozent). Sowohl in Länder der Europäischen Union (Zunahme um 3,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr) als auch in so genannte Drittländer (plus 31,3 Prozent) wurden im Jahr 2021 jeweils 2,9 Millionen Hektoliter Bier verkauft. Der als Haustrunk unentgeltlich und steuerfrei an die Beschäftigten der Brauereien abgegebene Anteil lag im Jahr 2021 bei 49 996 Hektolitern Bier (minus 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr).

Wie auch im Vorjahr, so war im Jahr 2021 der höchste Bierabsatz im Freistaat in den Sommer-Monaten Juni, Juli und August zu verzeichnen, teilte das bayerische Landesamt für Statistik weiter mit. Nennenswerte Zunahmen beim Bierabsatz waren im vergangenen Jahr aber in den Monaten März (plus 22,5 Prozent), Juni (plus 19,7 Prozent) und November (plus 16,0 Prozent) zu verzeichnen – jeweils im Vergleich zum entsprechenden Vorjahres-Monat. Weitere Informationen zur Entwicklung in den vergangenen Jahren bietet die nachfolgende Grafik.


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