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Er demolierte mit einem Hammer das Führerhaus und schickte Fotos an seinen Chef. Als die Polizei kam, kündigte er weitere Zerstörungen an, schlug seinen Kopf mehrfach gegen den Lkw und war nicht zu beruhigen. 

(ty) Die Pfaffenhofener Polizei spricht von einem "völligen Kontroll-Verlust" bei dem 41 Jahre alten Lastwagen-Fahrer. Wie heute berichtet wurde, demolierte der Berliner am gestrigen Nachmittag an einer Rast-Anlage im Gemeinde-Bereich von Schweitenkirchen mit einem Hammer das Führerhaus seines Lkw und schickte Bilder davon an seinen Chef. Gegenüber den angerückten Streifenbeamten, die er auch beleidigte, kündigte der 41-Jährige die weitere Zerstörung des Lastwagens an, außerdem schlug er mehrmals seinen Kopf gegen das Fahrzeug. Nachdem er sich den Einsatzkräften widersetzt hatte, wurde er schließlich in die Psychiatrie eingewiesen. Ihn erwartet nun ein umfangreiches Strafverfahren.

Aufmerksam geworden auf den Fall um den ausgerasteten 41 Jahre alten Lkw-Lenker aus der Bundeshauptstadt waren die Beamten von der Polizeiinspektion aus Pfaffenhofen am gestrigen Nachmittag nach eigenem Bekunden durch eine telefonische Mitteilung. Der 23 Jahre alte Geschäftsführer der Berliner Firma, für die der 41-Jährige tätig ist, hatte die Gesetzeshüter informiert. Wie weiter erklärt wurde, hatte der Geschäftsführer zuvor Bildaufnahmen via Handy erhalten, die von dem 41-Jährigen stammten. Demnach demolierte der Brummi-Fahrer, mit einem Hammer bewaffnet, den Innenraum seines Lkw-Führerhauses. Dank der firmen-internen GPS-Ortung habe der Standort des Lkw dann schnell ermittelt werden können: Er befand sich an der Rastanlage vor den Toren von Schweitenkirchen an der A9.

Tatsächlich machten die angerückten Streifenbeamten den besagten Lkw wenig später fort ausfindig. Der alkoholisierte und aggressive 41-Jährige sei zunächst festgenommen worden. Die Gesetzeshüter nahmen die Sachbeschädigung, deren Ausmaß auf 2000 Euro geschätzt wurde, zu Protokoll und stellten die Identität des 41-Jährigen fest. Nun sollte der Lkw-Fahrer eigentlich wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Der Mann habe dann allerdings angekündigt, dass er weitere Sachbeschädigungen an dem Lkw verüben beziehungsweise den Lastwagen zerstören werde, sobald sich die Polizisten entfernt hätten. Ferner habe er die Beamten beleidigt. Und obendrein habe er "mehrfach seinen Kopf gegen den geparkten Lkw, um sich zu verletzen". 

So sei den Beamten nichts anderes übrig geblieben, als den Mann mit zur Polizei-Dienststelle zu nehmen und weitere Schritte mit dem diensthabenden Richter abzustimmen. Auf der Fahrt nach Pfaffenhofen sei der 41-Jährige immer mehr in Rage geraten und habe sich den Einsatzkräften widersetzt. Letztlich sei der Berliner "wegen Eigen- und Fremdgefährdung" in eine psychiatrische Einrichtung gebracht worden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft habe der Berliner zuvor noch eine Blutentnahme über sich ergehen lassen müssen. Gegen ihn werde jetzt strafrechtlich wegen Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt.


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