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Nach der Tat am Montag zwischen der Anschlussstelle Allershausen und dem Autobahn-Kreuz Neufahrn wird erneut um Hinweise gebeten.

(ty) Im Gemeinde-Bereich von Kranzberg im Landkreis Freising hat – wie bereits berichtet – am Montagvormittag ein bislang nicht identifizierter Täter einen ziemlich großen Stein von einer Autobahn-Brücke geworfen und damit die Frontscheibe eines Lastwagens demoliert, der auf der A9 unterwegs war. Der Vorfall ereignete sich gegen 9.50 Uhr zwischen der Anschlussstelle Allershausen und dem Autobahn-Kreuz Neufahrn. Laut Polizei war der zirka 15 Zentimeter große Stein "vermutlich mit Absicht" geworfen worden. "Die Staatsanwaltschaft Landshut bewertet den Sachverhalt derzeit als versuchten Mord", erklärte heute das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord. Die Kripo bittet um Hinweise.

Zunächst berichtete die örtlich zuständige Verkehrspolizei-Inspektion aus Freising von dem Fall. Mittlerweile haben die Beamten von der Kriminalpolizei-Inspektion aus Erding die Ermittlungen übernommen. Den Angaben zufolge wurden Spurensicherungs-Maßnahmen sowohl vor Ort als auch an dem Sattelzug-Gespann durchgeführt. Wie heute weiter gemeldet wurde, ist auch ein Stein sichergestellt worden, "der als Tatmittel in Frage kommt". Wegen der der polizeilichen Maßnahmen habe die A9 zwei Mal kurzzeitig gesperrt werden müssen. "Die gesicherten Spuren werden nun kriminaltechnisch untersucht", teilte das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord mit. "Im Zuge dieser Untersuchungen sind auch DNA-Spuren im Fokus."

Wie bereits gemeldet, war laut Polizei ein 50 Jahre alter rumänischer Berufskraftfahrer am vergangenen Montag, 26. September, mit seinem Sattelzug-Gespann auf der Autobahn A9 in Richtung München unterwegs, als es gegen 9.50 Uhr krachte: Auf der Brücke bei Thurnsberg habe der Brummi-Lenker eine männliche Person gesehen, die bewusst einen Stein heruntergeworfen habe. Der Brocken, dessen Durchmesser mit ungefähr 15 Zentimeter angegeben wurde, knallte den Angaben zufolge gegen die Windschutzscheibe der Zugmaschine. "Glücklicherweise gelangte der Stein nicht in das Fahrzeug-Innere", hieß es am Dienstag im Bericht der Verkehrspolizei-Inspektion aus Freising. Der Lkw-Lenker sei unverletzt geblieben. 

Die Lkw-Scheibe sei durch den Aufprall komplett zerstört worden, der Sachschaden wurde auf 1500 Euro geschätzt. Eine sofort eingeleitete Fahndung nach dem Täter, in die mehreren Streifenwagen eingebunden waren, sei ohne Erfolg geblieben. Nach dem Wurf sei der Tatverdächtige vermutlich in Richtung Thurnsberg gegangen, so die Polizei. Der Sattelzug-Fahrer habe den Täter als männlich und zirka zwölf bis 15 Jahre alt beschrieben. Der bislang Unbekannte habe blau-schwarze Oberbekleidung getragen. Etwaige Zeugen, die zur genannten Zeit eine Person oder auch mehrere Personen im Bereich der Autobahn-Brücke bei Thurnsberg gesehen haben oder sonstige Hinweise geben können, werden darum gebeten, sich unter der Rufnummer (0 81 22) 96 80 bei der Kripo zu melden.

Erstmeldung zum Thema:

15-Zentimeter-Stein von A9-Brücke geworfen: Lkw-Frontscheibe demoliert


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