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Bundespolizisten haben gestern im Hauptbahnhof von München einem zusammengebrochenen 33-Jährigen, dem bereits ein Herz transplantiert worden war, das Leben gerettet.

(ty) Bundespolizisten haben am frühen gestrigen Abend in München am Gleis 26 des Hauptbahnhofs einen 33-Jährigen reanimiert, der einen Herzstillstand erlitten hatte. Gegen 18 Uhr hatte nach Angaben der Beamten ein unbekannter Reisender an der Wache der Bundespolizei am Gleis 26 geklingelt und mitgeteilt, dass wenige Meter weiter am Bahnsteig ein Mann ohne Fremdeinwirkung zusammengebrochen sei und reglos am Boden liege. Eine Beamtin und ein Beamter schnappten sich laut Polizei den Erste-Hilfe-Rucksack der Wache und liefen zu dem Mann. Nachdem er in stabile Seitenlage gebracht worden sei, habe ein Begleiter des 33-jährigen Iraners erklärt, dass sein Freund einen Herzfehler habe und dass ihm bereits ein Herz transplantiert worden sei.

Als der 33-Jährige blau anlief und kein Puls mehr spürbar war, begannen die Bundespolizisten den Angaben zufolge mit der Reanimation. "Zwei weitere Beamte holten aus dem S-Bahn-Zwischengeschoss einen Defibrillator, mit dem die Reanimation fortgeführt wurde", heißt es im Bericht der Bundespolizei-Inspektion aus München. "Nach rund zehnminütiger Wiederbelebung übernahmen Rettungs-Sanitäter die weitere Behandlung." Während der Reanimations-Maßnahmen hatten weitere Beamte einen Sichtschutz am Bahnsteig errichtet, um die Persönlichkeitsrechte des 33-Jährigen zu gewährleisten.

Der 33-jährige Iraner war laut Polizei erst seit drei Tagen in Deutschland. Er sei ins Deutsche Herz-Zentrum eingeliefert worden. Noch am gestrigen Abend habe den Ersthelfern die Mitteilung überbracht werden können, dass der Mann überlebt habe. Am heutigen Morgen habe es dann von den Ärzten geheißen, dass es dem Iraner gut gehe. "Die beiden Beamten, eine 22-Jährige und ein 27-Jähriger, beide Polizeimeister, hatten erst vergangene Woche an einer dienstlichen Erste-Hilfe-Fortbildung teilgenommen", berichtet die Bundespolizei. Beide freuten sich über die Information aus dem Krankenhaus: "Wir konnten glücklich in den Feierabend gehen."


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