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Wegen Stimmen-Gleichheit umfasst das Gremium in den Jahren 2023 und 2024 erstmals 16 statt üblicherweise 15 Mitglieder.

(ty) Die künftige Zusammensetzung des Jugend-Parlaments von Pfaffenhofen steht fest. Am gestrigen Abend wurden in der Jugend-Talent-Station "Utopia" die abgegebenen Stimmen ausgezählt. Insgesamt nahmen 909 junge Leute an der Wahl teil, heißt es aus der Stadtverwaltung. Das bedeute eine Wahlbeteiligung von knapp 25 Prozent und bedeute für eine Jugend-Wahl einen "sehr guten" Wert. "Zum ersten Mal gibt es ein Überhangs-Mandat, da auf die Kandidaten auf dem 15. und 16. Platz gleich viele Stimmen entfielen", wurde heute erklärt. Das bedeute, dass das Gremium in den Jahren 2023 und 2024 statt der üblichen 15 diesmal 16 Mitglieder umfasse. Nachfolgend die Namen der Gewählten sowie weitere Details.

Im Jugend-Parlament 2023/24 sitzen laut Stadtverwaltung:

  • Ruben Altendorf (16 Jahre)
  • Sofia Burlacloiu (15)
  • Felix Dick (15)
  • Lina Franke (14)
  • Victoria Gallus (17)
  • Laura Gnann (21)
  • Susanne Gürtner (16)
  • Elias Hehme (14)
  • Romy Jacobs (14)
  • Emil Kirschner (15)
  • Josua Kock (16)
  • Leoni Leichtl (15)
  • Vedran Simatovic (18)
  • Paula Stahl (18)
  • Yunus Emre Tekin (15)
  • Leo Wanoschek (18)

"Mit insgesamt 23 Kandidatinnen und Kandidaten ließen sich – wie schon vor zwei und vier Jahren – wieder besonders viele Jugendliche und junge Erwachsene zur Wahl aufstellen", fasste die Stadtverwaltung zusammen. Kandidieren und wählen durften alle 14- bis 21-Jährigen, die in Pfaffenhofen wohnen und/oder hier zu Schule gehen.

"Die gewählten Jugend-Parlamentarierinnen und Jugend-Parlamentarier werden sich für die kommenden zwei Jahre aktiv in die Pfaffenhofener Jugend-Politik einbringen und sich für die Bedürfnisse und Interessen der Jugendlichen einsetzen." Von 13. bis 16. Dezember hatten die Jugendlichen im Schyren-Gymnasium, in der Mittel- und Realschule sowie im Jugend-Zentrum "Atlantis" die Gelegenheit, ihre Stimmen abzugeben.

Matthias Stadler, der Leiter der Stadtjugendpflege von Pfaffenhofen, tröstete bei der Wahlbekanntgabe live auf Instagram unter "jugend.jetzt" all jene Bewerberinnen und Bewerber, die es nicht geschafft haben, ins Jugend-Parlament einzuziehen: "Wie alle anderen Jugendlichen und Interessierten können auch die, die jetzt nicht genug Stimmen bekommen haben, trotzdem ihre Bedürfnisse, Ziele und Wünsche einbringen. Sie haben zwar kein Stimmrecht im Jugend-Parlament, aber sie können Anträge stellen und bei den Sitzungen im Utopia dabeisein und mitdiskutieren." 

Das neu gewählte Gremium soll nach Angaben der Stadtverwaltung bereits am 25. Januar zu seiner konstituierenden Sitzung im Festsaal des Rathauses zusammenkommen. Bei dieser Zusammenkunft sollen die neuen Jugend-Parlamentarier von Bürgermeister Thomas Herker (SPD) offiziell ernannt werden. Zugleich sollen die scheidenden Mitglieder von Stadt und Stadtjugendpflege verabschiedet werden. 

Seit 1999 ist das Jugend-Parlament die Vertretung der Jugend in der Kreisstadt. Das Gremium verfolgt jugendrelevante Interessen und verwirklicht die daraus resultierenden Ideen und Projekte. In der Vergangenheit wurden, wie mehrfach berichtet, bereits etliche große und kleine Projekte realisiert.

Zum Beispiel der Dirt-Park, der "Rufbus – Linie Nacht" und die Skatehalle, aber auch Menstruations-Artikel-Spender und Movie-Nights mit jugendlichen Flüchtlingen aus der Ukraine. Zuletzt brachte das Jugend-Parlament die Aufstellung von Fahrrad-Reparatur-Stationen in Pfaffenhofen auf den Weg.

"Damit geplante Projekte auch umgesetzt werden können, verfügt das Jugend-Parlament über ein Budget von 5000 Euro jährlich", heißt es aus der Stadtverwaltung. Außerdem wird das Gremium von der Stadtjugendpflege unterstützt. Und es hat die Möglichkeit, Anträge in den Stadtrat einzubringen sowie im Ratsgremium zu sprechen.

Das Jugend-Parlament gilt als unabhängige, freie und parteipolitisch neutrale Plattform für alle Jugendlichen aus Pfaffenhofen und Umgebung. Es versteht sich als Anlaufstelle und Sprachrohr für junge Leute, die Ziele haben und Ideen verwirklichen wollen. Es soll auch das Bindeglied zwischen Jugend und Stadtrat darstellen. Die Mitglieder des Gremiums werden alle zwei Jahre neu gewählt; diesmal für die Jahre 2023 und 2024. Weitere Informationen gibt es auf https://jugendparlament-paf.de.


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