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Kurznachrichten, Termine und Notizen für den Landkreis Pfaffenhofen und Umgebung

Azubi-Preis: Die "Gelbe Hand"

(ty) "Vom Social-Media-Auftritt gegen Nazis bis zum Anti-Rassismus-Seminar in der Berufsschule": Azubis, die sich im Landkreis Pfaffenhofen für Gleichbehandlung und gegen Diskriminierung am Arbeitsplatz engagieren, sollen beim Wettbewerb "Die Gelbe Hand" mitmachen. Dazu ruft die Industrie-Gewerkschaft "Bauen, Agrar, Umwelt" (IG-Bau) auf, die aktuell Schirmherrin des Preises ist. "Ob auf der Baustelle, in der Gebäude-Reinigung oder im Blumen-Geschäft – Menschen unterschiedlicher Herkunft kommen kaum irgendwo so nah zusammen wie am Arbeitsplatz", sagt Harald Wulf, der oberbayerische Bezirks-Vorsitzender der IG-Bau. Einsendeschluss für Bewerbungen ist am 16. Januar. 

Allerdings beobachtet der Gewerkschafter nach eigenem Bekunden mit Sorge, dass Populisten und rechte Stimmungsmacher versuchten, die Belegschaften zu spalten. "Es ist genauso falsch wie absurd, Menschen anderer Nationalität oder Hautfarbe für die Inflation oder die Krisenpolitik verantwortlich zu machen. Hetze und Diskriminierung haben im Betrieb nichts verloren", so Wulf. Das, was die Rote Karte im Fußball sei, sei die Gelbe Hand im Betrieb.

Die IG-Bau setze sich seit Langem für ein solidarisches Miteinander am Arbeitsplatz ein. So habe die Gewerkschaft gerade erst die "Initiative 19. Februar Hanau" mit dem Georg-Leber-Preis für Zivilcourage ausgezeichnet. Er würdige das Engagement der Organisation bei der Aufarbeitung des rechten Terror-Anschlags im Jahr 2020, dem neun Menschen mit Migrations-Hintergrund zum Opfer gefallen waren. Ein Video-Portrait der Initiative gibt es unter https://igbau.de/Georg-Leber-Preis-Film

"Die Gelbe Hand" wird laut IG-Bau jährlich an Initiativen von Auszubildenden und Berufsschülern vergeben, die sich mit einem besonderen Projekt um die Vielfalt im Beruf verdient gemacht haben. Der Preis wird vom gewerkschaftlichen Verein "Mach meinen Kumpel nicht an!" ausgelobt. Die Preisgelder liegen bei 1000 Euro für den ersten, 500 Euro für den zweiten und 300 Euro für den dritten Platz. Außerdem gibt es einen Sonderpreis der bayerischen DGB-Jugend, der mit 500 Euro dotiert ist. Weitere Infos gibt es unter: www.gelbehand.de

"Bilderbuch-Kino" für Kinder

(ty) Die Stadtbücherei von Pfaffenhofen startet mit etlichen Vorlese-Terminen ins neue Jahr. "Das beliebte Bilderbuch-Kino, das einmal im Monat stattfindet, geht in eine neue Runde", heißt es aus der Stadtverwaltung. "Die kleinen Zuhörer dürfen sich auf Geschichten im Großformat freuen, denn die Bilder werden auf eine Leinwand projiziert." So entstehe der besondere Kino-Charakter. Das Bilderbuch-Kino findet den Angaben zufolge jeweils von 16 Uhr bis 16.30 Uhr an folgenden Freitagen statt: 13. Januar; 10. Februar; 10. März und 14. April. Die Teilnahme sei nur mit Voranmeldung unter (0 84 41) 78 22 40 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Neben dem beliebten Bilderbuch-Kino werden in der Stadtbücherei von Pfaffenhofen auch wieder gemütliche Vorlesestunden in kleiner Runde angeboten, wie die Verantwortlichen berichten. Ab 18. Januar trage an jedem Mittwochnachmittag eine ehrenamtliche Leserin von 16 bis 16.30 Uhr Geschichten aus dem großen Bilderbuch-Angebot der Bücherei vor. "Spannung, Spaß und Abenteuer sind garantiert", versichert das Team der Stadtbücherei. Diese Vorlese-Stunden fänden jeden Mittwoch, außer in den Ferien, statt. Eine kurzfristige Teilnahme sei auch ohne Voranmeldung möglich.

Freie Wähler nominieren Kandidaten

(ty) Die Freien Wähler aus dem Landkreis Pfaffenhofen nominieren am Donnerstag, 12. Januar, ihre Kandidaten für die im Herbst dieses Jahres anstehenden Landtags- und Bezirkstagswahlen. Die Aufstellungs-Versammlung findet im Gasthof Fuchs in Reichertshausen (Pfaffenhofener Straße 8) statt und beginnt um 19.30 Uhr. Der Stimmkreis 126, um den es hier jeweils geht, umfasst den gesamten Landkreis Pfaffenhofen mit Ausnahme der Gemeinden Scheyern, Hohenwart und Gerolsbach. Letztere drei Kommunen gehören zu einem anderen Stimmkreis. Auf der Tagesordnung der Versammlung stehen nach der Begrüßung durch den FW-Kreisvorsitzenden Sebastian Schrott zunächst Großworte von Landrat Albert Gürtner und vom stellvertretenden Bezirkstags-Präsidenten Rainer Schneider.

Kreativ-Schaffende für "Lange Nacht" gesucht

(ty) Die von der "Initiative Regional-Management Region Ingolstadt" (kurz: Irma) organisierte "Lange Nacht der Unternehmen und Wissenschaft" findet am 5. Mai statt. Die Verantwortlichen berichteten zuletzt von rund 40 mitwirkenden Unternehmen und Einrichtungen und kündigten die nächste Stufe der Planung an. Bis Ende dieses Monats werden demnach Kreativ-Schaffende aus der Region gesucht, die das bisherige Angebot "mit Impulsen aus der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft" ergänzen.

Zur Teilnahme haben sich laut "Irma"-Mitteilung bereits Unternehmen unterschiedlicher Branchen gemeldet, die nicht nur einen Blick hinter ihre Kulissen gewähren, sondern sich zusätzlich mit Akteuren aus dem Bereich der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft präsentieren wollen. In diesem Zusammenhang würden Kreativ-Schaffende gesucht, die an der "Langen Nacht" mitwirken und sich mit ihrem Angebot in den teilnehmenden Unternehmen präsentieren möchten. Sollten die Plätze in den Firmen nicht ausreichen, sei eine gemeinsame Ausstellung der Kreativ-Schaffenden geplant. Die Vermittlung beziehungsweise das Kontakte-Knüpfen zu den Firmen erfolge ab Februar über ein von "Irma" organisiertes Kennenlernen.

Mit der "Kreativ-Ausgabe der Langen Nacht" verfolgt "Irma" nach eigenem Bekunden das Ziel, Unternehmen aus der Region mit Akteuren aus dem Bereich der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft zu vernetzen, Chancen zur Kooperation aufzuzeigen sowie Synergie-Effekte nutzbarer zu machen. "Kreative Denkweisen und innovatives Herangehen gehören zu den Fähigkeiten der Zukunft – und genau darin liegen die Potenziale der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft", sagt Iris Eberl, die Leiterin der Irma-Geschäftsstelle. "Mit diesem Sonderthema möchten wir nicht nur das kreative Angebot in unserer Region sichtbarer machen, sondern auch Impulse für eine nachhaltige Zukunfts-Gestaltung mit der Kultur- und Kreativ-Wirtschaft in der Region setzen."

Wie auch in den Jahren davor übernehme das Regional-Management wieder die gesamte Marketing- und Pressearbeit sowie die Gesamt-Koordination und Organisation der Bus-Shuttles, die zu den teilnehmenden Einrichtungen am Abend fahren. Die Teilnahme an dem Event sei für alle Beteiligten wieder kostenfrei. Interessierte Kreativ-Schaffende aus der Region können sich beim Projekt-Team melden per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter (08 41) 88 52 11 - 205.

Deutlich weniger Schweine und Halter

(ty) Wie das bayerische Landesamt für Statistik jetzt mitgeteilt hat, ist nach den vorläufigen Ergebnissen der Schweine-Bestands-Erhebung zum Stichtag 3. November 2022 die Zahl der Schweine im Freistaat gegenüber dem Vorjahr um 12,1 Prozent oder 332 200 Tiere auf 2 409 300 Tiere gesunken. Die Anzahl der Schweine haltenden Betriebe lag mit rund 3500 bei 91,3 Prozent des Vorjahres-Niveaus: Zum 3. November 2021 waren noch rund 400 Betriebe mehr in Bayern aktiv. Im Durchschnitt hielt zuletzt jeder Betrieb 697 Tiere – rund 19 weniger als im November 2021.

Der im November 2022 registrierte Bestand an Zuchtsauen mit 50 Kilogramm oder mehr Lebendgewicht nahm im Vergleich zum Vorjahr um 13,2 Prozent auf 156 800 Tiere ab. Dabei fiel der Rückgang bei nicht trächtigen Sauen mit 15,4 Prozent etwas höher aus als bei trächtigen Sauen (minus 12,5 Prozent). Insbesondere der Bestand nicht trächtiger Jungsauen erfuhr eine deutliche Abnahme – und zwar um 22,2 Prozent auf 13 600 Tiere.

Auch der Ferkel-Bestand war abermals von einem hohen Rückgang betroffen: Er sank um 9,7 Prozent auf nunmehr 677 600 Tiere. Der Bestand an Jungschweinen bis 50 Kilogramm Lebendgewicht nahm um 17,7 Prozent auf 386 600 Tiere und damit gegenüber dem bayerischen Gesamt-Bestand überdurchschnittlich ab.

Der Bestand an Mastschweinen sank im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 Prozent auf 1 185 600 Tiere. Mit einem Minus von 23,0 Prozent ging dabei der Bestand an Mastschweinen mit einem Lebendgewicht von 110 Kilogramm oder mehr am stärksten zurück, wohingegen sich beispielsweise der Mastschweine-Bestand von 80 Kilo bis unter 110 Kilo Lebendgewicht nur um 6,3 Prozent auf 495 100 Tiere verringerte.

Fortschritte bei der Barrierefreiheit

(ty) Durch den Aus- und Neubau von Bahnstationen sind im vergangenen Jahr insgesamt 14 weitere barrierefreie Ein- und Ausstiegs-Möglichkeiten im bayerischen Bahnnetz entstanden. Damit gelten aktuell im Freistaat 506 von 1066 Bahnhöfen und Haltepunkte als komplett barrierefrei. "Rund 80 Prozent der Ein- und Aussteiger in Bayern profitieren davon", heißt es aus dem bayerischen Verkehrs-Ministerium. "Es freut mich, dass das Bahnnetz in Bayern wieder ein Stück barrierefreier geworden ist und wir dabei auch die Wegmarke von 500 ausgebauten Stationen passiert haben", so Verkehrsminister Christian Bernreiter. Jeder neue barrierefreie Bahnhof sei eine gute Nachricht für Bahnreisende und mache das klimaschonende Bahnfahren noch attraktiver. "Deswegen investieren wir freiwillig auch bayerisches Geld. Gemäß Grundgesetz ist aber der Bund in der Verantwortung. Er muss hier dringend schneller vorankommen."

Die im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen barrierefreien Stationen liegen in Oberbayern in Bischofswiesen, Feldkirchen bei München, Poing, Garching an der Alz und Rott am Inn, in Mittelfranken in Ansbach und Fürth-Klinikum, in Unterfranken mit Langenprozelten und Miltenberg, in Schwaben mit Harburg, Hoppingen und St. Mang sowie in der Oberpfalz mit Schwarzenfeld und in Niederbayern mit Spiegelau. Von ihrem Ausbau profitieren laut Ministerium nun rund 29 000 Ein- und Aussteiger am Tag. Fast alle diese Stationen werden von der "DB Station&Service AG" betrieben, mit Ausnahme der Bahnhöfe in Garching und Rott, die sich im Netz der DB-Tochter "Südostbayernbahn" befinden, sowie des Bahnhofs Miltenberg, der von der DB-Tochter "Westfrankenbahn" betrieben wird.

"Ich freue mich auch, dass 2022 bei vielen anderen Stationen im Freistaat der barrierefreie Ausbau vorangeschritten ist und bei einigen neuen Ausbau-Projekten wie in Parsberg oder Immenstadt die Finanzierung gesichert werden konnte", so Bernreiter.  Der Freistaat habe im vergangenen Jahr rund 16 Millionen Euro an Landesmitteln freiwillig in die Hand genommen, um den barrierefreien Stations-Ausbau in Bayern zu beschleunigen. "Weil sich einige Projekte verzögert und die DB bei mischfinanzierten Maßnahmen bevorzugt Bundesmittel abgerufen hat, ist der Betrag dieses Jahr geringer als im Vergleich zu den Vorjahren ausgefallen", heißt es aus München. "Es ist zu erwarten, dass heuer wieder deutlich mehr bayerische Mittel abgerufen werden, da besonders viele Inbetriebnahmen mit vorheriger Bauphase anstehen."

Wie das Ministerium unter Berufung auf Angaben der Bahnhofs-Betreiber erklärt, könnten heuer um die 30 weiteren Stationen in Bayern barrierefrei fertiggestellt werden. Die wichtigste Station dabei werde der Augsburger Hauptbahnhof sein. Die Barrierefreiheit werde sich sowohl in den Ballungsräumen verbessern, wo beispielsweise der S-Bahnhof München-Isartor hinzukomme, genauso aber auch im ländlichen Raum, wo unter anderem der modernisierte Bahnhof Tegernsee fertiggestellt werde.

Bernreiter: "Ich will für alle noch nicht barrierefreien Bahnstationen in Bayern eine Perspektive. Barrierefreiheit betrifft nicht nur Reisende mit Handicap. Sie bietet für alle mehr Reisekomfort, egal, ob man mit schwerem Gepäck, Kinderwagen oder Fahrrädern unterwegs ist." Barrierefreiheit trage zu einer modernen und nachhaltigen Mobilität bei, indem sie zur Nutzung der klimafreundlichen Schiene einlade.

Bernreiter verlangt von der Bundesregierung, dass sie zusätzliche Investitionen in den barrierefreien Stations-Ausbau ermöglicht. "Da ist angesichts der enormen Preissteigerungen und der zu erwartenden Fahrgast-Zuwächse aufgrund des Deutschland-Tickets dringender Handlungsbedarf." Wenn die Länder verstärkt beim barrierefreien Ausbau mitfinanzieren sollten, müsse der Bund das bei der Höhe der Regionalisierungsmittel berücksichtigen. "Außerdem brauchen wir ein neues Sonder-Programm des Bundes für Stationen mit weniger als 1000 Ein- und Aussteigern", so der bayerische Verkehrs-Minister. "Hier gibt es nach dem Auslaufen des Programms der Vorgänger-Regierung ein Vakuum, das gerade dem Bahnverkehr im ländlichen Raum schadet."


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