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74-Jährige fiel auf Lügen-Geschichte herein. Kripo hofft auf Hinweise zur Identität des Beute-Abholers und warnt erneut vor solchen Betrugs-Maschen.

(ty) Wie mehrfach berichtet, treiben nach wie vor Kriminelle in der Region mit so genannten Schock-Anrufen ihr Unwesen, um arglose Menschen um Geld und Wertsachen zu bringen. Im jüngsten Fall wurde am gestrigen Mittwoch eine 74-Jährige aus Ingolstadt-Gerolfing zum Opfer einer perfiden Masche. Wie aus dem heutigen Bericht des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord hervorgeht, fiel die Frau auf die Lügen-Geschichte von Telefon-Betrügern herein und übergab schließlich einen fünfstelligen Euro-Betrag und Schmuck an einen ihr fremden, jungen Mann. Die Kripo hofft auf Zeugen-Hinweise, warnt zugleich erneut vor solchen Betrügereien und gibt konkrete Präventions-Hinweise.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord hatte sich gegen 15 Uhr ein unbekannter Krimineller telefonisch bei der 74-Jährigen aus Ingolstadt-Gerolfing gemeldet und sich dabei als Polizist ausgegeben. Der vermeintliche Beamte habe der Frau dann vorgekaukelt, dass deren Schwester einen schweren Verkehrsunfall verursacht habe. Außerdem habe er ihr vorgelogen, dass eine sofortige Haftstrafe für die Schwester nur durch die Hinterlegung einer hohen Kautions-Summe zu vermeiden wäre. "Die Seniorin ließ sich im Verlauf des Gesprächs derart unter Druck setzen, dass sie schließlich rund 15 000 Euro sowie mehrere Schmuckstücke an einen unbekannten Abholer übergab", heißt es weiter.

Dieser Mann war nach Erkenntnissen der Polizei auffallend jung, sein Alter wird auf 18 Jahre geschätzt. Außerdem wird der Unbekannte als 165 bis 168 Zentimeter groß und von schlanker Statur beschrieben. Er habe blondes, lockiges Haar. Bei der Abholung der Beute habe er schwarze Kleidung getragen. Die Kripo hat die Ermittlungen in dem Fall bereits übernommen. Nach den  bisherigen Erkenntnissen sei der Täter gegen 16.30 Uhr mit einem Taxi nach Gerolfing gebracht worden und habe dieses im Bereich der Gerolfstraße beziehungsweise "Am Hirtenfeld" verlassen. Etwaige Zeugen, die den Mann gesehen oder dessen Abholung vom Tatort beobachtet haben, werden darum gebeten, sich unter der Rufnummer (08 41) 93 43 0 bei der Kripo zu melden. 

Präventions-Hinweise der Polizei:

  • Legen Sie am besten auf, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
  • Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizei-Notruf-Nummer 110 an. Das machen nur Betrüger. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruf-Taste.
  • Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an.
  • Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei.
  • Die echte Polizei fordert niemals Bargeld, Überweisungen oder Wertgegenstände von Ihnen, um Ermittlungen durchzuführen.
  • ​​​​​​Sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter. 

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