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Trainiert wurde übers Wochenende die Nachrichten-Übermittlung bei Stromausfall. Auch Akteure aus dem Raum Pfaffenhofen nahmen teil.

(ty) Nach der bundesweiten Notfunk-Übung, die am vergangenen Wochenende auf Initiative des deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) stattgefunden hat, ziehen die Funk-Amateure aus der Region eine positive Bilanz und sehen sich für den Fall eines Stromausfalls "gut gerüstet". Wie angekündigt, nahmen auch Akteure aus dem DARC-Ortsverband von Pfaffenhofen an der Aktion teil. Zum vorrangigen Ziel war im Vorfeld erklärt worden, dass man die für den Notfunk notwendigen technischen Prozesse trainieren wolle. "Zur Teilnahme waren ausschließlich vom Stromnetz unabhängige Geräte erlaubt", wurde heute zusammengefasst. "Damit sollte die Nachrichten-Übermittlung bei Stromausfall geübt werden."

Im DARC-Distrikt Oberbayern war nach den Worten von Alfred Artner aus Wolnzach, dem ehemaligen Chef des DARC-Ortsverbands von Pfaffenhofen, im Rahmen der Übung auch der Kontakt über größere Entfernungen erwünscht. "Dafür stand ein mit Notstrom versorgter Funk-Umsetzer in der Nähe von Pfaffenhofen an der Ilm zur Verfügung", berichtet er in seiner Funktion als für die Öffentlichkeitsarbeit in diesem Distrikt zuständiger DARC-Referent. Diese Notstrom-Versorgung für den Funk-Umsetzer sei erst im vergangenen Jahr auf seine Initiative hin realisiert worden.

Umgesetzt worden sei dieses Projekt mit fachlicher Unterstützung durch Funk-Amateure aus der Region sowie mit finanzieller Förderung durch das EU-Programm "Leader" – über die "Lokale Aktions-Gruppe" (LAG) im Landkreis Pfaffenhofen – und den hiesigen DARC-Distrikt. "Der Umsetzer deckt große Bereiche von Oberbayern ab und ermöglicht damit im Notfall auch eine sichere Verbindung bis in die Landeshauptstadt München", heißt es in einer aktuellen Presse-Mitteilung des DARC-Distrikts. 

Über diesen Funk-Umsetzer in der Hallertau habe während der 60-stündigen Übung – mit Ausnahme der späten Nachtstunden und frühen Morgenstunden – fast durchgehend jede Stunde mindestens eine Amateurfunk-Station bereit gestanden, um Nachrichten entgegenzunehmen sowie weiterzuleiten. In dieser Zeit seien im Zuge der Übung "an die 200 Nachrichten bearbeitet" worden.

Die meisten in diesem Bereich beteiligten Stationen kamen nach Angaben des DARC aus dem Großraum Vaterstetten und Haar bei München sowie aus dem Kreis Pfaffenhofen. Aber auch aus den Landkreisen Freising, Dachau und Fürstenfeldbruck seien Funk-Amateure zu hören gewesen. "Die Notstrom-Versorgung des Funk-Umsetzers hat sich nach diesen 2,5 Einsatztagen bestens bewährt", lautete heute Vormittag das Fazit des hiesigen DARC-Distrikts: "Am Montagmorgen war noch ein Rest an Akku-Kapazität von 42 Prozent übrig."

Wie Artner weiter berichtet, mussten die an der Übung beteiligten Funk-Amateure den Funkverkehr "genauestens dokumentieren, damit die Aktion zentral ausgewertet werden kann". Denn es gehe nicht zuletzt darum, etwaige Schwachstellen aufzudecken sowie die daraus gewonnen Erfahrungen in die nächsten Übungen einfließen zu lassen. 

"Der Distrikt Oberbayern ist mit seinen rund 2200 Mitgliedern einer von 24 Distrikten des DARC", erklärt Artner. Weltweit gebe es mehr als zwei Millionen Funk-Amateure. "Wir freuen uns, wenn wir es Interessenten ermöglichen können, auch dazuzugehören", wirbt der Wolnzacher.

Wer Interesse am Amateurfunk im Allgemeinen und an Notfunk im Besonderen hat, kann sich bei Alfred Artner per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! in Verbindung setzen oder sich auf der Homepage des Pfaffenhofener DARC-Ortsverbands unter https://c22.db0xf.de näher informieren. Der "DARC e.V." ist nach eigenem Bekunden die größte Vereinigung von Funk-Amateuren in Deutschland und Europa. Er gliedere sich bundesweit in 24 Distrikte sowie rund 1000 Ortsverbände. Zu den Aufgaben des Klubs zählen den Angaben zufolge die Förderung des Amateurfunks und die Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen für den Amateurfunk-Dienst. 

Zum Hintergrund:

Funk-Amateure aus dem Landkreis PAF unterstützen bundesweite Notfunk-Übung


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