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Christian Schuster (38) meisterte die gut 60 Kilometer lange Strecke mit seinem Freund Hans Jäger fast wie geplant. Zahlreiche Begleiter waren zeitweise dabei.

(ty) Geschafft! Nach rund acht Stunden hatte der Extrem-Läufer Christian Schuster am heutigen Samstag gegen 17.30 Uhr sein ambitioniertes Ziel erreicht: Er durchquerte das Stadt-Gebiet von Pfaffenhofen und ließ dabei kaum eine Straße aus, so dass am Ende, wie geplant, eine Distanz von gut 60 Kilometern heraussprang. Bei idealen äußeren Bedingungen absolvierte der 38-jährige Ausdauer-Athlet diese Herausforderung "ziemlich entspannt und mit vielen positiven Gefühlen", wie er danach im Gespräch mit unserer Zeitung erzählte.

Schusters Name steht zwar für dieses außergewöhnliche Sport-Event in Pfaffenhofen. Aber genauso viel Anerkennung gebührt seinem Kumpel Hans Jäger. Denn der 55-Jährige, der für diese Aktion extra aus der Heidelberger Gegend angereist war, meisterte den "etwas anderen Stadt-Lauf" an der Seite des 38-Jährigen. 

Im Schlepptau hatten die beiden erfahrenen Ultra-Läufer mehrere Dutzend Begleiter – genauso, wie es sich Schuster erhofft hatte. Insgesamt 32 Erwachsene sowie 16 Kinder und Jugendliche seien mit ihm und seinem Freund eine Zeitlang unterwegs gewesen, berichtet Schuster.

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Ein Läufer sei erst nach 50 Kilometern ausgestiegen, etliche andere seien Distanzen wie etwa bei einem Halbmarathon, also rund 20 Kilometer, gelaufen. Sieben Erwachsene und neun Kinder haben sich aufs Fahrrad geschwungen, um die Extrem-Läufer ein Stück ihres Weges zu begleiten.

Was Schuster besonders freut: Auch seine 16 Jahre alte Tochter Vanessa hatte ihre Laufschuhe geschnürt, um sich etwa drei Kilometer lang an die Fersen ihres Papas zu heften. Als "richtig genial" empfand der Erzieher zudem, dass sein Werben für den Lauf auch in seinem Kindergarten "Arche Noah" Früchte getragen hatte.

Neun Kita-Kinder seien mit fünf Mamas und Papas ein ganzes Stück mitgejoggt, so Schuster. Was ihn total gefreut habe. Und ihre Teilnahme empfand er als "riesige Wertschätzung". Wie abgesprochen, tauchten Schusters Eltern ab Kilometer 10 an festen Punkten – etwa alle fünf Kilometer – auf, um die Ultra-Sportler mit Getränken und Essen zu versorgen.

"Glücklich, erleichtert, stolz", so beschrieb der 38-Jährige seine Gefühlslage nach dem "Ziel-Einlauf" im Interview mit unserer Zeitung. Etwa ab Kilometer 50 habe er seine Fersen gespürt, räumt er ein. "Kein Wunder, wenn man fast nur auf Asphalt läuft", meint Schuster. Blasen an den Füßen habe er nicht und bislang auch keinen Muskelkater. Etwa 30 Minuten seien er und sein Freund am Ende über dem Marsch-Plan gewesen. Doch das juckt ihn überhaupt nicht. Denn er sei nicht auf Zeit gelaufen.

Die beiden Lauf-Freunde nutzten die heutige Aktion auch zur Vorbereitung auf ihre sportlichen Jahres-Höhepunkte, wie sie gegenüber unserer Redaktion erklärten. Christian Schuster will nämlich Anfang August im österreichischen Pitztal einen 100-Kilometer-Lauf mit insgesamt 6100 Höhenmetern bewältigen. Hans Jäger plant eine ähnlich harte Herausforderung: Er hat sich den Eiger-Ultra-Trail in der Schweiz mit 51 Kilometern und 3800 Höhenmetern vorgenommen.

Schusters Zusammenfassung nach dem heutigen Ultra-Lauf.

Zum Hintergrund:

Extrem-Sportler hofft bei großem 60-Kilometer-Lauf durch PAF auf viele Begleiter

Extrem-Sportler plant "etwas anderen Stadt-Lauf": Gut 60 Kilometer durch Pfaffenhofen


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