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Der charmante Kevin aus Kanada entpuppte sich als Betrüger und prellte eine Frau aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen um einen fünfstelligen Eurobetrag 

(ty) Kevin Reider ist aus Kanada, ziemlich reich und ein recht durchtriebenes Früchtchen. Aber eben auch charmant. Zumindest schriftlich. Das bekam eine Frau aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen schmerzlich zu spüren, die jenen „Kevin“ auf einer Internetplattform kennengelernt hatte. Am Ende hat sie der virtuelle Flirt, der von Mitte Juni bis gestern gedauert hat, einen fünfstelligen Eurobetrag gekostet. Zu dem erhofften Treffen indes kam es nie.

Der angebliche Kevin war – so beschreibt es die Geschädigte – sehr charmant und gewann schnell ihr Vertrauen. Er wollte sie auch in Deutschland besuchen. Zuvor musste der wohlhabende Kevin aber noch schnell nach Ghana, um dort Gold im Wert von mehreren Millionen Euro zu kaufen.

Als er angeblich in Ghana angekommen war, begannen seine durchaus geschickten Bitten um finanzielle Hilfe. Einmal war das Zertifikat für das gekaufte Gold nicht in Ordnung, dann wurde er vom Zoll festgehalten oder es gab Probleme bei der Bezahlung der Hotelkosten. Um ihm aus der misslichen Lage zu helfen, hat die gutgläubige Frau dann tatsächlich in kurzen Zeitabständen mehrere Geldbeträge per Western Union nach Ghana überwiesen. Zu einem Treffen in Deutschland ist es indes nie gekommen.

Als die Frau dann doch misstrauisch wurde, hat der vermeintliche Kevin seine Strategie geändert. Bei der Geschädigten meldete sich plötzlich ein angeblicher Thomas, der sie vor Kevin warnte. Kevin wäre ein Betrüger, aber er würde ihn kennen und würde ihr auch seine Personalien liefern. Allerdings müsse er dann um sein Leben fürchten und untertauchen.

Deswegen sollte sie dem vermeintlichen Thomas wieder Geld schicken. Darauf ist die Geschädigte aber nicht mehr hereingefallen und hat die Sache bei der Polizei angezeigt.


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