Der Syrer war technisch so ausgerüstet, dass ihm ein Unbekannter die Lösungen einsagen konnte. Nachdem er aufgeflogen war, bedrohte er den Prüfer.
(ty) Handfesten strafrechtlichen Ärger hat sich ein 19-Jähriger am gestrigen Nachmittag im Gemeinde-Gebiet von Kinding (Kreis Eichstätt) eingehandelt. Laut heutiger Mitteilung der Polizei zeigte sich der junge Syrer bei einem Termin zur theoretischen Führerschein-Prüfung nur bedingt "bestens" vorbereitet – und wollte betrügen. Er war den Angaben zufolge in Manier eines Geheimagenten mit einem Funk-Kopfhörer und einer Mikro-Knopfkamera über sein Mobiltelefon verkabelt, sodass ihm ein bislang unbekannter Täter sämtliche Lösungen einsagen konnte.
Der findige Prüfer habe den 19-Jährigen dann allerdings nach dem Abschluss der Prüfung mit seinem Verdacht auf Unterschleif konfrontiert. Daraufhin sei es zu einem Wortgefecht gekommen, im Rahmen dessen der Syrer den 44-Jährigen auch noch bedroht habe. Der Prüfer habe den jungen Mann am Ort des Geschehens – an der Hauptstraße im Ortsteil Enkering – bis zum Eintreffen der hinzugerufenen Streifenbeamten von der örtlich zuständigen Polizeiinspektion aus Beilngries festhalten können.
Von den angerückten Einsatzkräften seien schließlich sämtliche der oben genannten Utensilien aufgefunden und sichergestellt worden. Der im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz wohnende 19-Jährige müsse sich jetzt wegen mehrerer Delikte strafrechtlich verantworten. Außerdem muss er nach Einschätzung der Gesetzeshüter um seine erneute Zulassung zur theoretischen Führerschein-Prüfung fürchten. Aufgeflogen war er gestern gegen 14.15 Uhr.





