Kurznachrichten, Termine und Notizen für den Landkreis Pfaffenhofen und Umgebung
12.500 Euro für nachhaltige Partnerschaft
(ty) Es ist ein weiter Weg von den nebligen Hängen Turrialbas in Costa Rica bis in die Hallen der Rösterei "Fausto". Doch für Kinga und Klaus Wildmoser, Inhaber der Firma, und die Verantwortlichen in Pfaffenhofen ist diese Distanz in den vergangenen Jahren gefühlt geschrumpft. Ihr gemeinsames Projekt "Pura Vida" zeigt nach eigenem Bekunden, "dass fairer Handel keine abstrakte Floskel bleiben muss, sondern messbare Ergebnisse liefert": Nur zwei Jahre nach dem Produktions-Start überreichte Wildmoser nun einen Spenden-Scheck über 12 500 Euro – "ein neuer Rekordwert, der die Vorjahres-Summe deutlich übersteigt".
Das Geld fließe an die Stadt Pfaffenhofen und an die Direkt-Vermarkter-Initiative "Pfaffenhofener Land" – und zwar "für den ökologischen Umbau in Pfaffenhofen und Costa Rica". Die Mittel stammen den Angaben zufolge vollständig aus dem Verkauf der "Pura-Vida"-Produkte: Von jedem verkauften Kilo Kaffee oder Kakao fließe ein Euro direkt in ökologische Projekte. "Das Geld versickert nicht in anonymen Apparaten, sondern fördert die ökologische Landwirtschaft paritätisch – in der Hallertau und in der costaricanischen Partner-Kommune", heißt es in einer Presse-Mitteilung.
Dass der Erlös so deutlich gestiegen sei, liege auch an der außergewöhnlichen Qualität der Rohstoffe. Die Partner-Farm "Nortico" in Costa Rica sei beim "Cocoa of Excellence" 2023 als Landessieger ausgezeichnet worden – eine Ehrung, die in der Branche als "World-Cup" des Edel-Kakaos gelte. Für den Familien-Betrieb bedeute dies nicht nur Prestige, sondern den Zugang zu einem globalen Netzwerk für Spitzenqualität. "Wir kennen nicht nur unsere Produzenten, sondern jeden Baum und Strauch", sagt Kinga Wildmoser. Die Farm befinde sich zudem auf den letzten Metern zur offiziellen Bio-Zertifizierung.
"Pura-Vida ist ein großartiges Beispiel dafür, wie globales Denken und lokales Handeln zusammenpassen", so Bürgermeister Thomas Herker (SPF). Die gestiegene Summe sei Beleg dafür, dass bewusster Konsum eine konkrete, greifbare Wirkung entfalten könne. Für die Kreisstadt sei das Projekt ein zentraler Baustein der offiziellen Nachhaltigkeits-Partnerschaft mit Turrialba, die seit 2020 bestehe und unter anderem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) gefördert werde.
Markus Käser von "Pfaffenhofener Land" sieht in der Spendensumme vor allem einen Motor für die Zukunft: "Pura-Vida ist Genuss, der alle glücklich macht. Mit den zusätzlichen Mitteln können wir den Ausbau bio-regionaler Produkte weiter vorantreiben – hier bei uns und in Turrialba." In Costa Rica seien mit den Mitteln bereits Schulungen für Kakao-Bauern finanziert und Agroforst-Systeme angelegt worden; in der Region Pfaffenhofen stärke das Geld die Strukturen für ökologisch erzeugte Lebensmittel.
Grünen-Veranstaltung in Pfaffenhofen
(ty) "Wenige Tech-Konzerne bestimmen heute, wie wir kommunizieren, uns informieren und handeln", heißt es aus dem Grünen-Ortsverband von Pfaffenhofen. Gerade in Zeiten, in denen demokratische Prozesse zunehmend digital stattfänden, sei es wichtig, dass Bürger selbstbestimmt über ihre digitale Kommunikation entscheiden könnten. Im Rahmen des "Digital Independence Days" (DID) sei auch in der Kreisstadt eine Initiative entstanden, "die Menschen dabei unterstützt, ihre digitale Unabhängigkeit Schritt für Schritt zurückzugewinnen".
Seit Februar laden die Grünen jeden ersten Sonntag im Monat zu einem kostenlosen Info- und Unterstützungs-Angebot ein. Die Veranstaltungs-Reihe sei Teil einer bundesweiten Bewegung, die vom "Chaos Computer Club" und zahlreichen Organisationen getragen werde – mit prominenter Unterstützung von Autor Marc-Uwe Kling. Die Zusammenkunft am morgigen Sonntag, 1. März, in Pfaffenhofen findet im Grünen-Büro am Riederweg 8 statt und beginnt um 17 Uhr. Die Teilnahme ist kostenlos; eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Diesmal stehe besonders die Installation des sicheren Messengers "Signal" im Mittelpunkt.
"Die Veranstaltungen richten sich ausdrücklich an Menschen ohne technische Vorkenntnisse", betonen die örtlichen Grünen. "Neben Informationen zu alternativen Suchmaschinen, Messenger-Diensten, Browsern und E-Mail-Anbietern erhalten Besucher konkrete Unterstützung beim Umstieg." Interessierte könnten ihre Geräte mitbringen. "Es geht nicht darum, von heute auf morgen das digitale Leben komplett umzukrempeln", so das Organisations-Team. Vielmehr solle der monatliche Termin als Ritual dienen, bei dem Interessierte in entspannter Atmosphäre konkrete Alternativen kennenlernen könnten. Der Fokus liege auf praktischer Hilfe.
Selbsthilfe-Gruppe trifft sich wieder
(ty) Der in Pfaffenhofen ansässige Verein "Schmerzfrei e.V." lädt für kommenden Montag, 2. März, zum nächsten Gesprächskreis in der Kreisstadt ein. Die Zusammenkunft findet im Bürger-Zentrum am Hofberg (hinter dem Landratsamt) statt und beginnt um 18 Uhr. Alle Interessierten seien dazu eingeladen; allerdings sei eine Anmeldung per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter der Mobilfunk-Nummer 01 51 - 16 59 34 71 erforderlich.
Unter diesen Kontakt-Daten könne man sich auch näher informieren. Diese Selbsthilfe-Gruppe für Menschen mit chronischen Schmerzen bietet den Angaben zufolge Betroffenen und ihren Angehörigen eine Plattform zum Austausch von Erfahrungen, zur Unterstützung und zur gemeinsamen Bewältigung von chronischen Schmerzen. Die Treffen böten "eine wertvolle Gelegenheit, neue Strategien zur Schmerz-Therapie kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen", heißt es aus dem Verein.
Der "Schmerzfrei e.V." wurde, wie berichtet, im März 2024 gegründet. Er hat sich nach eigenem Bekunden zum Ziel gesetzt, Menschen mit chronischen Schmerzen und deren Angehörige zu unterstützen sowie ihnen dabei zu helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Die Vereins-Arbeit basiere dabei auf drei Säulen: Neben der Einrichtung der genannten Selbsthilfe-Gruppe geht es um die Vernetzung von Ärzten, Therapeuten und Wegbegleitern sowie um Info-Veranstaltungen. Weiteres zu dem Verein gibt es auf dessen Internet-Seite unter www.schmerzfrei-ev.de.
Märzenbecher-Wanderung im Auwald
(ty) Am Sonntag, 8. März, bietet das Landratsamt von Neuburg-Schrobenhausen zusammen mit dem Auen-Zentrum Neuburg-Ingolstadt im Rahmen der "Bayern-Tour Natur" eine "Wanderung zu den Märzenbechern im Auwald" an. Diese findet von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr statt; Treffpunkt für die Tour mit Naturschutz-Wächter Horst Schwark ist der Eingang am Schloss Grünau. Die Gebühr beträgt laut Landratsamt für Erwachsene je zehn Euro; Kinder bis zum Alter von zwölf Jahren dürfen kostenlos mit. Anmeldungen nimmt die Behörde telefonisch unter (0 84 31) 57 - 39 0 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis Freitag entgegen.
Erforderlich für die rund fünf Kilometer lange Tour seien feste Schuhe und dem Wetter angepasste Kleidung. Die Veranstaltung ist ausdrücklich für Familien geeignet. "Im Sommer undurchdringlicher Dschungel, im Winter-Halbjahr dagegen sonnendurchflutet – der Auwald", heißt es in der Ankündigung aus der Kreis-Behörde. "Nur ein kurzes Zeitfenster zwischen Schneeschmelze und Belaubung können die Pflanzen für ihre Entwicklung nutzen. Kaum ist der Schnee verschwunden, erscheinen schon die ersten Frühjahrs-Blüher, Märzenbecher und Blaustern, gefolgt von Primeln, Lungenblumen und Bärlauch."
Nominallohn-Zuwachs in Bayern
(ty) Die nominalen Verdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Bayern sind im vergangenen Jahr um durchschnittlich 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. "Dabei handelt es sich um den dritthöchsten Anstieg der Nominallöhne seit 2008", erklärt das Landesamt für Statistik. Im Jahr 2023 hatte das Nominallohn-Wachstum bei 6,3 Prozent und im Jahr 2024 bei 5,3 Prozent gelegen. Die Verbraucher-Preise nahmen im vergangenen Jahr um 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Somit stiegen die realen (preisbereinigten) Brutto-Monatsverdienste einschließlich Sonder-Zahlungen aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im selben Zeitraum durchschnittlich um 2,0 Prozent.
Im produzierenden Gewerbe im Freistaat erhöhen sich die Nominallöhne im Jahres-Durchschnitt 2025 mit 3,0 Prozent im Vergleich zur Gesamtwirtschaft (plus 4,2 Prozent) weniger stark. Innerhalb des produzierenden Gewerbes wiesen die Wirtschafts-Abschnitte "Wasser-Versorgung; Abwasser- und Abfall-Entsorgung und Beseitigung von Umwelt-Verschmutzungen" (plus 4,8 Prozent) und "Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden" (plus 4,3 Prozent) ein überdurchschnittliches Nominallohn-Wachstum auf. Eine unterdurchschnittliche Steigerung ließ sich unter anderem im Abschnitt "Verarbeitendes Gewerbe" mit einem Plus von 2,7 Prozent feststellen.

Im Dienstleistungs-Bereich lag die nominale Verdienst-Steigerung im Vergleich zum Vorjahr mit 4,8 Prozent über dem gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt (plus 4,2 Prozent). Innerhalb des Dienstleistungs-Bereichs verzeichneten im vergangenen Jahr insbesondere die Abschnitte "Information und Kommunikation" sowie "Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen" mit jeweils einem Plus von 5,8 Prozent starke Verdienst-Steigerungen gegenüber dem Vorjahr. Auch im Abschnitt "Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen" stiegen die Verdienste überdurchschnittlich (plus 5,6 Prozent). Dagegen fiel das Nominallohn-Wachstum in den Abschnitten "Kunst, Unterhaltung und Erholung" (plus 3,7 Prozent) sowie "Verkehr und Lagerei" (plus 2,9 Prozent) vergleichsweise gering aus.

Bei Betrachtung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nach ihrem Beschäftigungs-Umfang zeigt sich, dass Vollzeitkräfte im vergangenen Jahr in Bayern mit 4,4 Prozent einen leicht überdurchschnittlichen Anstieg der Nominallöhne aufwiesen. Unter den Vollzeit-Beschäftigten hatte das Fünftel mit den geringsten Verdiensten (1. Quintil) mit im Durchschnitt 5,8 Prozent den höchsten Nominallohn-Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Für das oberste Fünftel mit den höchsten Verdiensten unter den Beschäftigten in Vollzeit (5. Quintil) belief sich der Lohnanstieg auf durchschnittlich 4,1 Prozent. Die nominalen Verdienste von vollzeitbeschäftigten Frauen nahmen im vergangenen Jahr mit im Schnitt 4,8 Prozent etwas stärker zu als die Nominallöhne von Männern in Vollzeit mit durchschnittlich 4,2 Prozent.
Dagegen lag die nominale Verdienst-Steigerung von geringfügig Beschäftigten im vergangenen Jahr im Freistaat im Vergleich zum Vorjahr mit 0,2 Prozent deutlich unter der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der Nominallöhne aller Beschäftigten. Teilzeitkräfte verzeichneten im Jahresdurchschnitt 2025 ein leicht unterdurchschnittliches Plus von 4,0 Prozent.





