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Betrunkene Pkw-Lenkerin (48) war am Wochenende auf der A9 und der A93 in falscher Richtung unterwegs. Sie sitzt jetzt in U-Haft. Zwei Beinahe-Crashs.

(ty) Eine betrunkene 48-Jährige ist in der Nacht zum Samstag am Steuer eines Pkw als Geisterfahrerin auf der A9 und auf der A93 unterwegs gewesen. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord am heutigen Montag weiter bekannt gegeben hat, kam es im Rahmen der Fahndungs-Maßnahmen auf der A93 zwischen der Anschlussstelle Mainburg und dem Autobahn-Dreieck Holledau zu einem Beinahe-Zusammenstoß zwischen einem Streifenwagen der Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt und dem Cupra der Frau. Die Kripo ermittele nun auch wegen eines versuchten Tötungs-Deliktes gegen die 48-Jährige. Gegen die Frau sei Haftbefehl erlassen worden.

Laut Polizei setzten am Samstagmorgen kurz vor 0.30 Uhr mehrere Verkehrsteilnehmer einen Notruf ab und meldeten bei der Einsatz-Zentrale einen Wagen, der auf der A9 in falscher Richtung unterwegs war. Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sei der Pkw in Richtung Norden gesteuert worden – dafür sei jedoch die Fahrbahn in Richtung München genutzt worden. Unweit des Autobahn-Dreiecks Holledau sei es zu einem ersten Beinahe-Zusammenstoß mit dem Pkw eines anderen Verkehrsteilnehmers gekommen. Die Geisterfahrerin wechselte dann laut Polizei am Autobahn-Dreieck auf die A93 und war erneut falsch unterwegs: Sie habe ihren Wagen in Richtung Regensburg gelenkt, dafür aber die Autobahn in Fahrtrichtung Holledau genutzt.

An der Anschlussstelle bei Mainburg verließ die 48-Jährige nach den Worten einer Polizei-Sprecherin die A93 und fuhr anschließend erneut auf diese auf. Und wieder sei die Cupra-Lenkerin dann als Geisterfahrerin unterwegs gewesen. Auf der Fahrbahn in Richtung Regensburg habe sie ihren Wagen in Richtung des Autobahn-Dreiecks Holledau gesteuert. Mehrere Streifenwagen der Verkehrspolizei-Inspektion aus Ingolstadt seien zu diesem Zeitpunkt bereits in die Fahndung nach der Frau eingebunden gewesen. "Hierbei kam es zu einem Beinahe-Zusammenstoß des Pkw der Geisterfahrerin mit einem Streifenwagen, der nur durch die schnelle Reaktion der Beamtinnen verhindert werden konnte", heißt es weiter.

Die Falschfahrerin habe ihre Tour fortgesetzt. Von weiteren Streifenbeamten sei sie schließlich auf der A93 südwestlich von Wolnzach gestoppt worden, erklärt das Polizeipräsidium Oberbayern-Nord. Ein erster Atem-Test habe bei der 48 Jahre alten Deutschen einen Alkohol-Pegel im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit ergeben. Die Frau sei von den Einsatzkräften vorläufig festgenommen worden. "Aufgrund der massiven Gefährdung mehrerer Verkehrsteilnehmer sowie der Polizeistreife" ermittelt die Kriminalpolizei-Inspektion aus Ingolstadt laut heutiger Mitteilung jetzt auch wegen versuchten Totschlags gegen die Falschfahrerin.

Die Frau sei noch am Samstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft von Ingolstadt einem Haftrichter am Amtsgericht in Ingolstadt vorgeführt worden. Dieser habe einen Haftbefehl gegen die Frau erlassen. Die Beschuldigte sei daraufhin in eine bayerische Justizvollzugsanstalt gebracht worden. Zeugen der Geisterfahrten sowie Verkehrsteilnehmer, die sich durch das Verhalten der 48-Jährigen gefährdet sahen, werden darum gebeten, sich unter der Telefonnummer (08 41) 93 43 0 mit der Kriminalpolizei-Inspektion in Ingolstadt in Verbindung zu setzen.


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