Mit ihrer Langfinger-Aktion in Unterschleißheim gelang der Truppe bereits der zweite Coup in dieser Saison. Unterstützung kam diesmal aus Kirchdorf.
(ty) Erneut zugeschlagen haben in einer gemeinsamen Aktion die Maibaum-Klauer aus Wolnzach-Königsfeld und Reichertshausen-Steinkirchen. Nachdem sie – wie berichtet – ihre diesjährige Langfinger-Saison mit einem spektakulären Manöver im Landkreis Eichstätt eröffnet hatten, musste diesmal ein stattlicher Stamm aus Unterschleißheim bei München dran glauben. Zuvor hatte eine überregionale Suche nach einem zum Stehlen geeigneten Maibaum stattgefunden, die zunächst ohne Erfolg geblieben war.
Während ein Teil des Teams die stundenlange Suche am Abend beendete, setzte Julian Magg, der Chef der Steinkirchener Maibaum-Diebe, die Nachforschungen fort. Gegen 2 Uhr nachts habe er schließlich den entscheidenden Hinweis aus der Such-Gruppe erhalten, die in Unterschleißheim einen unbewachten, frisch bearbeiteten Maibaum entdeckt hatte. Sofort informierte er daraufhin Patrick Promberger, das Oberhaupt der Königsfelder Maibaum-Diebe – und beide konnten trotz der frühen Stunde kurzfristig ein Klau-Team mobilisieren.

Unterstützung kam, so wurde unserer Zeitung berichtet, spontan aus Kirchdorf im Landkreis Kelheim. Dadurch seien zusätzliche Helfer gewonnen worden, die zuvor ihrerseits – erfolglos – auf Beutezug gewesen seien. "Diese zögerten nicht lange und so kamen in kürzester Zeit etwa 25 Leute zusammen, wodurch wir nun genug Manneskraft hatten", schildert Promberger. Mit vereinten Kräften sei es schließlich am vergangenen Samstag kurz vor 4 Uhr morgens gelungen, den mehr als 31 Meter langen Baum in Unterschleißheim zu entwenden.
Nach langen und zähen Verhandlungen mit dem verantwortlichen Verein habe man den Baum gegen das Versprechen, dass er mit einem Spanferkel und 100 Liter Bier ausgelöst werde, zwei Tage später wieder zurückgebracht, erklärt Promberger. Man bedanke sich insbesondere bei den spontanen Helfern aus Kirchdorf, deren Einsatz maßgeblich zum Gelingen der Aktion beigetragen hatte. Promberger und Magg sind sich sicher: "Unser Maibaum-Klau geht auch in Zukunft munter weiter."

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