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Die Arbeitslosen-Quote beträgt aktuell 2,6 Prozent. Für Ingolstadt werden 5,1 Prozent gemeldet, für die gesamte Region 3,5 Prozent. 

(ty) "Unser regionaler Arbeitsmarkt steht auch im April weiterhin unter dem Einfluss der aktuellen Krisen und des tiefgreifenden Transformations-Prozesses in der Industrie", erklärt Johannes Kolb, der Leiter der Agentur für Arbeit in Ingolstadt, zur Lage in der Region 10 – also in den Landkreisen Pfaffenhofen, Neuburg-Schrobenhausen, und Eichstätt sowie in Ingolstadt. Dies prägt seinen Worten zufolge seit geraumer Zeit die Entwicklung der Beschäftigungs-Situation. Dennoch sei im zu Ende gehenden April die Zahl der Arbeitslosen erneut zurückgegangen. "Ob dies als vorsichtiges Signal für ein leises Frühlings-Erwachen gewertet werden kann, bleibt abzuwarten", so der Behörden-Chef.

Saisonale Effekte durch die von der guten Witterung begünstigte Wiederaufnahme der Tätigkeiten in den Außen-Berufen spielen hier laut Kolb eine Rolle. "Insgesamt aber bleibt die Arbeitslosigkeit hoch und die Lage angespannt. Dadurch agieren viele Unternehmen weiterhin zurückhaltend bei Neueinstellungen." Zum Stichtag in diesem April waren laut heutiger Mitteilung in der Region insgesamt 10 412 Personen arbeitslos gemeldet – 347 weniger als im März.

Vor Jahresfrist waren allerdings 923 Arbeitslose weniger registriert worden. Die Arbeitslosen-Quote für die gesamte Region 10 liegt jetzt bei 3,5 Prozent und damit 0,1 Punkte niedriger als zuletzt. Im April vergangenen Jahres hatte sie 3,2 Prozent betragen. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt laut Agentur für Arbeit, "dass der Bestand an arbeitslosen Bürgerinnen und Bürgern in einem April zuletzt 2005 höher war".

Am regionalen Ausbildungsmarkt, "der sich nach wie vor stabil und aufnahmefähig zeigt", beginne die heiße Phase. "Viele Unternehmen setzen bewusst auf die Ausbildung junger Menschen, um einem langfristigen Fachkräfte-Mangel entgegenzuwirken und sich zukunftssicher aufzustellen", weiß Kolb. "Für Bewerberinnen und Bewerber bestehen nach wie vor sehr gute Chancen, eine passende Lehrstelle zu finden." Zum Stichtag im April habe sich das Angebot an Lehrstellen noch über alle Bereiche erstreckt.

"Zahlenmäßig übersteigt die Zahl der unbesetzten Ausbildungs-Plätze auch weiterhin die der unversorgten Bewerber", erklärt Kolb. "Alle Schülerinnen und Schüler, die noch unschlüssig oder auf der Suche sind, sollten sich jetzt an die Berufs-Beratung für ein individuelles Beratungs- und Vermittlungs-Gespräch wenden", rät der Agentur-Chef. Die Kontakt-Aufnahme sei am schnellsten und einfachsten per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Die Lage im Kreis Pfaffenhofen 

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm ist im zu Ende gehenden April spürbar gesunken. 2074 Menschen waren zum jüngsten Stichtag hier arbeitslos gemeldet – das sind 157 Personen weniger als im März, aber 21 Personen mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt für den Landkreis jetzt 2,6 Prozent und liegt um 0,2 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr hatte sie ebenfalls bei 2,6 Prozent gelegen.

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit zum Stichtag im April bei 1322 Personen (86 Personen weniger als im Vormonat, acht Personen weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Job-Center) waren 752 Arbeitslose registriert (71 Personen weniger als im Vormonat, aber 29 Personen mehr als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Job-Center) wurden im April 36 Prozent aller Arbeitslosen betreut.

Im vergangenen Monat meldeten sich im Kreis Pfaffenhofen insgesamt 673 Personen arbeitslos. Davon kamen 262 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 828 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 291 eine Erwerbstätigkeit auf. "Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende", betont die Agentur für Arbeit: 125 Stellen wurden im April neu gemeldet (40 weniger als im Vormonat, 59 weniger als vor einem Jahr). Aktuell befänden sich damit 913 freie Stellen im Bestand der Behörde. 

In der Grundsicherung (Job-Center) stieg die Zahl der so genannten Bedarfs-Gemeinschaften im Vorjahres-Vergleich im Kreis Pfaffenhofen um 66 auf nunmehr insgesamt 1338 – das bedeute eine Zunahme um fünf Prozent. Den Angaben zufolge wurden im zu Ende gehenden April im Landkreis Pfaffenhofen insgesamt 1743 erwerbsfähige Bürgergeld-Berechtigte betreut, das sind 58 Personen beziehungsweise drei Prozent als noch vor einem Jahr. 

Blick in die Region 

Die Arbeitslosigkeit im Stadtgebiet von Ingolstadt ist diesen April leicht gesunken. 4283 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet – das sind 47 weniger als im März, aber 663 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt hier jetzt 5,1 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr betrug sie 4,4 Prozent.

Auch im Kreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Arbeitslosigkeit etwas zurückgegangen. 1857 Menschen waren zum Stichtag in diesem April arbeitslos gemeldet; das sind 86 weniger als im März, aber 106 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt jetzt 3,2 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte unter Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,0 Prozent.

Im Landkreis Eichstätt ist die Arbeitslosigkeit im zu Ende gehenden April ebenfalls etwas gesznken. 2198 Menschen waren zum Stichtag arbeitslos gemeldet: 57 weniger als im März, aber 133 mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosen-Quote beträgt nunmehr 2,8 Prozent und liegt um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonats-Niveau. Vor einem Jahr lag sie bei 2,7 Prozent.


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