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Der FC Ingolstadt tritt heute als Tabellenführer beim TSV 1860 München an – gelingt den Schanzern mindestens ein Remis, wäre es die 16. Auswärtspartie ohne Niederlage

(ty) Wer hätte nach den beiden nicht so berauschenden Unentschieden zum Saisonauftakt gedacht, dass heute der FC Ingolstadt als Tabellenerster der Zweiten Fußball-Bundesliga zum TSV 1860 München (Anpfiff: 13 Uhr) fährt. "Wir freuen uns über die Euphorie, die nun herrscht, wissen aber auch: Uns erwartet ein ganz intensives, hartes Match bei den Löwen", beschreibt FC-Trainer Ralph Hasenhüttl die Stimmungslage vor dem elften Liga-Derby. "1860 ist zu Hause immer eine Hausnummer“, weiß der Österreicher – auch, wenn die Löwen derzeit mit gerade einmal fünf Punkten nur auf Rang 13 stehen. Vor heimischer Kulisse haben die Löwen gegen die Schanzer noch nie verloren.

Nach dem besten Start in eine Zweitliga-Saison, der in der FC-Historie zu Buche steht, wird der Ball auf der Schanz flach gehalten. Auch Ex-Löwe Stefan Wannenwetsch erwartet heute ein enges Spiel mit "absolut offenem Ausgang". Für Ingolstadt bleibt die Marschroute gleich: Platz 1, schön und gut – aber von einem wirklich erfolgreichen Start lasse sich erst nach acht, neun oder zehn Begegnungen sprechen, heißt es aus dem Verein.

Die Vorzeichen auf eine weitere starke Leistung heute scheinen aber gut: "Meine Jungs haben Lust auf jedes Spiel. Schon am Dienstag, Mittwoch, nach den freien Tagen, war zu spüren, wie heiß wir sind“, berichtete Hasenhüttl. Es sei eine sehr gute Mischung aus Konzentration und einer gewissen Lockerheit zu spüren. "Das lassen wir zu, weil eben beides wichtig ist", weiß der 47-Jährige.

 

Über 1500 Fans werden ihren FC Ingolstadt zu der Partie beim TSV 1860 begleiten, teilte der Verein mit. Und sollte den Schanzern auch heute wieder Zählbares gelingen, dann wäre das nicht weniger als die Fortsetzung einer inzwischen schon unglaublichen Auswärtsserie: Seit mittlerweile 15 Spielen sind die Ingolstädter in der Fremde bereits ungeschlagen, fast ein Jahr liegt die letzte Auswärts-Pleite nun schon zurück. Doch Hasenhüttl stellt klar: "Wir sind nicht der Favorit, im Gegenteil. Gerade auswärts sicherlich nicht. Aber wir wollen diese Serie natürlich gerne aufrecht erhalten." 

Und wie? "Dafür müssen wir wieder alles reinpacken und bereit sein, jeden Meter zu gehen. Das macht unser Spiel aus – Leidenschaft, Laufintensität“, sagte Hasenhüttl im Vorfeld und ließ damit auch keinen Zweifel daran, was er auch heute wieder von seinen Mannen verlangt.



Das Duo Pascal Groß und Stefan Lex war bisher an neun der bisher zwölf Treffer beteiligt. Ob beide heute auf dem Platz stehen, ist noch offen: Lex plagt eine Oberschenkelverhärtung. "Er ist so ein Sprintertyp, da ist es nicht so ungewöhnlich, dass es mal zwickt", weiß Hasenhüttl. Er weiß freilich am besten um die Alternativen in seinem Kader, die im Hinblick auf die Englische Woche (Heimspiel gegen Aue am Dienstagabend, Auswärtsmatch beim KSC am nächsten Samstag) ohnehin gefragt sein werden.



Nicht nur für Wannenwetsch ist es übrigens heute ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Auf der Gegenseite spielt mit Valdet Rama ein Offensivakteur, der schon im FCI-Trikot auflief. Der Albaner war in der Saison 2008/09 bei den Schanzern aktiv und erwartet ebenfalls einen heißen Fight. "Wir wollen auf jeden Fall Vollgas geben und das Spiel gewinnen", ließ der 26-Jährige wissen.

Für Statistik-Freunde: In der vergangenen Saison siegten die Löwen zu Hause gegen den FC Ingolstadt dank eines Eigentors von Roger mit 1:0, im Rückspiel behielten dann die Schanzer im Audi-Sportpark mit 2:0 die Oberhand. Und FC-Neuzugang  Mathew Leckie traf in der vergangenen Saison im Diensten des FSV Frankfurt in beiden Spielen gegen die 60er je ein Mal.


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