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IHK veröffentlicht die Top-5. Insgesamt starten morgen rund 400 junge Leute eine Lehre in einem IHK-Beruf. Knapp 200 Azubi-Stellen noch unbesetzt. 

(ty) Zum morgigen Dienstag, 1. September, starten insgesamt 399 Jugendliche im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm ihre Ausbildung in einem IHK-Beruf. Das teilte die IHK für München und Oberbayern heute mit. Laut den vorläufigen Zahlen entspreche dies einem Minus von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt bilden im Kreis Pfaffenhofen den Angaben zufolge aktuell 195 IHK-zugehörige Betriebe aus; sie stehen ‎für mehr als die Hälfte aller hiesigen Ausbildungs-Verhältnisse in der dualen Berufs-Ausbildung. "Jugendliche, die noch auf der Suche sind, haben nach wie vor gute Chancen, einen Ausbildungsplatz zu finden", wird betont.

"Am Tag des Ausbildungs-Beginns steht an erster Stelle die Freude über die große Zahl an jungen Talenten, die sich für eine Ausbildung als ersten Schritt in ihre berufliche Zukunft entschieden haben. Es ist ein Tag voller Zuversicht und Optimismus", sagt der Pfaffenhofener IT-Unternehmer Fabian Stahl als Vorsitzender des IHK-Regional-Ausschusses für den Landkreis Pfaffenhofen. Allen Azubis, ihren Ausbilderinnen und Ausbildern in den Betrieben sowie den Lehrkräften an den Berufsschulen wünsche er einen erfolgreichen Start in das neue Ausbildungsjahr.

"Wir müssen aber auch feststellen, dass sich die schwierige Lage am Ausbildungsmarkt weiter verschärft", so Stahl. "Aus Sicht der Betriebe, in denen noch Ausbildungsplätze frei sind, ist oftmals fehlendes Interesse sowie die Ausbildungsreife der Bewerber der Engpass", weiß er. "Gleichzeitig ist die wirtschaftliche Dauerkrise am Ausbildungsmarkt angekommen und verunsichert Betriebe und Bewerber, vor allem in der Industrie." Schulische Ausbildungen im öffentlichen Sektor, im Gesundheits- und Pflege-Bereich, aber auch das Handwerk, verzeichnen seinen Worten zufolge dagegen Zuläufe.

Von Seiten der IHK wird betont, "dass in den nächsten Wochen noch viel Bewegung am Ausbildungsmarkt sein wird, zumal Ausbildungs-Verträge immer häufiger auch noch im September und Oktober abgeschlossen werden". Eine aussagekräftige Bilanz könne daher erst zum Ende des Jahres gezogen werden.

Jeder zweite Ausbildungs-Betrieb gebe in einer aktuellen IHK-Umfrage an, dass Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben seien. "Der überwiegende Grund dafür ist, dass die Betriebe keine geeigneten oder gar keine Bewerbungen bekommen haben." Fehlende Voraussetzungen bei den Bewerbern beklagen nach IHK-Erkenntnissen 94 Prozent der Betriebe: "Deutliche Defizite sehen sie vor allem bei Soft-Skills wie Belastbarkeit, Disziplin, Leistungs-Bereitschaft und Engagement. Einen überwiegend guten Eindruck vermitteln hingegen die Englisch-Kenntnisse, Teamfähigkeit sowie IT- und Medien-Kompetenz der Bewerber."

In den IHK-Ausbildungs-Betrieben im Kreis Pfaffenhofen sei bei den jungen Männern der beliebteste Ausbildungs-Beruf der Elektroniker für Betriebs-Technik sowie bei den jungen Frauen die Kauffrau für Büro-Management. Die Top-5 der IHK-Ausbildungs-Berufe im Landkreis seien Elektroniker für Betriebs-Technik, Kaufleute für Büro-Management, Fluggerät-Mechaniker, Einzelhandels-Kaufleute sowie Fachkräfte für Lager-Logistik. Es gebe mehr als 200 verschiedene IHK-Berufe, in denen Jugendliche eine Ausbildung absolvieren könnten.

Laut aktueller Statistik der Arbeitsagentur zum Ende August sind laut IHK noch 196 Lehrstellen im Landkreis unbesetzt. Diesem Angebot stünden 105 unversorgte Ausbildungs-Bewerber gegenüber. Es kämen somit rein rechnerisch auf jeden unversorgten Bewerber fast zwei freie Lehrstellen. Die Angaben der Arbeitsagentur beziehen sich laut IHK auf alle Ausbildungs-Bereiche, zu denen neben den IHK-Sparten Industrie, Handel und Dienstleistungen auch das Handwerk, die freien Berufe und der öffentliche Dienst gehören.

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