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Die Schrobenhausener Bauer Maschinen GmbH entwickelte gemeinsam mit dem Bremer Zentrum für Maritime Umweltwissenschaften ein neues Meeresboden-Bohrgerät

(ty) Die Schrobenhausener Bauer Maschinen GmbH entwickelte gemeinsam mit dem Bremer Zentrum für Maritime Umweltwissenschaften (Marum) das Meeresboden-Bohrgerät MeBo 200. Das Institut der Uni Bremen wird die Spezialbohranlage für Forschungszwecke nutzen, wie das Unternehmen mitteilt. Das MeBo 200, das von einem Forschungsschiff aus gesteuert wird, ist druckkompensiert und kann bis zu 4000 Meter tief abgesenkt werden und 200 Meter lange Bohrkerne aus dem Meeresboden entnehmen.

Bauer entwickelte und baute den Angaben zufolge das etwa sechs Meter hohe und zehn Tonnen schwere Spezialbohrgerät und ist dabei insbesondere für die gesamte hydraulisch betriebene Steuerung zuständig. Für das MeBo 200 gab es in der Bauer-Maschinen-Gruppe bereits ein Vorläufergerät, das 2004 von der Prakla Bohrtechnik GmbH in Peine – ebenfalls im Auftrag von Marum – hergestellt wurde.

„Wichtig für den Auftraggeber aus Bremen waren das Bohr-Knowhow, über das Bauer seit Jahrzenten verfügt, und die Steuerungstechnik“, heißt es aus der Bauer AG. Der Meeresboden biete dieselben geologischen Herausforderungen, die die Bauer-Ingenieure vom Spezialtiefbau auf allen Kontinenten kennen: lockere Gesteinsschichten, schluffige Böden bis zum Fels unterschiedlicher Festigkeit.

In einer öffentlichen Vorstellung präsentierte das Institut Marum die Anlage bereits der Öffentlichkeit. Das Bremer Forschungsinstitut wurde über viele Jahre von Prof. Gerold Wefer aufgebaut. Projektleiter für die wissenschaftliche Ausstattung der Bohranlage und die Ausführung der Bohrungen, die ab kommendem Jahr aufgenommen werden sollen, ist Dr. Tim Freudenthal. Finanziert wurde das Gerät im Rahmen eines Projekts vom Bundesforschungsministerium, teilt die Bauer AG mit.


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