Diese beiden Rentnerinnen sowie eine Seniorin aus Ingolstadt fielen unabhängig voneinander auf Kriminelle herein, die ihnen Lügen-Geschichten auftischten.
(ty) Nach wie vor treiben Kriminelle in der gesamten Region mit so genannten Schock-Anrufen ihr Unwesen, um arglose Menschen um Bargeld und Wertsachen zu bringen – und trotz aller Warnungen haben sie immer wieder Erfolg und kassieren mitunter kräftig ab. Wie die Polizei am heutigen Donnerstag berichtet, sind gestern und vorgestern – unabhängig voneinander – zwei Rentnerinnen aus Reichertshofen sowie eine Seniorin aus Ingolstadt jeweils auf eine perfide Lügen-Geschichte von Betrügern hereingefallen und haben schließlich insgesamt fast 60 000 Euro an Unbekannte übergeben. Die Kripo ermittelt jetzt in diesen drei Fällen und warnt einmal mehr vor solchen Maschen.
Laut Mitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord gaukelten die Kriminellen den drei Frauen vor, dass ein Angehöriger einen Unfall verursacht habe und dass zur Abwendung einer Haftstrafe sofort eine hohe Kaution zu hinterlegen sei. Von einer 78-Jährigen aus Reichertshofen seien auf diese Weise am Dienstagnachmittag 9500 Euro erbeutet worden. In der Nacht zum gestrigen Mittwoch sei mit derselben Masche eine 76-Jährige, ebenfalls aus Reichertshofen, zur Übergabe von 37 000 Euro bewegt worden. Am gestrigen Nachmittag sei auf dieselbe Weise im Nordosten von Ingolstadt eine 77-Jährige um 12 000 Euro gebracht worden.
Präventions-Hinweise der Polizei:
- "Beenden Sie das Telefonat, wenn Sie nicht sicher sind, wer anruft und Sie sich unter Druck gesetzt fühlen.
- Die Polizei ruft Sie niemals unter der Polizei-Notruf-Nummer 110 an! Das machen nur Betrüger.
- Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie die Nummer 110. Aber nutzen Sie dafür nicht die Rückruftaste!
- Rufen Sie den angeblich betroffenen Angehörigen unter der Ihnen bekannten Nummer an!
- Sprechen Sie am Telefon nie über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
- Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen!
- Ziehen Sie eine Vertrauens-Person hinzu oder verständigen Sie über den Notruf 110 die Polizei!
- Sprechen Sie auch mit ihren Angehörigen über das Phänomen und warnen Sie sie vor dem Vorgehen der Täter!"
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