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Mit dreister Masche zwischen 17 000 und 35 000 Euro gefordert, dann klickten die Handschellen – Polizei gibt Tipps gegen solche Anrufe

(ty) Die Polizei hat in den Ermittlungen um Schockanrufe bei russisch-stämmigen Bürgern in Ingolstadt und Manching zwei Festnahmen zu vermelden. Ein 23 Jahre alter Mann aus Litauen, der das Geld abholen wollte, wurde am Samstagabend im Stadtgebiet gefasst, wie das Polizeipräsidium jetzt mitteilte. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftbefehl beantragt, der zuständige Ermittlungsrichter erließ diesen am Sonntag. Der Mann sitzt nun in einer Justizvollzugsanstalt. Im Zuge der Ermittlungen wurde in der Nähe von Tübingen auch ein 16-Jähriger aus Litauen festgenommen, der ebenfalls bereits in einer JVA sitzt.

Bereits am Freitag und Samstag waren laut Polizei in Ingolstadt und Manching zahlreiche Schockanrufe bei russischstämmigen Einwohnern eingegangen. In allen Fällen stellte sich der Anrufer als naher Angehöriger vor, der sich in einer Notlage befände und deshalb dringend Geld benötige. Dabei forderte er zunächst Geldbeträge zwischen 17 000 und 35 000 Euro. Zu einer Geldübergabe kam es aber in keinem Fall.

Der Kripo Ingolstadt gelang es, den Geldabholer zu ermitteln und noch am Samstagabend im Stadtgebiet festzunehmen. Dabei handelt es sich um den genannten 23 Jahre alten Mann aus Litauen.

Im Zuge der Ermittlungen der Kripo Ingolstadt wurde eine weitere geplante Geldübergabe in Baden-Württemberg in der Nähe von Tübingen bekannt. „Auch hier forderte ein zunächst unbekannter Täter am Montag 17 000 Euro. Bei der geplanten Geldübergabe konnte  der Täter festgenommen werden. Bei ihm handelt es sich um einen 16-jährigen Jugendlichen aus Litauen, der kurz zuvor aus seiner Heimat angereist war“, so ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern-Nord. Das Verfahren wurde in diesem Fall nach Ingolstadt abgegeben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat auch hier der Ermittlungsrichter gestern Haftbefehl erlassen. Auch der 16-Jährige sitzt inzwischen in der Justizvollzugsanstalt, wie es heißt.

Polizei gibt Tipps gegen die Schockanrufe

Die Kripo und die Staatsanwaltschaft Ingolstadt weisen im Zusammenhang mit Schockanrufen darauf hin, dass auch dann die Polizei sofort verständigt werden soll, wenn der Schockanruf als solcher erkannt worden ist und kein Geld übergeben wird. Dies sei wichtig, um Straftaten frühzeitig zu erkennen und die Aufklärung zu ermöglichen.

Außerdem gibt die Polizei folgende Ratschläge:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte und Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
  • Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
  • Übergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Notieren Sie Telefonnummer des Anrufers, wenn diese Im Telefondisplay angezeigt wird.
  • Informieren Sie umgehend die Polizei unter der Notrufnummer 110, wenn  Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt.

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