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Zusätzliches, drittes Gebäude beim Obdachlosenheim an der Ingolstädter Straße geplant – Außerdem könnten bis zu 50 Asylbewerber vorübergehend in Teilen des ehemaligen Altenheims St. Franziskus einquartiert werden

(ty/zel) Die Kreisstadt will weiteren Wohnraum für Obdachlose und Flüchtlinge schaffen. Bekanntlich hat der Pfaffenhofener Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen, die Obdachlosen-Unterkunft an der Ingolstädter Straße zu erweitern. Im kommenden Jahr soll dazu in direkter Nachbarschaft des bestehenden Gebäudes ein zweiter Trakt errichtet werden. Die bestehenden, alten Baracken auf dem Areal sollen abgerissen werden. Jetzt wurde bekannt, dass die Stadt außerdem ins Auge fasst, dort noch ein weiteres, drittes Gebäude zu errichten, in dem zunächst Asylbewerber und später Obdachlose untergebracht werden könnten. Außerdem teilte die Stadtverwaltung mit, dass mit dem Landkreis über die Unterbringung von bis zu 50 Flüchtlingen in Teilen des ehemaligen Altenheims St. Franziskus verhandelt werden soll.

Von der einhellig abgesegneten Erweiterung der Obdachlosen-Unterkunft um ein Gebäude, die im öffentlichen Teil der Sitzung behandelt worden war, hatte unsere Zeitung bereits ausführlich berichtet. Heute ließ die Stadtverwaltung nun wissen, dass das Thema auch im nicht-öffentlichen Teil auf der Tagesordnung stand. Dabei sei es um die Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Gelände gegangen – und zwar konkret um die eventuelle Errichtung eines dritten Gebäudes, das zunächst als Bleibe für Asylbewerber sowie später für Obdachlose genutzt werden könnte.

Die weiteren Gebäude sollen im Stil des bestehenden Trakts errichteten werden.

Die Erweiterung nicht nur um ein, sondern gleich um zwei Gebäude sei auch kostenmäßig sinnvoll, heißt es aus dem Rathaus. Die bestehende Typologie und Kubatur des Obdachlosenheims könnten demnach für die beiden Neubauten übernommen werden. Jedoch sollen die neuen Gebäude nicht in Reihe, sondern eventuell längs und quer angeordnet werden, um die beiden hinteren Häuser eher für Familien bereitstellen zu können. „Der dadurch entstehende Hofbereich könnte dann auch als Kinderspielfläche genutzt werden“, erklärte eine Sprecherin der Stadtverwaltung.

Bauherr des möglichen dritten Trakts wäre aber den Angaben zufolge nicht die Stadt, sondern die Stiftung als Grundstücksbesitzer. „Die Räumlichkeiten könnten dann dem Landkreis für ein paar Jahre zur Unterbringung von Flüchtlingen vermietet werden“, heißt es aus dem Rathaus. „Später könnte schließlich die Stadt das Gebäude anmieten und als weiteres Obdachlosenheim nutzen.“ Die Stadtverwaltung sei jedenfalls vom Stadtrat in der nicht-öffentlichen Sitzung beauftragt worden, entsprechende Verhandlungen mit dem Landkreis aufzunehmen.

In diesen Verhandlungen soll es – so heißt es weiter – auch um eine übergangsweise Nutzung von Teilen des früheren Altenheims St. Franziskus zur Unterbringung von Asylbewerbern gehen. Der Altbau des Seniorenheims entlang der Spitalstraße soll langfristig zwar abgerissen werden, zumindest bis zum Jahr 2017 könnten hier aber nach Einschätzung der Stadtverwaltung Flüchtlinge einquartiert werden. „Maximal 50 Personen, vorzugsweise Familien, könnten in die ehemaligen Altenheim-Zimmer einziehen“, heißt es in der Pressemitteilung aus dem Rathaus. Der Mehrzwecksaal an der Türltorstraße ließe sich demnach als Aufenthalts- und Verpflegungsraum für die Asylbewerber nutzen.

Erstmeldung zum Thema:

"Dramatische Fälle"


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