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Im Jahr 2014 standen 1,2 Millionen Übernachtungen und neun Millionen Tagesgäste zu Buche – IHK-Studie sieht aber auch Reformbedarf

(ty) Der Tourismus in der Stadt Ingolstadt sowie in den Landkreisen Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen ist auf Erfolgskurs. Die Region, die als Tourismus-Destination „Oberbayerns Städte“ vermarktet wird, hat im Jahr 2014 rund 1,2 Millionen Übernachtungen verbucht, heißt es in einer von der IHK für München und Oberbayern vorgelegten Studie. Die Ausgaben der Übernachtungsgäste beliefen sich demnach auf durchschnittlich 154 Euro pro Tag – ein oberbayerischer Spitzenwert außerhalb des Großraums Münchens.

 

Damit liegen die Tagesausgaben auch nur knapp unter dem oberbayerischen Durchschnitt von 164 Euro, der stark durch die Sonderrolle der Stadt München als Tourismusziel von internationalem Rang geprägt wird. Dort gaben Übernachtungsgäste durchschnittlich fast 220 Euro pro Tag aus. Hotels, Gastronomie und Einzelhandel in der Stadt Ingolstadt sowie in den Kreisen Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen nahmen im Jahr 2014 nach Angaben der IHK mehr als 361 Millionen Euro aus dem Tourismusgeschäft ein. Hochgerechnet stehe der Tourismus in der Region für etwa 6000 Vollzeit-Arbeitsplätze.

 

Reformbedarf sieht die Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Oberbayern“ allerdings bei den oberbayerischen Tourismusstrukturen, die deutlich effizienter und schlanker werden müssten. Touristische Angebote dürften demnach nicht von jeder einzelnen Gemeinde oder von kleinen Tourismusverbänden entwickelt werden, sondern müssten aus der Perspektive des Gastes von ganzen Regionen konzipiert und vermarktet werden.

 

Die Studie fordert, dass die Förderpolitik Anreize für Kooperationen, Zusammenschlüsse und mehr Beteiligung der Tourismusbetriebe setzt. Auch sollten Besucherdaten in Museen oder Schlössern systematisch erfasst werden, so dass bessere Informationen über Gäste vorliegen und damit Werbemaßnahmen optimiert werden können. Die Studie, an der neben der IHK München auch der „Tourismus Oberbayern München e.V.“ (TOM) und der Bezirk Oberbayern des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands beteiligt waren, spricht sich außerdem deutlich gegen eine zusätzliche Tourismusabgabe aus.

 

Zusätzlich zu den 1,2 Millionen Tagesgästen verbuchte die regionale Tourismuswirtschaft im Jahr 2014 neun Millionen Tagesgäste. Damit belegt die Region nach der Landeshauptstadt und dem Münchner Umland ebenfalls einen der vorderen Ränge in Oberbayern. Inklusive anteiliger Umsatz-, Lohn- und Einkommensteuern sorgt die Branche in der Region laut IHK-Angaben für Steuereinnahmen in Höhe von 33,9 Millionen Euro pro Jahr.

Die Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus in Oberbayern“ ist online unter www.ihk-muenchen.de/tourismus erhältlich.


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